Verfasst von SchVVarzer Peter am 22 Mai, 2008

Fast scheint es mir, als gelänge es der SPD, einen alten Sozi wie mich doch noch zu vertreiben, politisch heimatlos fühle ich mich ja schon längere Zeit und die täglichen Berichte aus Berlin verschlimmbessern diesen Zustand nur noch. Ich möchte mir ja nicht irgendwann auf die Aussage „Kurt ich habe Dich gewählt” sagen lassen müssen „ach DU warst das!”
Die SPD, allen voran ihr möglicher Kanzlerkandidat, bietet derzeit ein konfuses Bild.
Wenn das so weiter geht, kann unser aller Kanzlerin noch ewig in der Weltgeschichte herumfahren, auf anderen Kontinenten Verrückte in roten Hemden treffen oder zum „Osloer Glockenspiel” einladen. Hierzulande macht ihr nämlich derzeit niemand den Job streitig, schon gar nicht die SPD.
Die Sozis, voll und ganz mit sich selbst beschäftigt, scheinen derzeit völlig überlastet, allen voran ihr „großer Parteivorsitzender”.
Ich frage mich, wird dieser Mann in seiner Partei überhaupt noch ernst genommen?
Entwicklungsministerin – oder sollte man sie in diesem Zusammenhang doch besser „Verwicklungsministerin” nennen – Heidemarie Wieczorek-Zeul trifft den Dalai Lama, Kurt Beck weiß ganz offensichtlich nichts davon, erfährt dies aus der Zeitung und nennt es dann auch noch öffentlich einen „Sch…”
Das derzeit durch Deutschland reisende Oberhaupt der Tibetaner zu treffen ist natürlich unbestritten für hochrangige Politiker eine extrem heikle Sache.
Aber es kann nicht angehen, dass Peking bestimmt, wer hierzulande wen wann empfängt, es reicht schon wenn wir bei einem einfachen Husten von George W. Bush sofort eine Grippe bekommen.
So gesehen war es ein sehr geschickter Schachzug der Kanzlerin die „rote Heidi” anzuweisen, den Dalai Lama zu empfangen, während sie selbst außer Landes weilt.
Dies hinter dem Rücken des Koalitionspartners zu tun entspricht zwar nicht unbedingt der feinen englischen Art, aber schließlich ist sie die Chefin im Ring.
Von ihr kann Kurt Beck noch viel lernen… sollte er denn überhaupt noch Gelegenheit dazu haben.
In der Bundespräsidentenfrage setzt sich das Chaos fort. Zuerst erklärt man in der Parteispitze vollmundig, man werde keinen eigenen Kandidaten gegen Horst Köhler ins Rennen schicken. Daraufhin murren die Genossen und Genossinnen (wir berichteten davon in unseren letzen News) und schon ist wieder alles offen.
Kurt Becks Ausflug in die Fäkalsprache mag ihn vielleicht hier in meiner Rheinland-Pfälzischen Heimat als „ganzen Kerl” kennzeichnen, aber im Rest der Republik hat man für solche Entgleisungen wenig Verständnis und schüttelt nur den Kopf über soviel politisches Ungeschick.
Das Geschäft mit Hohn und Spott scheint bei Rheinland- Pfälzischen Kanzlerkandidaten der SPD dem politischen Suizid vorherzueilen. Rudolf Scharping lässt grüßen.
Wir von Lycosia City meinen: Damit Kurt Beck künftig sein Lied von Sche… auch instrumental begleitet vortragen kann, verleihen wir ihm die „Güldene Gesäß-Violine” der Woche.
Dieser Eintrag wurde erstellt am 22 Mai, 2008 um 5:42 und ist abgelegt unter Gesäß-Violine der Woche, Politisches.
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Barney Geröllheimer sagte
Wie jetzt, der Kurti soll sich was fiedeln? Ich dachte er ist der Häuptling der großen BECKen???
Wyatt Earp sagte
Ich kenne nur einen Häuptling den ich verehre und der bevorzugt Posaune und Dudelsack… Häuptling Graue Locke.
jollyjumper sagte
Also ich pers. finde Beck sehr sympathisch-obwohl er ein beleibter Pfälzer ist