Verfasst von SchVVarzer Peter am 21 Mai, 2008

„Ich bleibe immer ein Mainzer. Woanders kann ich vielleicht erfolgreicher sein, aber hier ist der geilste Verein“, sagte Klopp dem ebenfalls gerührten Präsidenten Harald Strutz bei der letzten Umarmung.
18 Jahre lang prägte Jürgen Klopp als Spieler und Trainer den Verein und trug entscheidend dazu bei, dass aus der grauen Zweitliga-Maus Mainz 05 ein in ganz Deutschland beliebter und respektierter Klub geworden ist. In 325 Ligaspielen schoss er 52 Tore für dem „Karnevalsverein“.
Im Februar 2001 wurde er – wie kann es auch anders sein in einer „Narrenstadt“ – an Fastnachts-Dienstag praktisch über Nacht vom Spieler zum Trainer befördert und führte die Mannschaft 2004 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga, aus der Mainz 05 im Vorjahr nach drei Spielzeiten wieder abgestiegen ist.
Schon im Stadion nahm Jürgen Klopp Abschied von Spielern und Fans. Zum letzten Mal kletterte er am Bruchweg auf den Zaun der Fantribüne und ließ sich von den Mainzer Anhängern gebührend feiern. Dabei blieben sowohl Klopps Augen, als auch die so mancher Fans nicht trocken. Am Freitagnachmittag wird der Coach bei einer riesigen Fan-Party in der Mainzer Innenstadt feierlich verabschiedet.
Mit dem 40 Jahre alten Fußball-Lehrer verliert nicht nur der Verein, sonder eine ganze Stadt seine Kult- und Integrationsfigur, die nicht zu ersetzen sein wird.
Über Klopps berufliche Zukunft kann derzeit nur spekuliert werden, denn er selbst weiß noch nicht, wohin die Reise gehen wird. „Ich habe keine Ahnung was passiert. Alles ist möglich, auch eine Pause“, sagte er mit belegter Stimme.
Fest steht, dass Klopp sein Engagement als TV-Experte beim ZDF nach der Europameisterschaft beenden wird.
Lieber Jürgen, mit Deinem Abschied von Mainz 05 kann ich nun auch meinen Kardiologen in den wohlverdienten Ruhestand schicken. Die von Dir und Deinen Jungs immer glänzend inszenierten Dramen um den Aufstieg zur 1. Bundesliga und den nach dem Gelingen im dritten Anlauf folgenden Abstiegsdramen, sorgest Du nicht nur bei mir, sondern bei den Menschen einer ganzen Stadt für eine latente Koronarinsuffizienz.
Es gab Zeiten da entgegnete man mir bei einem Anruf auf der Geschäftsstelle von Mainz 05 auf die Frage „Wann beginnt denn das Spiel“ mit der Antwort „Wann kannst Du denn hier sein?“
Das war aber vor Deiner Zeit, denn Du hast eine ganze Generation zu verrückten aber friedlichen Fußballfans gemacht, die Woche für Woche das Stadion füllen und mit Ihren Choreographien, ausgefallenen Ideen und Friedfertigkeit im ganzen Land Anerkennung fanden.
So manche bittere Stunde erlebten wir geMAINZam, aber es bleiben die vielen schönen Erinnerungen an einen sympathischen Menschen mit positiver Einstellung und einwandfreiem Charakter.
So bleibt mir nur, Dir für die vielen schönen Momente die Du so manchem Mainzer und Fußballfan der Region, aber auch mir gegeben hast, zu danken und Dir und Deiner Familie für die Zukunft alles erdenklich Gute zu wünschen.
Peter

Dieser Eintrag wurde erstellt am 21 Mai, 2008 um 11:15 und ist abgelegt unter In eigener Sache, Kurzmeldungen.
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jollyjumper sagte
Es gibt schlimmeres – womöglich nicht für Mainz05, aber für Fußballfans.
Z.B. ein EM-Finale: Österreich:Schweiz
Das würde dem Begriff „Rasenschach“ eine völlig neue Definition geben, nach dem Motto:“Wer sich zuerst bewegt, hat verloren“
Wyatt Earp sagte
Nun male hier bitte nicht den Teufel an die Wand, im Fußball ist schließlich alles möglich.
Der Ball ist rund und ein Spiel dauert -auch nach Einführung des Euro – immer noch 90 Minuten.
Bei den Schweizern und Österreichern wären es dann gefühlte 180 Minuten, also das Doppelte für’s gleiche Geld, was will man mehr…*fg
jollyjumper sagte
Und menschen mit Schlafstörungen sparen sich die Schlaftabletten-Halleluja
Dummer Mensch sagte
Fussball soll etwas für recht einfache Menschen sein,
allen einen Ball geben wäere schöner, wie kann Frau eigentlich in diesem Sofitblog schreiben, ich meine
erein technisch?ich kann nur lesen
Wyatt Earp sagte
@ Dummer Mensch, Du bezeichnest Lycosia City als Sofitblog; Dir ist doch klar, dass es für so eine Aussage die gelbe Karte gibt?
miamicool sagte
@Mensch
Was ist ein „Sofitblog“?
Hat es etwas mit Fußball zu tun?
Wünsche allen GN8, C.U. und bleibt cool together.
Miamicool.
Dummer Mensch sagte
Neeeeeeeeeeeeeeeee, ich habe nur bei Euch davon gelesen, war dann dot und wollte etwas schreiben, so wie hier, gingte nich
jollyjumper sagte
Softi???
Wir sind keine Softies
Gut Nacht Miami – wir bleiben cooooooooooooooooooooool
Wyatt Earp sagte
DM, das kann ich gar nicht verstehen, Dein Name alleine sollte doch schon als Eintrittskarte bei Sofitware Anerkennung finden.
Aber mach Dir nichts draus, schreibe halt weiter bei uns, hier bist Du unter Deines Gleichen. .:)
grandpa_wolf sagte
Das gefühlte 180-Minuten Spiel gab’s aber schon – nur zwischen Österreich und Deutschland 1982 bei der WM in Gijon. So schlimm wird’s hoffentlich nie wieder.
Und was den Kloppo angeht – kenne den nicht persönlich, aber bin sicher, ich würde mich gut mit ihm verstehen. Mit dem verliert ihr Mainzer wirklich einen einzigartigen Mann.
Wyatt Earp sagte
Guten Morgen Wolf,
an Gijon musste ich natürlich auch sofort denken, wollte aber diese Fußballschande nicht wieder in Erinnerung rufen, wie es aber scheint werden noch Generationen damit konfrontiert… was vielleicht sogar gut so ist.
Wirklich verloren hat Mainz Jürgen Klopp sicher nicht, möglicherweise wird man schon lange nicht mehr von Gijon sprechen, sich aber immer noch an diesen wirklich sympathischen und kompetenten Fußballlehrer erinnern. Wenn man einen Menschen schätzt, gönnt man ihm nur Gutes, und dies ist nun mal unweigerlich der Schritt zu anderen Aufgaben.
Da ich euch beide persönlich kenne, kann ich nur bestätigen „Du würdest Dich sicher gut mit ihm verstehen!“
Gruß
Peter
jollyjumper sagte
„Das gefühlte 180-Minuten Spiel gab’s aber schon – nur zwischen Österreich und Deutschland 1982 bei der WM in Gijon“
Daran kann ich mich erinnern-das lag daran, dass Österreich das Tempo bestimmte
Wyatt Earp sagte
Nein! Es war das erste von UHU gesponserte WM-Fußballspiel, man wollte sehen wie lange der Ball im Mittelkreis kleben bleibt.
jeremiah_bullfrog sagte
Wie man hört, ist ja Dortmund (mit langem „ooo“, wonnich?) ein heißer Kandidat!
)
Etwas besseres könnte den „Kartoffelkäfern“ gar nicht passieren!
Wyatt Earp sagte
@ Jeremiah Bullfrog, ein heißer Kandidat ist er sicher, es könnte auch passen.
Stimmung (wenn es läuft), Stadion, Publikum und die Menschen im „Pott“ dürften sicher den Vorstellungen von Jürgen Klopp entgegenkommen. Aber nur, und wirklich NUR DANN, wenn es gelingt die Querelen in Mannschaft, Vorstand und Umfeld in den Griff zu bekommen hat dort ein Trainer – egal welcher – eine Chance. Sind diese Voraussetzungen gegeben, könnte es zu einem Projekt mit vielen Gewinnern werden… natürlich auch Jürgen Klopp, dem dies zu gönnen wäre.
jeremiah_bullfrog sagte
Seine erste Aufgabe wird sein, Zidan von den Fischköppen
zurück an seine starke Schulter zu holen!
Dann klappts auch wieder mit den Toren.
Wyatt Earp sagte
Jeremiah Bullfrog, Du hast recht, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Dies könnte durchaus möglich sein, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Dortmund finanziell in einer ganz anderen Liga spielt als Mainz.
Manitu sagte
War gerade einmal im Senf-Blog,
irgendwie hat da jemand ein Rad ab, was das in der Prärie bedeuten kann ist jedem klar,Sonnenstich bei der Wärme, ist es zu spät? ist er noch zu retten?.Das Niveau ist sehr niedrig, also von Mund zu Mundbeatmung fällt aus, höchstens kleinwüchsige Tiere schaffen es.Ernsthaft, ich mache mir Sorgen, liest das wirklich jemand ernsthaft, jedem ist doch bekannt, dass Woti aktiv ist unter dem Nick Banderas oder so,sein Freund, sein Edelfreund, ich meine den von der Senfjacke, jetzt ein Böser? nein, ich glaaube es nicht, mein Doc44 ist ein Böser.Nie, er lügt doch nicht.Nun mache erst einmal gemütlich unter mich, danach gehe ich wischen.
Wyatt Earp sagte
Lieber Hartmut, „Senfblog“, auch nicht übel…*fg
Hier mal ein kurzer Auszug aus einem Kommentar zu diesem Thema, von mir an anderer Stelle bereits gepostet:
Mit dem Mann schreiben geht nicht, und über denn Mann schreiben ist mehr als sinnlos.
Bis zum heutigen Zeitpunkt bin ich mir nicht im Klaren darüber, ob sein Blog als grottenschlechter Satireblog einzustufen ist, ob es der Versuch ist, eine – allerdings schlecht programmierte – Software selbstständig bloggen zu lassen. Auch sollte man in Erwägung ziehen, dass Bayerns Psychiatrien mit modernster Technik, also auch mit Computern ausgestattet sind.
Wie dem auch sei, die Person oder das Programm hinter dem Blog hält sich an keine Regeln, tritt Anstand und Moral mit Füssen, verurteilt Vorgehensweisen und Handlungen anderer, geht dabei aber in gleicher –aber perfide perfektionierter – Methodik vor, übt Kritik ohne selbst welche zuzulassen… die Aufzählung ließe sich an dieser Stelle noch beliebig fortführen.
Die einen nennen es „armes Würstchen“ die anderen „Fatal Error“ oder einfach nur „Big Bug“.
Für mich bleibt er weiterhin einfach nur „der Sofitware“, als Synonym für ein leeres Blatt Papier.
Gruß
Peter