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Weblog-Archiv für 24. Mai 2008

Lycosia NEWS

Verfasst von SchVVarzer Peter am 24 Mai, 2008

Mein lieber Schwan!

Nein liebe Leser, gemeint ist damit nicht das Zitat aus der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner, aber unweigerlich muss man bei dem derzeitigen Possenspiel um das höchste Amt in unserem Lande an dieses Zitat denken.

Sicher hätten wir unseren Artikel auch mit „Mein lieber Scholli“ (Mein lieber Scholli stand für „ma chère jolie“ = meine liebe Schöne) beginnen können, aber übertreiben wollten wir es nun auch wieder nicht, schließlich ist hier die Rede von Gesine Schwan und nicht etwa Carla Bruni, dem „Schwan“ unseres „kleinen Franzosen“ Sarkozy.

Vielleicht sollte man den Franzosen einen Tausch vorschlagen, sie bekommen unseren Horst Köhler, der sich fortan Örst Charbonnier nennen würde und im Tausch erheben wir Carla Bruni in das Amt der Bundespräsidentin. Also doch noch… mein lieber Scholli?

Dies sind aber nur die Träumereien eines Lycosia City Redakteurs, also zurück zur traurigen Realität.

Horst Köhler hat sich entschieden zur Kandidatur für eine zweite Amtszeit anzutreten und die SPD möchte mit Gesine Schwan ihre eigene Kandidatin, vor allem aber eine Frau, künftig in diesem Amt sehen.

Diese Chance hatten die Sozis allerdings schon 1994. Anstatt eine wirklich große Dame der deutschen Politik – Frau Hildegard Hamm-Brücher von der FDP – zu unterstützen und damit vielleicht sogar die „Eiszeit“ zur FDP zu beenden, schickte man lieber „Bruder Johannes“ Rau in ein aussichtsloses Rennen gegen Roman Herzog. Wie die Wahl ausging ist ja allen bekannt.

Noch verfügt Schwarz-Gelb über eine knappe Mehrheit in der Bundesversammlung, diese könnte sich aber nach den Landtagswahlen in Bayern durchaus ändern.

Realistische Chancen also für Rot-Rot-Grün.

Dass dabei das Amt des Bundespräsidenten selbst, ebenso die Tragfähigkeit der Regierungskoalition an Ansehen verlieren könnte, mag man so im Willy-Brand-Haus nicht sehen.

Und Frau Gesine hat ja aus der vorangegangenen Wahl des Bundespräsidenten schon Erfahrung mit dem „sterbenden Schwan“, vielleicht schöpft sie aber Kraft und Optimismus aus der Tatsache, dass der „Schwanensee“ je nach Inszenierung jedes Ende zulässt.

Öffentliches Pokerspiel ist zwar verboten, öffentliches Dame-Spielen allerdings nicht!

Gespannt darf man auf die der Bundestagswahl vorausgehende Wahl des Bundespräsidenten allemal sein, vermuten doch Politexperten einen Probelauf zu einem späteren „Linksbündnis“ im Bundestag.

Hier dürfen wir also noch einige „Oskarreife“ Inszenierungen erwarten.

Apropos Oscar, davon – sprich dem Präsidentenamt – ist unser kleiner „Maximal Pigmentierter“ (der Ausdruck „Schwarzer“ wäre hier im Zusammenhang mit „SchVVarzer Peter“ negativ belegt, daher verzichten wir darauf)demokratischer Kandidat zwar noch ein gutes Stück entfernt, aber der Republikaner „Pommes“ (John McCain) darf sich schon mal warm anziehen. Die Inthronisierung von Barack Hussein Obama, Jr. zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten scheint nur noch Formsache.

Sogar Bill Clinton meinte die Tage, er könne sich seine Frau Hillary durchaus als Vize-Präsidentin vorstellen. Vorstellen, welch Wort in Bills Mund, kannten wir ihn doch bisher als Liebhaber des „vor Kniens“

Hintergrund zu diesem längst fälligen Rückzug dürfte die neue „Armut“ von Frau Clinton sein, von 20 Millionen Dollar Schulden durch den aufwendigen Wahlkampf ist die Rede.

Der Deal wäre nun: Frau Clinton wirft das Handtuch und Barrack übernimmt ihre Schulden. So macht man Wahlkampf in den USA.

Wie finden wir nun die Überleitung zu Berlin? Ach ja!

Barrack… Baracke bezeichnet unter anderem eine Dauerunterkunft in Elendsvierteln. Unter diesem Aspekt haben wir den Bundestag noch nicht betrachtet, könnte aber bald sogar im doppelten Sinne zutreffen, nachdem die Diätenerhöhung - vorerst – vom Tisch ist.

Da kann man nur hoffen, dass es hierzulande keine neue Armutswelle bei den Bundestagsabgeordneten gibt, ich sehe unsere „Volksvertreter“ förmlich schon in zerrissener Kleidung und Sammelbüchse auf der Straße.

Armut, davon ist Dietmar wenigstens so weit entfernt wie Yahoo Clever von einer guten und für User angenehmen Wissensplattform. Nein! Natürlich ist mit Dietmar nicht unser lieber Freund Woti gemeint, unsere Stammleser wiesen es schon… von Dietmar Hopp ist hier die Rede.

Der 1940 in Hoffenheim (Nähe Heidelberg) geborene spätere SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp sollte nach dem Wunsch seiner Mutter Lehrer werden. Aber widerspenstig wie der kleine Dietmar wohl damals schon war, wiedersetzte er sich dem Wunsch seiner Mutter und wurde lieber Milliardär.

Da wird sich jetzt mancher Lehrer – auch bloggende Lehrer – in den Allerwertesten beißen, dass er selbst sehr wohl dem Rat der Mutter gefolgt ist und Pädagoge wurde.

Bei SAP wurde der Chef liebevoll „Vadder Hopp“ genannt.

Da werden wir natürlich frappant daran erinnert, dass die Region schon eine andere Berühmtheit des Genres „Vadder“ herausbrachte, nämlich Vadder Graf aus Mannheim, Erzeuger und Manager einer berühmten Tennisspielerin. Das muss wohl an der Luft in der Rhein-Neckar-Region liegen.

Allerdings war das Finanzmodell des Peter Graf ein deutlich anderes und führte irgendwann zur Anklage wegen Steuerhinterziehung.

Vadder Hopp damit zu vergleichen wäre sogar aus Mainzer Sicht (Hoffenheim nahm Mainz den Aufstiegsplatz weg) ausgesprochen böse.

Hopp, Mäzen der TSG Hoffenheim, die nun in die erste Fußballbundesliga aufgestiegen ist, mit Roman Arkadjewitsch Abramowitsch oder anderen derartigen Sponsoren in einen Topf zu werfen, würde den durchaus ehrenwerten Zielen des Vadders nicht gerecht.

Dietmar Hopp investiert in eine ganze Region. Krankenhäuser, Schulen, Altenheime sind ebenso Projekte von ihm, wie die neue Eissporthalle in Mannheim und eine nahezu beispielslose Jugendarbeit bei eben dieser TSG Hoffenheim.

Da steckt Engagement zu ehrlicher Arbeit und durchaus sinnvollen Investitionen dahinter.

Dies verdient unseren Respekt!

Die Lycosia City-Redaktion meint: Besser jemand wie Hopp lässt seine Kohle hier, als sie in Liechtenstein zu „verbuddeln“.

Kohle! Damit schließt sich der Kreis zum Ende unseres Artikels wieder zu unserem amtierenden Bundespräsidenten.

Vielleicht sollte man Jürgen Klopp als „Einwechselkandidaten“ bereit halten, wer Mainz 05 trainiert hat, ist für alles gerüstet. Horst Köhler würde im Gegenzug sowohl Thomas Doll in Dortmund als auch Michael Skippe in Leverkusen beerben und Gesine könnte für Jodel Jogi bei der Euromeisterschaft den sterbenden Schwan spielen.

Wie sagte doch Sepp Herberger einst: Der Ball ist rund und nach dem Spiel ist vor dem Spiel!

Also harren wir gespannt der Dinge die da noch auf uns zu kommen.


In diesem Sinne allen Lesern ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Grillen und/oder anderen Aktivitäten.

Euer Lycosia City-Team

Veröffentlicht in Humor, News der Woche, Politisches | 10 Kommentare »

In eigener Sache: Alle Lycos IQ Usertreffen mit Bildern

Verfasst von SchVVarzer Peter am 24 Mai, 2008

Auf der rechten Seite haben wir mit dem Titel „Lycos IQ – Links – Bilder – Usertreffen“ eine neue Rubrik angelegt. Hier findet Ihr Links zu Fragen in Lycos IQ die auf vergangene Usertreffen mit Bildern der erschienen Personen verweisen. Noch fehlt uns entsprechendes Material zu den Usertreffen in Berlin und München, hoffen aber auch hierzu bald etwas Brauchbares einstellen zu können.

Den Link zur Frage des bevorstehenden UT am 28. Juni 2008 in Essen haben wir ebenfalls eingestellt, da Lycosia City aber noch nicht in die Zukunft schauen kann, natürlich ohne Bilder.

Ein schönes sonniges Wochenende allen Lesern wünscht Euch!

Das Lycosia City Team

Veröffentlicht in In eigener Sache, Kurzmeldungen | 2 Kommentare »