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Archiv für Juni 2008

Das Missverständnis zu dem Ausdruck „Farbige(r)“!

Verfasst von SchVVarzer Peter am 30 Juni, 2008

Sind nun dunkelhäutige (schwarze) Menschen „Farbige“?

Lassen wir doch einfach ein Video sprechen!



Veröffentlicht in Diskussionen, Musik - Videos, Politisches, Verschiedene | 9 Kommentare »

Zimmer und Wüste zugleich – Teil II

Verfasst von SchVVarzer Peter am 29 Juni, 2008

„Meinen Sie nicht auch“, krächzt er, „es wäre klüger, wir warten bis es Abend wird? In der Kühle könnte man den Marsch leichter fortsetzen“.

„Bitte“ erwidert er Mann ohne Gesicht, „nehmen Sie sich doch zusammen! Sie bringen ja schon alles durcheinander. Wie befinden uns im Mittagszimmer. Abende gibt es anderswo. Sehen sie selbst, wir werfen hier so gut wie keinen Schatten. Das Licht steht im Zenit, unverändert und unveränderlich.“

Der Bräutigam nickt traurig, läßt die Arme hängen und sagt:

„Ich kann nicht mehr.“

Der Begleiter stochert gleichgültig mit seinem Schirm im Sand. „Das haben Sie schon hundertmal gesagt. Muß ich nochmals an Ihr Verantwortungsgefühl apellieren?  Man erwartet Sie. Ihre Braut zählt jede Minute. Sie sehnt sich nach Ihnen, wie nur eine junge Frau sich sehnen kann. Bedeutet Ihnen das denn nichts?“

„Doch, doch!“ beeilt sich der Bräutigam zu versichern.

Wieder wandern die beiden schweigend eine lange Wegstrecke, Stunden oder Jahre im gleißenden Licht.

Plötzlich wirft sich der Bräutigam zu Boden, wälzt sich auf den Rücken und schreit aus verkrusteten Lippen zum Himmel hinaus: „Warum? Warum nur? Warum ist der Weg so lang?

Ich werde niemals ankommen. Niemals, niemals werde ich meine Braut sehen und umarmen. Warum konnte ich ihr nicht einfach sagen, daß ich sie begehre, daß ich sie haben will, daß mich danach verlangt, ihre Haut zu fühlen, ihren Leib?“

Ein Hustenanfall schüttelt ihn, und er kann nicht weiter sprechen.

Der Begleiter wartet teilnahmslos ab, bis er vorüber ist, dann sagt er: „Das alles haben Sie getan. Sie haben dies Dinge gesagt, und so stehen sie Wort für Wort in den Dokumenten.“ Er klopft mit dem Schirm leicht gegen die Ledermappe.

Der Bräutigam bewegt eine Weile sprachlos die Lippen. „Aber warum“, stammelt schließlich, „warum bin ich dann hier und nicht bei ihr? Warum gehe ich immer nur auf sie zu, ohne sie je zu erreichen?

Warum? Warum? Warum?“

„Weil Sie es unbedingt so wollten“, sagt er andere und blickt zu ihm nieder. „Es ist ihnen wieder und wieder gesagt worden, daß der direkte Weg der längste ist.

Sie haben ja nicht einmal zugehört. Hören Sie mir wenigstens jetzt zu?“

„Ja“, krächzt er Bräutigam. Er starrt den Begleiter lange an, dann beginnt er zu lachen. Es klingt wie ein Gekreisch.

Der andere wartet reglos ab.

Schließlich schluckt der Bräutigam trocken und flüstert: „Also hat mich ganz einfach die Mathematik betrogen? Hat mich mein Verstand im Stich gelassen? Wo war mein Gefühl?

„Nein“, sagt der Begleiter, „dort ist es richtig.“

Der Bräutigam läßt den Kopf in den Sand zurücksinken und starrt in die Sonne. Seine Augen schmerzen, als würden Sie von glühenden Eisen durchbohrt, aber es kommen ihm keine Tränen.

Er hat keine mehr.

Er läßt Sand durch seine Finger rinnen und murmelt: „So ist das also. Ich gebe auf. Ich streike. Ich will nicht mehr. Ich streike.“

„Nur Mut!“ sagt der Begleiter, aber er sagt es ohne jede Teilname. „Dort ist ja schon die Tür. Es sind nur noch ein paar Schritte.“

Der Bräutigam läßt weiter den Sand durch seine Finger rinnen, gleichsam einer Sanduhr. Der gesichtslose Begleiter zieht ihn hoch und hält ihn mit ausgestreckten Armen vor sich hin, so leicht ist er geworden.

Seine Beine baumeln in der Luft wie die einer Puppe.

„Ich sehe nichts mehr“, flüstert er, „Ich habe keine Augen mehr.“

„Und Ihre Braut“ fragt der andere.

„Ich weiß nichts mehr. Ich verstehe nichts mehr. Ich will nichts mehr. Ich habe keine Braut. Ich habe nie eine gehabt. Ich habe niemals begehrt. Ich habe niemals geliebt. Ich habe niemals existiert. Lassen Sie mich bitte in Ruhe.“

Aber der Begleiter gibt nicht nach.

„Sie haben kein Recht Ihre Existenz aufzugeben. Sie denken nur an sich selbst. Aber Sie haben Verantwortung übernommen. Die können Sie nicht einfach von sich werfen, als Mann von Charakter.“

„Charakter…“ flüstert der Bräutigam immer noch mit den Beinen baumelnd, „ich frage mich, warum Sie nicht meine Aufgabe übernehmen. Die junge Dame wird sich freuen. Sie wird noch immer jung sein  -  jedenfalls jünger als ich.“

Der Begleiter läßt ihn los. Er fällt in den Sand wie ein Bündel Lumpen. Mit zusammen gekniffenen Augen versucht er den gesichtslosen zu sehen, der groß über ihm steht.

„Unsere Pflichten“, hört er die glatte Stimme sagen „sind nicht die gleichen.“

Der Bräutigam spielt wieder im Sand. „Pflichten…“, flüstert er und kichert ein wenig, „Pflichten…“

Nun wird der andere zum ersten Mal beinahe ungehalten. „Sie stellen sich wirklich an, als ging es um Ihr Leben.“

„Das tut es auch“, antwortet der Bräutigam und nickt traurig mit seinem eingefallenen dürren Köpfchen, „es geht um mein Leben, rückwirkend, verstehen Sie? Ich bin ein alter Mann, aber ich habe kein Leben gehabt. Man hat mir alles annulliert. Ich bin um mein Leben betrogen worden, ich weiß nicht, von wem.

Und nun will ich keines mehr.

Ich will nie eines gehabt haben.

Dagegen können Sie nichts tun.“

„Doch“, sagt der andere „ich werde Sie die letzten paar Schritte tragen.“

Der Bräutigam kichert. „Die letzten paar Schritte…, das schaffen Sie nicht.“

„Erlauben Sie?“ sagt der andere, und ohne eine Antwort abzuwarten, hebt er den Bräutigam hoch und nimmt ihn auf den Arm. Der legt sein mageres Ärmchen um die Schulter des Begleiters und schmiegt das wackelnde Greisenköpfchen an dessen Hals.

So legen sie wieder ein langes Stück Wegs zurück. Obwohl der Bräutigam kaum noch etwas wiegt, wird seinem Träger doch schließlich der Arm lahm, und er läßt ihn zu Boden gleiten.

„Die letzten paar Schritte…“ meckert der Bräutigam triumphierend, „sehen Sie, sehen Sie!“

Der Mann ohne Gesicht antwortet nicht. Er hakt die Krücke seines Schirms in den Kragen des Cutaway, oder vielmehr in den Rest, der davon noch vorhanden ist, und schleift den Bräutigam hinter sich her durch den Sand.

Wieder vergeht endlose Zeit.

Der Bräutigam fühlt, daß der andere ihn losgelassen hat, und versucht, sich aus dem Lumpenbündel zu befreien.

„Wir sind da“, hört er die teilnahmslose Stimme sagen, „ich habe Ihnen doch gesagt, es seien nur ein paar Schritte.“

Der Bräutigam bringt sich mit einer letzten Kraftanstrengung in sitzende Haltung und reißt die Augen auf. Das Licht dringt in ihn ein wie kochendes Metall, und er stößt einen Schrei aus, doch nicht einmal er selbst vernimmt ihn.

Vor seinem erlöschenden Blick schwankt die Tür. Sie ist geöffnet. Der Durchblick ist eine Schattierung   dunkler als das dunstige Blau des Himmels, das ihn umgibt.

In diesem Ausschnitt steht ein hochgewachsenes Mädchen, mit nichts bekleidet als einem duftigen Brautschleier, der von ihrem Scheitel herabfließt und ihren Körper einhüllt, durchsichtig wie zarter Nebel. Ihr Gesicht ist fast in diesem Nebel verborgen, um so deutlicher aber sind ihre langen schmalen Glieder zu sehen, ihre Schenkel, ihre kleinen Brüste, ihr flacher Leib und der Nachtschatten Ihres Schoßes. In der Hand trägt sie einen Rosenstrauß.

„Endlich!“ ruft Sie, „ich bin fast tot vor Sehnsucht! Wo ist er denn? Wo ist er?

Der Begleiter wendet sich dem Bräutigam zu, aber der hebt mit großer Mühe eine Hand und legt ein knochendürres Fingerchen bittend an seinen eingefallenen, zahnlosen Mund.

Der Begleiter zuckt unmerklich die Achseln und wendet sich der Braut zu.

„Ihr Bräutigam erwartet Sie hinter der nördlichen Tür. Wenn Sie wollen, führe ich Sie auf direktem Wege zu ihm.“

„Gehen wir!“ ruft sie, „gehen wir schnell. Es sind doch nur ein paar Schritte dann bin ich bei ihm.“

Sie will loslaufen, hält aber inne, weil er Bräutigam die Hand nach ihr ausstreckt. Ratlos betrachtet sie ihn einen Augenblick lang, dann wirft sie ihm eine Rose aus dem Strauß ihrer Hand zu.

Der Bräutigam hebt seinen Blick zu dem Begleiter, der mit verschränkten Armen zugesehen hat und nun leise sagt:

„Immerhin seid Ihr euch begegnet, Ihr habt es schon oft getan und werdet es immer wieder tun.

Das können nicht alle von sich sagen.“

Dann folgte er dem Mädchen, das mit langen Sprüngen in die Wüste hineinläuft, auf die andere Tür zu, die riesenhaft am nördlichen Horizont steht. Die beiden Gestalten werden zwischen den Sandhügeln kleiner und kleiner, und nur eine gewundene Spur von winzigen Sandtrichtern bleibt zuletzt.

Der Bräutigam starrt ihnen mit milchweißen Augen nach, während seine Finger die Rosenblüten betasten.

„Wie schön sie ist!“ flüstert er, „mein Gott, wie schön sie ist!“

Und während er zurücksinkt in den Sand, murmelt er noch:

„Ob sie mich finden wird, dort drüben hinter der anderen Tür?“

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Zimmer und Wüste zugleich – Teil I

Verfasst von SchVVarzer Peter am 28 Juni, 2008

Es ist ein Zimmer und ist zugleich eine Wüste. Die kahlen Wände erheben sich fern und dunstig am Horizont. Rundum nicht als Sand, Hügel hinter Hügel, endlos nach allen Richtungen.

Hoch oben im Zenit hängt eine weißglühende Sonne, oder ist es eine Lampe mit bläulich emailliertem Blechschirm?

Die Grellheit tötet alle Farben, sie läßt nur weiße Flächen und schwarze Schatten übrig. Das Skelett des Lichtes, blendend, unerträglich, mörderisch, der böse Glanz eines Kosmischen Schweißapparates.

Das Zimmer hat zwei Türen, die riesenhaft in die blaue Glut des Himmels eingelassen sind, eine im Norden und eine im Süden über dem webenden Horizont.

Von der nördlichen Tür führt eine vielfach gewundene Spur kleiner Sandtrichter mitten in die Wüste. Hier bewegt sich ein Mann ameisenklein vorwärts. Bei jedem Schritt sinkt er bis über die Knöchel ein, er taumelt, er rudert mit den armen.

Das ist der Bräutigam!

Sein Gesicht ist von der Sonne verbrannt, die Haut geplatzt und voller Blasen, die Lippen sind weiß von getrocknetem Speichel. Farbloses ausgebleichtes Haar steht ihm wirr und starr um den Kopf wie Stroh. Seine Brille die ihm immerzu von der schweißnassen Nase rutscht schiebt er mit dumpfer Geduld immer wieder an Ihren Platz. In der linken Hand schwenkt er einen alten zerbeulten Zylinder. Der Hochzeitscutaway, den er trägt, mag ihm in vergangenen Zeiten einmal gepaßt haben, nun aber ist er ihm viel zu groß, die Schöße hängen ihm bis auf die Fersen. Der Stoff ist schäbig geworden und zerfällt an gewissen Stellen. Das Hemd ist ihm aus der Hose gerutscht, denn auch die ist zu weit und er muß sie alle drei Schritte hochziehen.

Ein Fuß steht in einem Lackschuh, dessen Sohle sich löst, der andere Fuß ist mit einem schmutzigen Taschentuch umwickelt, um ihn wenigstens ein klein wenig gegen die Glut des Sandes zu schützen.

Einige zwanzig Meter vor diesem Mann marschiert ein anderer, ein Beamter vielleicht äußerst  korrekte Kleidung, dunkler Anzug, dunkler Hut, eine Aktentasche in der Hand, in der anderen einen straff gerollten Regenschirm. Sein Gesicht ist ein wenig blaß und völlig merkmalslos, gleichsam ausgewischt.

Der Abstand zwischen den beiden Wanderern vergrößert sich langsam, aber stetig.

Der Bräutigam sputet sich, er ringt keuchend nach Atem, fällt hin, steht wieder auf, taumelt weiter, fällt abermals hin. „ Hören Sie bitte!“ ruft er, und seine Stimme klingt hoch und überanstrengt wie die eines alten Weibes, „Warten Sie mal! Ich möchte Sie etwas fragen.“

Der Mann ohne Gesicht hat den Ruf  wohl gehört, aber er geht noch ein gutes Stück weiter, ehe er schließlich stehen bleibt und sich seufzend umwendet, als handele es sich um das Greinen eines ungezogenen Kindes, das ihn zum hundertsten Mal unter irgendeinem Vorwand aufzuhalten versucht. Lässig auf seinen Schirm gestützt sieht er zu wie der Bräutigam mühsam die Düne zu ihm empor krabbelt.

„Bitte beeilen Sie sich!“ sagt er kühl. „Was wünschen Sie denn nun schon wieder?“ „Sagen“, Sie keucht der

Bräutigam und überlegt sichtlich was er eigentlich fragen wollte, „sagen Sie, bitte, ist es noch sehr weit?“ Beim Sprechen ziehen seine geschwollenen Lippen Fäden.

„Nur noch ein paar Schritte“, erwidert der andere korrekt wie vorher, „nur noch bis zu jenem Tor dort.“

Dabei zeigt er mit dem Schirm auf die Tür im Süden. Er will sich wieder zum gehen wenden, doch der Bräutigam hält ihn fest.

„Verzeihen Sie“, bringt er mit einiger Mühe heraus, „wohin  – mir ist es nämlich im Augenblick entfallen –  wohin gehen wir überhaupt?“

„Zu Ihrer Baut, mein Herr“, erklärt der andere, und man kann hören, daß er diese Antwort schon oft geben mußte. Er betont jede Silbe uns spricht laut wie zu einem Schwerhörigen oder Blöden. „Ich bringe Sie ins Zimmer Ihrer Braut.“

Der Bräutigam starrt ihn eine Weile mit offenem Mund an, dann schlägt er sich mit der Hand vor die Stirn und lacht hastig und um Entschuldigung bittend. Er versucht ein Lächeln, während er sagt: „Wenn wir bei Ihr angelangt sind, dann wird alles gut sein, nicht wahr? Sie wird doch nichts gegen einzuwenden haben, nur weil ich nicht mehr so gut gekleidet bin? Es ist ja alles um Ihretwillen, das wird Sie doch einsehen? Was ich gelitten habe, wird Sie doch von meiner Liebe zu Ihr überzeugen? Sie wird mir glauben, dessen bin ich mir sicher. Sie wird mich mit offenen Armen empfangen.“

„Wenn wir bei Ihr angelangt sind“, stellt der andere schlich fest.

„Gewiß, gewiß“, murmelt der Bräutigam, „Es wird bald sein, sehr bald. Deshalb habe ich ja den direkten Weg gewählt.“

„Wir sind aus jener Tür gekommen“, sagt die kühle Stimme, „und gehen zu dieser dort. Das ist alles.“

„Ich verstehe nicht“, gesteht der Bräutigam ein, „ich verstehe einfach nicht, daß es so weit ist.“

„Sie verstehen es nicht“, wiederholt der andere und wendet sich zum gehen, aber Ihre Braut wartet. Kommen Sie!“

Der Bräutigam hält ihn nochmals am Ärmel fest. „Woher wissen Sie das überhaupt? Vielleicht wartet Sie längst nicht mehr. Oder Sie hat nie gewartet? Es könnten doch irgendwelche Umstände eingetreten sein. Dann hätte ich alles ganz umsonst auf mich genommen. Ich würde mich lächerlich machen.“

„Das“, antwortet die trockene Stimme, „ erfahren Sie am besten, indem Sie durch die Tür da vorne gehen.“

„Diese Tür da vorn“, flüstert er Bräutigam, „Sie ist unerreichbar, Sie bleibt immer vor uns, immer gleich weit……

Das ist eine Fatamorgana und keine Tür!“

„Unsinn“, sagt der andere ohne zu lächeln, „eine Fatamorgana erscheint und verschwindet. Aber diese Tür war von Anfang an da und ist an Ihrer Stelle geblieben, ganz unverändert.“

Der Bräutigam nickt. „Ja unverändert  - seit damals als ich losgegangen bin – als ich noch jung war.“

„Es ist also keine Fatamorgana“, erwidert der Begleiter in abschließendem Ton und setzt sich in Bewegung.

Lange Zeit wandern die beiden Männer nebeneinander her, aber nach und nach entsteht wieder der Abstand zwischen ihnen, der sich vergrößert. Wieder ruft der Bräutigam, und wieder bleibt der Mann in der korrekten Kleidung erst nach einer Weile stehen und erwartet ihn, auf den Schirm gestürzt.

Der Bräutigam löst sich zusehends auf, seine Kleidung hängt ihm nunmehr in Fetzen vom Leib, auch scheint es so als sei er noch kleiner und älter geworden.

„Damals“, stößt er nach Atem ringend hervor und macht mit dem Zylinder, von dem nur noch der Rand übrig ist, eine fahrige Bewegung in die Richtung der nördlichen Tür, „damals war ich noch kräftig, erinnern Sie sich?

Damals war ich es der voraus lief, nicht Sie, wissen Sie noch?“

„Manchmal“, schränkt der andere ein, „sehr selten.“

Der Bräutigam schüttelt sich eigensinnig den Kopf. „Nein, Nein. Sie konnten mich kaum bändigen. Sie hatten Mühe, mit mir Schritt zu halten. Damals war ich jünger als Sie, mein Lieber. Viel jünger und kräftiger. Ich war ein stattlicher junger Mann.“

„Ich“ entgegnet er Begleiter, „bin immer noch gleich alt.“

Der Bräutigam wischt sich mit seinem dürren Händchen den  Sand vom runzligen Gesicht.

Ich ekelte mich vor ihren hängenden Büsten, die dünn und leer waren wie vertrocknete Früchte. Aber der Blick, mit dem sie mich ansah! Ich habe oft an Ihn denken müssen. Sie hatte eingesunkene halbblinde Augen. Uns sie streckte mir die Hand entgegen, in der sie ein paar dürre Rosenstengel hielt.

Der Blick erinnerte mich an etwas, oder jemand.

Jetzt habe ich es vergessen. Ich weiß nur noch, daß ich mich für sie schämte, weil sie so alt und so häßlich ist. Ich nahm die rote Nelke aus meinem Knopfloch und warf sie ihr zu.

Sie fing sie auf und lachte Zahnlos. Ich glaube sie war glücklich über mein Geschenk. Ja, damals war ich wahrhaftig ein stattlicher junger Mann und stark wie ein Stier.

Ich dachte, nur ein paar Schritte und ich bin bei ihr, bei meiner Braut. Ich hatte es eilig. Darum wollte ich auf dem direkten Weg zu ihr.“

„Kommen Sie, kommen Sie!“ sagte der Begleiter nun schon fast ein wenig ungeduldig.

Aber der Bräutigam hatte noch etwas zu sagen, obgleich es ihm Mühe macht, verständlich zu sprechen.

Den letzten und zweiten Teil könnt Ihr morgen hier lesen.


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UT in Essen – Das Buch vom Reim-Rekord

Verfasst von SchVVarzer Peter am 28 Juni, 2008

Rhus in den Fußstapfen unsres berühmten Mainzer Sohnes Johannes Gutenberg!

Hallo liebe Leser,

wie Tratscheli und Hasteschongehört aus unserem befreundeten Blog, dem Olymp, ja bereits erwähnt haben, hat Rhus_Toxic mit großem Aufwand ein kleines Büchlein gedruckt, in dem alle Reime aus dem KOMMENTAR-REIM-REKORD enthalten sind.
Hier noch einmal der Link zu entsprechender Frage von Fellknaeuel:

http://iq.lycos.de/qa/show/828291

Angeregt durch den einfachen Versuch einen entstehenden Streit zu schlichten, hatten sich einige User den Spaß gemacht zu reimen, bis irgendwann die Idee zu diesem Kommentar-Rekord kam.
Mit 1303 Kommentaren liegen sie nun ungeschlagen an der Spitze, gefolgt von einer Frage von Onkelmue mit 1264 Kommentaren:

http://iq.lycos.de/qa/show/733785

Das folgende Video zeigt nun die Entstehung des Buches, welches Rhus_Toxic heute allen Usern, die sich am Rekord beteiligt haben, auf dem Usertreffen (Chica’s privates Kaffeekränzchen) in Essen überreichen wird.

Wir vom Lycosia City-Team bedanken uns für das Zurverfügungstellen dieses kurzweiligen Filmmaterials und wünscht viel Vergnügen beim Anschauen.

Lycosia City meint: Ganz großes Kino – lieber Rhus_Toxic!!! :-P

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Woran erkennt MANN, dass er „etwas“ ANDERS ist?

Verfasst von SchVVarzer Peter am 27 Juni, 2008

1. Du benötigst länger als eine Stunde im Bad

2. Du hast alle CD`s von Tokio Hotel

3. Dir macht ein Besuch beim Proktologen Spaß

4. Du verpasst keine GUMO

5. Du telefonierst täglich mehr als 4 Stunden

6. Du hintergehst Deine Frau mit ihrem Bruder

7. Du stehst nur noch auf Musik von Marianne Rosenberg

8. Du findest Klaus Wowereit „echt geil“

9. Du hast mehr als fünfzig paar Schuhe

10. Du gehst immer nur zu zweit auf die Toilette

11. Du versäumst keine Talkshow mit Guido Westerwelle

12. Du kaufst Deine BH`s immer zwei Nummern zu groß

13. Du hast schon jede Menge EXPO hinter Dir

14. Du hast Deine Chefin mit ihrem Mann betrogen

15. Du bist schon mal mit Deinen Absätzen im Kopfsteinpflaster hängen geblieben

16. Du hast nach langem Sex Schwierigkeiten Dich zu setzen

17. Du kannst Dich nicht entscheiden welchen Nagellack Du zu Deinem Date verwenden sollst

18. Du freust Dich schon am frühen Morgen auf den After-noon

19. Du wachst nach einer tollen Sexnacht auf, und es stehen zwei paar Schuhe Größe 45 vor dem Bett

20. Du verlässt deine Wohnung nie ohne Tampons in Deiner Handtasche

21. Du tauschst täglich mehr als eine Stunde Kochrezepte am Telefon aus

22. Du gibst im Monat mehr als 500 Euro fürs Kosmetikstudio aus

23. Du bist sauer wenn man Dir nichts zum Muttertag schenkt

24. Du kannst Dich nicht zwischen pinkfarbener oder rosa Bettwäsche entscheiden

25. Du kannst nicht einparken:-)

0 Treffer: Du solltest toleranter im Umgang mit Menschen sein, die nicht SO sind wie Du, genau genommen bist Du ein richtiger Spießer.

1-4 Treffer: Du wärst der absolute Liebling aller Schwiegermütter, wenn Du nicht gerade goldene Hochzeit feiern würdest.

5-11 Treffer: Gratulation, Du hast bei der Wahl Deines Partners eine Auswahl von fast 100 Prozent.

12-18 Treffer: Hat Dein Freund auch schon den Test gemacht?

19-14 Treffer: Du kannst bedenkenlos in der Gemeinschaftsdusche die Seife zu Boden fallen lassen, keiner wird sie Dir wegnehmen.

25 Treffer: Herr Westerwelle, wie oft wollen Sie den Test denn noch machen?


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Gesäß-Violine der Woche – Lothar (Loddar) Binding!

Verfasst von SchVVarzer Peter am 24 Juni, 2008

„Bundestrainer Jogi Löw sollte überdenken ob er der richtige Mann an der richtigen Stelle ist, schließlich hat er eine Vorbildfunktion“

Nein! Hier handelt es sich nicht etwa um die Aussage eines enttäuschten Fußballfans nach den Spielen gegen Kroatien und Österreich.

Es ist die offen bekundetet Meinung des Herrn Lothar (Loddar) Binding. Herr Lothar Binding, 58 Jahre alt und seines Zeichens Bundestagsabgeordneter der SPD und Mitglied im Finanzausschuss gehört zu den führenden Hardlinern gegen das Rauchen. Dabei macht er auch vor unpopulären –  und einer Menschenjagd vergleichbaren –  Äußerungen nicht halt.

Natürlich wissen wir alle das rauchen die Gesundheit gefährdet.

Tabak ist neben Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel. In Deutschland rauchen knapp über 40 Prozent der 18- bis 25-Jährigen. Täglich werden in Deutschland rund 250 Millionen Zigaretten konsumiert und Raucherkarrieren beginnen meist schon im jugendlichen Alter.

Seitdem die gesundheitsschädigenden Folgen des Rauchens – auch des Passivrauchens -  durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt sind, wird dieser Aspekt in der öffentlichen Debatte verstärkt wahrgenommen und zu Recht auch kontrovers diskutiert.

Und das ist auch gut, Prävention und Aufklärung ist wichtig und tut Not!

Aber wie bei vielem im Leben kommt es auf die gesunde „Mischung an“.

Wenn Menschen gejagt und kriminalisiert werden, nur weil sie rauchen, ist der Bogen deutlich überspannt. Man darf in diesem Fall den Agitatoren durchaus einen – vorsichtig formuliert – getrübten Blick und Engstirnigkeit bis hin zur Wahrnehmungsstörung vorwerfen.

Wenn ich sehe, welcher Schund täglich von ALLEN Fernsehsendern ausgestrahlt wird, ob nun gewaltverherrlichende Filme, sensationslüstere -  mit entsprechender visueller Untermalung -  Kriegsberichterstattung, Talkshows und Realityshows, bei denen man gar nicht so viel essen kann wie man kotzen möchte, dann frage ich mich, warum sich nun mal wieder einer unserer „Volksvertreter“ so weit aus dem Fenster lehnen muss, einen gestressten Bundestrainer zu maßregeln, nur weil dieser das tat, was geschätzte fünfzig Prozent der Zuschauer vor dem Fernsehgerät ebenfalls taten. Eine Zigarette rauchen!

Wenn überhaupt, läge hier die Verantwortung bei den Berichterstattern und TV- Sendern. Aber die Kamera einmal kurz wegzuschwenken, würde doch bedeuten eventuell eine kleine medienwirksame Sensation zu verpassen und vielleicht die Quote nicht zu erfüllen.

Lieber Herr „Loddar“ Binding, wenn es Ihnen an mangelnder Aufmerksamkeit fehlt und/oder sie sich genötigt sehen, Jagd auf Menschen zu betreiben die nicht Ihrer Meinung und Gesinnung sind, beziehungsweise nicht aufs Wort tun was Sie für opportun halten,  kann ich Ihnen nur den Blog-Sofitware empfehlen. Dort befinden sie sich dann unter Ihresgleichen, eine Spezies Homo Sapiens die offensichtlich nie aussterben wird. Leider!

Die Gesäß-Violine der Woche haben Sie sich jedenfalls redlich verdient!

Darauf gönnen wir uns ein Binding Lager. Prost!


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Hand Gottes wieder bei Lycos an Board!

Verfasst von SchVVarzer Peter am 23 Juni, 2008

Der deaktivierte User Hand_Gottes ist wieder – und ganz offensichtlich in Absprache mit Lycos – unter dem neuen Account Hand.Gottes, sowie dem alten und gewohnten Avatar  als „neuer User“ bei Lycos IQ angemeldet.

Ganz offensichtlich haben beide Seiten eine vernünftige Lösung gefunden bei der niemand sein Gesicht verlieren musste. Ich persönliche finde dies eine positive Entwicklung und sicher auch im Interesse einer Vielzahl von Usern der Community.

Es bleibt zu wünschen, dass diese erneute Partnerschaft – frei von Konflikten – eine Bereicherung für beide Seiten wird.

Lieber Gregor, Du bist sicher kein einfacher und bequemer Mensch, das möchtest Du auch nicht sein.

„Querdenker“ können durchaus eine Bereicherung für die Community sein und sollten nicht von vorneweg als Störenfriede abgetan werden.

Aber gerade bei kritischen Menschen wie Dir ist der Bogen auch schon mal recht schnell überspannt, und dann kommt es zu Konflikten wie wir sie alle weder wünschen noch wollen.

Um es kurz zu machen: Ich freue mich, dass Du wieder an Board bist. Mit klugen Fragen und Antworten aufzufallen, wie wir es aus der Vergangenheit von Dir gewohnt sind und sich vielleicht das ein oder andere Mal besser auf die Zunge beißen oder über „die Sache“ eine Nacht schlafen, wären freundschaftliche Tipps, die ich Dir gerne mit auf den Weg geben würde.

Und bedenke bitte: Moderatoren sind Menschen wie Du und ich! Sei versichert, KEINER deaktiviert hier wirklich gerne, es ist lediglich ein – manchmal leider trauriger – Job.

Man muss nicht alle Menschen mögen, erst Recht nicht freundschaftliche Bande pflegen – aber respektvoller Umgang ist immer ein guter Begleiter…

Liebe Grüße aus Mainz

Peter


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Der Joker

Verfasst von jollyjumper am 23 Juni, 2008

Jolly Jumper ist bereit für Herrn Löw.

Er kann ihn jederzeit als Joker einsetzen.

Seine Stärken liegen nicht im taktischen Spiel, sondern in der Freude des Ballspiels.

Zudem ist er schnell, sehr quirlig und ein echter Wadenbeisser.

Sein Spitzname:“El Diabolo“ spricht für sich.

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Lycosia NEWS

Verfasst von SchVVarzer Peter am 22 Juni, 2008

Nun hat sie uns also alle doch noch erwischt – die Droge Fußball.

Nach der Vorrunde kaum für möglich gehalten, machten Jogis Rumpelkicker gegen Portugal das Unmögliche doch noch war, und wir alle dürfen uns nun am Mittwoch auf das „vorgezogene Endspiel“ im deutsch-deutschen Duell zwischen unseren türkischen Freunden und den Jungs um Jogi Löw freuen. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Eine ehemalige Userin würde nun sicher sagen: „Lass uns darauf ein Tütchen rauchen“. Aber dass die Türken als Geschenk die Endspielteilnahme unserer Jungs in der Alditüte mitbringen – darauf möchten wir nun wirklich nicht wetten.

Aber mit großer innerer Befriedigung konnten wir feststellen, dass unser aller Kanzlerin auf der Tribüne förmlich aufblüht, wenn Deutschland gewinnt.

Beim Sieg gegen Österreich hat sie geguckt wie im siebten Kartoffelhimmel. Gut, war ja auch eine Traumkonstellation: an ihrer Seite ein Sozi, den die eigene Partei gerade durch die Mangel dreht.

Wie? Ihr denkt da an unseren Zwanzig-Prozent-Kurt? Nein…, nicht doch, weit gefehlt!

Es war Alfred Gusenbauer, österreichischer Bundeskanzler, den die SPÖ so langsam absägt. Gusenbauer sei beratungsresistent sowie durch Rotwein und dicke Zigarren unangenehm aufgefallen, heißt es. Kommt uns irgendwie bekannt vor. Scheint bei sozialdemokratischen Kanzlern genetisch bedingt zu sein. Da kommt sicher klammheimliche Freude auf – auch bei Frau Merkel.

Und dann, ja mein lieber Mann! Dann hat der gesperrte Bastian Schweinsteiger in der Halbzeit des Spiels gegen Österreich auf der Tribüne mit „Madame“ geflirtet, dass die Schwarte kracht, aber an sich verbietet sich eine solche Formulierung bei einem Schweinsteiger, der zudem noch den Spitznamen „Schweini“ trägt. Also zurück von den „Schweinereien“ unserer Angela zu dem Spiel gegen Portugal.

Nach dieser Begegnung war Schweinsteiger so gut drauf, dass er es gegen die Portugiesen so richtig krachen ließ. Tja wenn der Schweinsteiger die Sau raus lässt…

Der Mann braucht also kein Doping, der braucht nur eine kurzzeitige Deaktivierung und ein paar Streicheleinheiten seiner Kanzlerin.

Eine „schweinische“ Droge namens Angela…

Vielleicht sollte Frau Merkel mal eine Ansprache an unsere Lycos-Deaktivierten halten. In etwa so: „Encore, Männer wie Dich braucht das Land, nun schnapp Deine Imperia und zeige denen mal was für ein „Schweinsteiger“ Du bist“.

„Weine nicht und schwelge nicht in Trauer“. Griechisch. Nein, kein neuer Artikel von Athene!

Klingt eher nach Odysseus, ist aber nur das Athener Sportblatt „Prasini“, quasi der „Kicker“ des Olymp. Edel ,diese Aussage. Da zeigt sich der wahre Hellene, trainiert von Otto Rehhagel – ist aber auch kein Autor aus dem Olymp. Otto Rehhagel ist ein deutscher Fußballtrainer in Diensten der Griechen, der seine Laufbahn vor gefühlten 150 Jahren bei TuS Helene Essen begann.

Einmal Helene immer Hellene könnte man da meinen.

Während die SPD die Altersteilzeit forciert, geht König Otto stramm auf die 70 zu, genauso lässt er seine „griechischen Fußball-Götter auch spielen.

Sein Gehalt beim griechischen Fußballverband soll angeblich 1,2 Millionen Euro im Jahr betragen. Netto und steuerfrei, versteht sich!

Rehhagel-Riester sollten wir Ottos Grundrentenmodell wohl besser nennen. Vorbild für Europas Fußballrentner.

A propos Europa. Ein kleines Eiland aus der Gruppe der britischen Shetland-Inseln hat seine Unabhängigkeit von Großbritannien erklärt. Die Insel Forvik sei nie rechtmäßig Teil des Königreichs gewesen, argumentiert deren einziger Bewohner, Stuart Hill, auf seiner Website. Sein neues Land im Westen der Inselgruppe werde weder die britische Regierung noch die Europäische Union anerkennen, ließ er weiter verlauten.

Bürger der Shetland-Inseln können für fünf Forvik Gulden (etwa 300 Britische Pfund) Land erwerben. Sie sind berechtigt zu wählen und über die Einkünfte der Insel zu entscheiden. Aber auch Menschen aus aller Welt könnten Bürger von Forvik werden, fordert Hill auf seiner Website auf und liefert den Link zum Aufnahmeantrag gleich mit. Nach seinen Angaben habe er bereits unzählige e-Mails erhalten.

http://nachrichten.t-online.de/c/15/42/08/02/15420802.html

Lycosia City meint dazu: „Wir wussten bis heute nicht, dass es auf den Britischen Inseln einen Bruder des bekannten Senf-Bloggers gibt. Wenn der Apfel beim Stamm bleibt, dürfen wir hier noch viel Lustiges erwarten. Auf jeden Fall bleiben wir am Ball.

Aber derzeit sind unsere britischen Freunde eher damit beschäftigt, zwecks effizienter Terrorbekämpfung interessante Weichen zu stellen. In einem Bahnabteil blieben neulich Geheimpapiere über iranische Massenvernichtungswaffen liegen, und kurz darauf, quasi „zügig“, schon wieder.

Daraus ließe sich eine schöne Image-Kampagne der Bahn machen: „Streckennetz statt Terrornetz. Bahnbrechend. Genießen Sie`s in vollen Zügen.“ Oder: Reisen mit Osama, bei Osama zahlen sie nichts, Osama hat Jahreskarte.

Nun liegt auch wieder eine neue Studie über Krebsgefahr bei Handynutzung vor; unserer Recherche nach die 98. Studie gleichen Inhalts. Warum sollte sich gerade diese Studie auch inhaltlich ändern, wurde sie doch zur Hälfte vom Bundeumweltministerium und zur anderen Hälfte von den Mobilfunkbetreibern in Auftrag gegeben und finanziert.

Deshalb lautet auch das für uns alle total überraschende Ergebnis: Kein erhöhtes Krebsrisiko bei Erwachsenen.

Aber sowas kennen wir ja schon aus vielen anderen Studien. Die Renten sind sicher. Atomkraftwerke auch. Ulbricht hatte nie die Absicht eine Mauer zu errichten und John F. Kennedy war in Wahrheit Berliner und der Sohn von Harald Juhnke und Edith Hanke.

Umweltminister Gunter…, öhm Umweltminister Gabriel meinte dazu: Ein Zusammenhang zwischen Strahlung und Schlafstörungen oder Kopfschmerzen bei Erwachsenen sei nicht beobachtet worden.

Ob ein Zusammenhang zwischen Gabriel oder anderen Regierungsmitgliedern und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen bei Erwachsenen beobachtet wird – wir wissen es nicht.

So bleiben uns vorerst nur die vielen Blogs rund um Lycos als verlässliche Quelle für Schlafstörungen, Kopfschmerzen und sonstiger Nebenwirkungen. Für Koronarinsuffizienzen wird aber weiterhin keine Haftung übernommen.

Auch nicht für diese „Schweinerei“! :-P


In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag
und einen guten Start in die neue Woche
wünscht Euch,

Euer Team von Lycosia City

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Raucher an den Pranger gestellt – Von Gastautor Hartmut

Verfasst von Gastautor am 20 Juni, 2008

Ich bin so ein Raucher, der sich der Gastronomie verweigert und ich bin es leid, immer wieder das Gejammer der DEHOGA (Deutsche Hotel- und Gaststättenverband)zu lesen.
Oder haben WIR etwa gejammert, als man in der Gastronomie bei der Umstellung auf den Euro nahezu 1:1 ungerechnet hatte?

Nicht genug, dass die staatlich verordnete Diskriminierung der Raucher dazu führt, dass Bürger mit Oberlehrergehabe sich berechtigt fühlen Raucher mit ziemlich unpassenden, aber immer unklugen Kommentaren zu beglücken.


Nein, wir Raucher werden auch von investitonsfaulen Gastronomen zusätzlich an den Pranger gestellt. Anders kann ich es nicht sehen, wenn ich in Lokalen – wohlgemerkt, Lokalen mit mehreren bis vielen Räumen und somit optimalen Voraussetzungen einen separaten „Raucherraum“ einzurichten – aufgefordert werde zum Rauchen in den Biergarten, auf die Terrasse, den Hof, oder auf die Straße zu gehen während kleine Einraumgastronomen förmlich um ihre Existenz kämpfen. Das ist Diskriminierung und dann wird auch noch erwartet, dass ich bei so viel „Gastfreundschaft“ auch noch kräftig Umsatz mache, ziemlich abwegig, oder?

Vielleicht wartet man in der Gastronomie auch nur wieder auf eine neu „Währungsreform“?


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