Weblog-Archiv für 5. Juni 2008
Fußball mal anders…*:-)
Verfasst von SchVVarzer Peter am 5 Juni, 2008
De Jongste ist meine Hilde ja nicht mehr, a bisserl Krankl ist sie auch und Schimpfen tut sie immer mit mir, weil sie meint ich wäre ein Macho. Dabei habe ich doch nur mit di Natale und Quagliarella einen de Rossi getrunken… aber meine Hilde meinte gleich wieder ich wäre auf der Materazzi gelegen und hätte nun einen Tripper oder Jancker mitgebracht. Schweinsteiger tut sie mich deswegen sogar schon Rouffen.
Wenn wir den Titel holen, lasse ich mir auf jeden Fall einen Neubarth wachsen, höre mir die Matthäuspassion an und gebe mich der Völlerei hin, bis dahin verbleibe ich,
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Gesäß-Violine der Woche – Der (Milch) Kuhhandel
Verfasst von SchVVarzer Peter am 5 Juni, 2008
Kaum etwas wird mit richtiger Ernährung und Gesundheit dermaßen gleichgesetzt wie ein Glas Milch, auch wenn viele Millionen Menschen selten oder nie die Chance haben in den Genuss dieses Lebensmittels zu kommen. Umso schwerer fällt es uns unter diesem Aspekt Milch als ein Produkt wie jedes andere anzusehen. Aber genau das ist die Milch!
Sogar Wyatt Earp als leidenschaftlicher Whisky-Trinker teilt diese Meinung.
Das bedeutet, Herstellung und Vertrieb unterliegen – jedenfalls im freien Teil dieser Welt – dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Und genau deshalb versuchen die Bauern derzeit, die Molkereien zu blockieren. Wird nicht angeliefert, kann nicht produziert werden, es entsteht also eine Verknappung und die wiederum treibt die Preise hoch, lautet die an sich folgerichtige Überlegung.
Nur hat die Sache einen Haken: Es sind gar nicht die Molkereien, die die Preise diktieren, sondern es ist der Handel – und der ist nicht nur mächtig, sondern auch enorm flexibel.
Bevor er dem Kunden, der beim Milchpreis hochsensibel reagiert, 10 Cent pro Liter mehr abverlangt, wird er alles versuchen, seine Angebotslücken durch Zukauf, zum Beispiel im Ausland zu decken.
Was wir derzeit erleben ist also ein Machtkampf, den die Milchbauern, zumindest mit Gewalt, nicht gewinnen können.
Die Blockaden der Molkereien sind zwar spektakulär, aber damit schneiden sie sich tief ins eigene Fleisch. Denn rund 75 Prozent der milchverarbeitenden Betriebe sind Genossenschaften, sie gehören also den Bauern selbst.
Helfen würde, zumindest theoretisch, eine deutliche Verringerung der Produktion, doch das würde für viele Bauern noch schneller das wirtschaftliche Aus bedeuten. Denn nur ab einer bestimmten Größe lohnt sich die Bewirtschaftung eines reinen Milchbetriebes. In der Praxis würde sich aber auch hier der Handel ganz schnell neue Quellen suchen. Denn bezahlbare Milch ist und bleibt ein ganz wichtiger Faktor in seinem Angebot. Am Ende wird es zwar sicher einen Kompromiss geben, denn der Import von Milch kostet immer etwas mehr als die Ware vor Ort einzukaufen. Die grundsätzlich missliche Lage der Bauern hierzulande, wird aber dadurch nicht wesentlich verbessert.
Im Jahre 1962 bekam ein Landwirt für einen Liter Milch 65 Pfennig (umgerechnet circa 33 Cent). Ein halbes Jahrhundert später bekommt der Landwirt immer noch nicht mehr.
Man muss also Verständnis für Bauern haben, denen es wirklich dreckig geht, da muss was getan werden. Meine Frage dazu: Warum geht es den Bauern in benachbartem Ausland nicht dreckig? Die politischen Rahmenbedingungen (ich rede von Steuern, nicht von Subventionen) sehen in diesen Ländern anders/besser aus. Dennoch haben Milchbauernverbände aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Belgien, Luxemburg und Teilen Frankreichs ihre Unterstützung zugesagt.
Aber wer sollte das Ziel der Bauern sein: der Handel, die Milchverarbeiter oder Frau Merkel und Konsorten?
Der Handel sitzt am längeren Hebel, und dies nicht nur bei den Molkereien und Bauern.
Da macht`s auch nicht die Milch, aber eine Gesäß-Violine ist uns dieser „Kuhhandel“ allemal wert.
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