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Weblog-Archiv für 7. Juni 2008

Lycosia NEWS

Verfasst von SchVVarzer Peter am 7 Juni, 2008

Voll ins Schwarze!

Amerika sieht schwarz!

Nein liebe Leser, der SchVVarze Peter ist in den USA nicht zu einem Staatsempfang eingeladen, auch steht keine Verfassungsänderung an, um George Doubleyou Bush eine dritte Amtszeit zu ermöglichen und schon gar nicht ist damit eine mutmaßliche Bloggeraktivität aus Senfhausen gemeint.

Die Rede ist von unserem „maximal pigmentierten“ Freund Barack Hussein Obama, Jr., der nun endgültig die meisten Stimmen der Delegierten einschließlich Superdelegierten auf sich vereinigen konnte und sich diese Woche folglich zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten erklärte.

Praktisch ist das so, dass Hillary Clinton einen phantastischen Sieg errungen hat, auch wenn ihr ein paar Stimmen fehlten, ihr Kontrahent aber den Kampf ums Weiße Haus aufnehmen darf. Solche „Ungerechtigkeiten“ kennen wir ja alle aus dem Blog Sofitware, man muss Ihren Sieg eben global sehen, so als Gesamtbild.

Aber schon „bläst“ man im Hause Clinton – wie kann es anders sein – „vollmundig“ zur nächsten Attacke.

Hillary spekuliert auf das Amt des Vize, frei nach dem Motto „Na gut, dann bringe ich mal wieder einem Mann alles bei, der unter mir Präsident ist, acht Jahre Erfahrung habe ich ja damit schon“.

Natürlich möchte sie sich nicht aufdrängen und Obama solle frei entscheiden, was übersetzt in etwa so viel bedeutet wie: „Wenn Du mich fragst, sage ich vielleicht Nein, aber wenn Du mich nicht fragst, bringe ich Dich um“.

Alles Gute Mr. Obama, ich drücke Ihnen die Daumen, wir „Schwarzen“ müssen schließlich zusammenhalten, Ihr SchVVarzer Peter.

Schwarzer…

Nein! Nicht der Plural von Schwarz, der wäre ja schwärzer; Alice Schwarzer ehemalige Chefredakteurin der Zeitschrift Emma wurde wieder reaktiviert.

Lisa Ortgies, seit Januar dieses Jahres an der Spitze der feministischen Zeitschrift „Emma“, gibt ihren Posten gleich nach ihrem Amtsantritt wieder ab und wird sich zum 30. Juni zurückziehen.

Beobachter vermuteten, die Chefredakteurin habe ihre Vorstellungen bei „Emma“ nicht umsetzen können – und scheinen damit Recht zu haben. Die Redaktion bestätigte die endgültige und dauerhafte Deaktivierung mit den deutlichen Worten: „Zu unserem Bedauern eignet sich die Kollegin nicht für die umfassende Verantwortung einer Chefredakteurin.“

Gründungschefredakteurin Alice Schwarzer, 65,Verlegerin und Herausgeberin von „Emma“, die sie Anfang 1977 ins Leben gerufen hatte, wird bis auf weiteres wieder die Chefredaktion übernehmen.

Lycosia City meint: Hätte es da nicht fürs Erste eine 24/48h Deaktivierung getan?

Aber vielleicht hat man Frau Ortgies auch abgehört und so in Erfahrung gebracht, dass sie Hetero ist.

Apropos „Abgehört“ , Der Bundesminister des Inneren – das ist der Schwarze im Rollstuhl, der alles immer noch schwärzer sieht und am liebsten nur noch verwanzte Tapeten für den Handel zulassen möchte – hat diese Woche gemeinsam mit der wunderbaren Telekom über Datenschutz geredet.

Da waren die Richtigen beisammen!

Laut Süddeutscher Zeitung haben sich unser Schwarzenegger auf Rädern Herr Schäuble und Telekom Chef René Illner … Pardon, René Obermann nur zehn Minuten unterhalten.

Okay, das reicht einem guten Schnüffler für ein Abhörprotokoll.

„Der Landwirt ist stets missgestimmt, wenn Jauche auf der Frischmilch schwimmt“ – alte Bauernregel.

Ganz so Schwarz sieht es für die Landwirte nun aber nicht mehr aus.

Dem Großabnehmer Lidl folgte kurz darauf Aldi. Beide setzten ein gutes Signal mit dem Entschluss, künftig mehr für die Milch zu zahlen. Danach lenkten auch die Milchviehhalter ein. Unbeantwortet bleibt allerdings weiterhin die Frage, was davon auch bei den Erzeugern ankommen wird. Hoffentlich in ungefähr das, was die Milchbauern erwarten, sonst geht das ganze Trara binnen kurzem wieder von vorne los.

Die Kuh bleibt also auf dem Eis!

Immer dünner wird allerdings das Eis unter der SPD!

Nur noch 20 Prozent – und da sind die Doppelaccounts schon eingerechnet – würden die SPD wählen, wären diese Woche Bundestagswahlen. Die Linken können hingegen mittlerweile mit satten 15 Prozent Protestwähler, Träumern, Alt-Stasis oder sonstiger Irrläufer rechnen.

Die Formel Rot + Rot + Grün = Regierung scheint im linken Lager immer mehr Zustimmung zu finden.

Wir von Lycosia City, haben die Formel in allen Varianten gerechnet, heraus kommt immer Schwarz…

Schwarze Zeiten für ein Land das Rot sieht!

Bei solch schwarzen Aussichten kommt die Fußball-Europameisterschaft gerade recht, ähnlich wie bei der WM im eigenen Land vor zwei Jahren oder der legendären WM 1954 in der Schweiz, sollen unsere Kicker die Menschen im Lande für kurze Zeit – illusioniert von Fußball und Erfolg der eigenen Mannschaft – von den Kreisligaspielen mit bösen Fouls in Berlin ablenken.

Aber angeblich gönnen die Balltreter (was für ein Wort im Zusammenhang mit Fußball in Österreich)aus unserem Nachbarland uns den Erfolg nicht und wollen selbst Fußball-Europameister werden.

Österreich Fußball-Europameister 2008!

Jetzt zehn Minuten Pause, bis wir uns alle die Lachtränen abgetrocknet haben, und dann kommen wir zum Schluss der Berichterstattung dieser Woche.

Wie immer bei solchen Events blüht auch bei der EM 2008 der Schwarzmarkt, dies ist nichts Neues und verdient daher nicht explizit erwähnt zu werden.

Was uns aber schon zum Nachdenken brachte ist eine Meldung, wonach viele Journalisten nicht von dieser EM berichten können, weil die Stadien zu klein seien.

Ja hat den keiner den Österreichern und Schweizern gesagt, dass bei so einer EM doch immer irgendwie ein Haufen Leute zum Zugucken kommen?

Nicht auszudenken, ein Herr Matthias Zehe wäre Journalist und dürfte von dieser Veranstaltung nicht live und vor Ort berichten.

Dies würde ein rabenschwarzer Tag für die beiden Alpenrepubliken und man würde wahrscheinlich Jahre später nachts im Schlaf immer noch *he he Sofitware* vor sich hin stammeln.

Aber nun genug der Schwarzmalerei, freuen wir uns alle auf ein schönes Wochenende und eine schöne EM mit, – hoffentlich – immer einem Tor mehr für die eigene Mannschaft des Lesers – egal welcher Nation der Leser auch sein mag.

Euer Lycosia City-Team

Veröffentlicht in News der Woche, Politisches, Satire | 19 Kommentare »

EM 2008 – Alle Mannschaften Teil I

Verfasst von SchVVarzer Peter am 7 Juni, 2008

Erst mal, warum mache ich mir die Arbeit täglich über die Europameisterschaft zu berichten?

Ihr könnt Euch die Antwort aussuchen: 1. Mir ist langweilig 2. Ich brauche das Geld! 3. Der Schrankdackel lässt mich nicht mehr in den Garten, weil ich die Rosen nicht von Blumenkohl unterscheiden kann!

Wie dem auch sei, Ich kann es mir als Verantwortlicher Autor von Lycosia City nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich also versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen zu den Mannschaften mit in meine objektiven einfließen lassen. Wem dies nun subjektiv erscheint, der sollte mal über seine Objektivität nachdenken. :-P

16 Mannschaften starten in das Turnier bei der EM 2008 mit gleich zwei Gastgebern.

Die „Fußballgroßmächte“ Schweiz und Österreich – einige der sehr alten Leser werden sich erinnern, dass man dort tatsächlich auch mal Fußball spielen konnte – veranstalten unter der Schirmherrschaft der UEFA  die Europameisterschaft 2008.

Für den Fußballlaien: Das ist in etwa so, als wenn Daniel Kübelbeck und Tokio Hotel in der Mailänder Scala oder um bei einem der Gastgeber zu  bleiben, in der Wiener Staatsoper, eine Kostprobe ihres „Könnens“ abgeben. Ob uns der Heimvorteil dieser beiden Mannschaften vor „schrägen Tönen“ bewahren kann – man wird sehen.

Also mal ehrlich, die Österreicher wissen doch nicht einmal, dass im Ball Luft ist. Die glauben doch, der springt, weil ein Frosch drin ist.

Unser aller Loddar würde zu den beiden Alpenrepubliken sagen: „Gewollt hab ich schon gemocht, aber gedurft ham` sie mich nicht gelassen“. :-D

Für ein zweites „Córdoba“ sind unsere Österreichischen Freunde aber aus deutscher Sicht immer gut.

Ein etwas anderes Kaliber, wenn auch nicht unbedingt dem Favoritenkreis zugerechnet, dürften da schon die Polen sein. Noch nie konnten die polnischen Kicker gegen eine deutsche A-Auswahl gewinnen, den gefühlten Sieg der Polen in der Regenschlacht von Frankfurt bei der WM 1974 einmal ausgenommen. Sollte es den Polen nicht gelingen, unseren Kickern rechtzeitig die Fußballschuhe zu entwenden, dürfte es auch dieses Mal für einen Sieg eng werden. Dem Antrag des Bundesgrenzschutzes das Spiel auf einen Werktag zu verlegen wurde nicht entsprochen; hätte man doch im Falle eines polnischen Tores, am Jubelgeschrei auf einen Schlag alle Schwarzarbeiter an deutschen Baustellen ausfindig machen können.

Felix Magath würde sagen: „Wir habe viel mit Polen gemeinsam. Wir sind beide Fußballer, wir trinken beide gern mal einen, wir allerdings erst nach der Arbeit“!

Die Kroaten können wie nahezu alle Länder des ehemaligen Vielvölkerstaates Jugoslawien – vor allem technisch – guten Fußball spielen. Bei der EM 1996 in England gelang es zwar noch die Kroaten 2:1 zu besiegen, aber schon zwei Jahre später bei der WM in Frankreich zeigten die Balkanartisten mit einem 3:0 unseren Touristen wo der Bartel den Most holt.

Andreas Möller würde sagen: „Ich habe vom Feeling her kein gutes Gefühl“. ;-)

Aber vielleicht hat ja auch Gery Linaker mit einer seiner Aussagen recht „Fußball ist ein Spiel von 22 Leuten, die rumlaufen, den Ball spielen, und einem Schiedsrichter, der eine Reihe dummer Fehler macht, und am Ende gewinnt immer Deutschland“.

Dies wären also die Mannschaften der Gruppe B, in der Deutschland spielt, ausgenommen die Schweiz, welche der Gruppe A zugelost wurde.

Wollen wir bei den Eidgenossen mal nicht hoffen, dass Franz Beckenbauer wieder sagen muss „Das einzige, was sich hier bewegt hat, war der Wind“.

Die einzigen Techniker jedenfalls, dürften bei den Schweizern – meiner Einschätzung nach – die Stadion-Elektriker sein.

Die Tschechen, immerhin Europameister 1976 in dem legendären Endspiel gegen Deutschland – als nach dem Schuss von Ulli Hoeneß im finalen Elfmeterschießen der gesamte Warschauer Pakt in Alarmbereitschaft versetzt wurde, um nach dem unbekannten Flugobjekt zu suchen (man munkelt, dass der Ostblock in Wahrheit an der ergebnislosen Suche zerbrochen ist) – scheiterten vor vier Jahren an späteren Titelträger Griechenland, trotz über einem Dutzend hochkarätiger Chancen.

Jemand sollte den Tschechen mal die tschechische Übersetzung der Memoiren Casanovas schenken, da steht nämlich drin, wie man seine Chancen nutzt!

Die Mannschaft ist über dem Zenit und die nachfolgende Generation reicht lange nicht an einen Pavel Nedvěd heran, aber die Zwischenrunde dürfte als Minimalziel zu packen sein.

Bei Portugal, dem Vize-Europameister 2004 erinnern wir uns zuerst an ein Fußballfest, bei dem sich die Völker Europas in einem zuvor noch nie erlebten Schmelztiegel von Harmonie, Freude und Friedfertigkeit  in den Stadien und auf den Straßen und Plätzen ganz Europas trafen.

Die portugiesischen Hoffnungen bei dieser EM ruhen auf Christiano Ronaldo, sicher ein Ausnahmespieler, aber von der Klasse eines Eusébio da Silva Ferreira mindestens soweit entfernt, wie Sofitware von einer Reaktivierung bei Lycos IQ

Der große Erfolg wäre Portugal sicher einmal zu gönnen, aber spätestens im Halbfinale dürfte Schluss sein; zu mehr reicht die Qualität der Mannschaft nicht.

Wenn sie so auftreten wie vor zwei Jahren bei der WM, können wir heißblütige Jungs erwarten, die am Rande der Legalität spielen. Ein Highlight für das Deaktivierungsteam um M800 und Bushyasta.

Vielleicht meint ja auch Schwätzer Bela Rethy wieder „Portugal spielt heute mit sechs Ausländern“

Sollte es nichts aus den deutschen Titelträumen werden, bleibt uns immer noch die Türkei, vielleicht gelingt unseren Freunden vom Bosporus ja eine ähnliche Überraschung wie vor vier Jahren den Griechen. Mit einigen „Dönern“ aus der Bundesliga in ihrer Mannschaft sind sie zwar alles andere als der Favorit, aber überstehen sie die Vorrunde, traue ich persönlich dieser Truppe zu, dass sie den Prenzlauer Berg zum brennen bringt.

Franz Beckenbauer meinte „Berkant Öktan ist erst siebzehn. Wenn er Glück hat, wird er nächsten Monat achtzehn“, wir meinen, wenn er sehr viel Glück hat, wird er sich noch lange an seinen achtzehnten Geburtstag erinnern.

Um es abschließend mit den Worten von Jean-Paul Sartre zu formulieren „Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft“.

Die restlichen acht Mannschaften sowie ein deaktiviertes Team stellen wir euch am Sonntag vor, und das ist gar nicht kompliziert. ;-)

Ein schönes Wochenende und allen Interessierten viel Spaß bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft, wünscht Euch wie immer,

Euer Lycosia City-Team

Veröffentlicht in Fußball-EM 2008, Humor | Kommentar schreiben »