Verfasst von SchVVarzer Peter am 17 Juni, 2008

Fußballzeit – Europaweit, Ihr wisst schon: Trainer Joachim „Jogi“ Löw und seine Rumpelkicker in den Alpen. Jodeln mit Jogi, wie wir es die ganze Zeit schon nennen. Gegen Kroatien knapp 1:2 verloren, erst mal ausgejodelt. Das war die schlechte Nachricht – die Gute: Die Trikots konnten am Montag gegen Österreich nochmals verwendet werden, da sie kaum schmutzig wurden.
Bei aller Wertschätzung der „jungen Wilden“, die unseren österreichischen Nachbarn berechtigte Hoffnung geben, dass dort im Fußball wieder bessere Zeiten kommen könnten, der 1:0 Erfolg wurde mit Hängen und Würgen gegen ein drittklassiges Team erzielt. Wer hier immer noch von der Europameisterschaft träumt ist entweder ein unverbesserlicher Optimist oder hat von Fußball wenig Ahnung.
Aber wie unser Kaiser Franz schon so treffend sagte: „Schau´n mer ´mal , dann seh´n ´mer scho.“
Also nicht die Nerven verlieren. 1954 haben wir in der Vorrunde ja auch gegen die Ungarn verloren – sogar 3:8, allerdings mit der zweiten Garnitur. Aber vielleicht war das Team gegen Kroatien und Österreich auch die zweite Garnitur, nur Jogi hat das bisher nicht gewusst.
Aber andere haben auch Sorgen. Unsere russischen Freunde wurden von Spanien 4:1 „abgeschossen“. Ob das ohne Folgen bleibt? Gazprom wird wohl demnächst die iberische Halbinsel aufkaufen.
Aber wenigstens haben unsere Freunde, die Tulpenknicker, den Italienern die Pizza mal so richtig mit Gouda versalzen. Gerüchten zufolge soll sogar deren Trainer Marco van Basten wenigstens einmal gelächelt haben. In welche Gracht er dazu eingetaucht ist – wir wissen es nicht.
Kommen wir zurück zum Ernst des Lebens. Unser aller Kanzlerin hatte diese Woche schwer zu tun. Vielleicht hat sie sich gedacht: „Den Dreien von der Tankstelle muss ich mal wieder alles erklären“
Drei, das heißt: George „Doubleyou“ Bush, Nicolas Sarkozy und zwei Halbe: Der Beckstein Günther und der Huber Erwin. „Wir wollen die alte Pendlerpauschale wieder“ hat der Huber gesagt. „Nein!“, meinte unsere Kanzlerin. „Na gut“, hat darauf der Huber gesagt- zumindest innerlich.
Das erinnert uns an den Einbürgerungstest, der ab September stattfinden soll. Angeblich soll auch nach den Landevätern… ähm, sorry – bis dahin könnten ja auch „Landesmütter“ dabei sein – Ministerpräsidenten einzelner Bundesländer gefragt werden. Kann also gut sein, dass dann in Bayern nur die Antworten „Edmund Stoiber“ und „Franz Josef Strauß“ als einzig richtig durchgehen.
In Hessen kochen die dann sicher ein andreas… ehm, anderes Ypsilanti-Süppchen. Mal schauen welches Klima wir bis dahin in Hessen haben.
Apropos Klima. Im bayrischen Straubing sprach Frau Merkel mit Herrn Sarkozy über Klimapolitik.
Die ansonsten eher zurückhaltende Tageszeitung „ Die Welt“ schrieb: „Es heißt, sie könnten miteinander ohne sich zu mögen“. Gut. Manche von uns kennen das, für andere bei Lycos wäre dies doch mal ein Versuch wert.
Aber zurück zu unserem kleinen Franzosen. Wenn es hart auf hart kommt ist Sarko wahrscheinlich ohnehin kein ernsthafter Gegner mehr für Merkel.
Was soll man von einem Mann halten, dessen Ehefrau, Carla Bruni, in Ihrem Buch „La Véritable Historie“ (Die wahre Geschichte) schreibt: „Ich bin nie mit Kretins (Dummköpfen) ausgegangen, bevor ich ihn traf“? Doppeldeutig? Na ja.
Eindeutiger und für viele eine Erleichterung ist da schon was George „Doubleyou“ Bush derzeit macht.
Er befindet sich auf seiner Abschiedstour durch Europa. Vielen von uns fällt ein Stein vom Herzen.
Zwar möchte die EU derzeit keine amerikanischen Hähnchen ins Land lassen, aber bei einem Lame Duck (Lahme Ente) wie die Amerikaner nämlich einen scheidenden Präsidenten nennen, haben sie keine Probleme damit.
George Boys Abschiedstour tut gut, man kennt es ja von alternden Rockstars.
Und mit heavy metal kennt George sich ja bestens aus. Irak, und so.
Wie finden wir nun den Übergang von einer lahmen Ente zu einer bekannten Baumarktkette?
„20 Prozent auf Alles – außer auf Tiernahrung“, dieser aggressive Slogan von Praktiker, der mittlerweile zum Ohrwurm wurde, gerät ins Schwanken, da der Rabatt gar nicht auf das gesamte Sortiment gewährt wurde. Jetzt muss sich Praktiker möglicherweise etwas Neues für seinen Werbeauftritt ausdenken: Wie das Unternehmen mitteilte, hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine Beschwerde des Konzerns gegen ein Urteil des saarländischen Oberlandesgerichts zurückgewiesen.
Praktikers Problem: Nicht nur Tiernahrung, sondern auch die in den Filialen angebotenen Tchibo-Produkte fallen aus den Rabattaktionen heraus.
Vielleicht kann da ja unser Zwanzig-Prozent-Kurt, so wie wir Kurt Beck seit der Forsa-Umfrage Anfang Juni nennen, aus der Patsche helfen.
Ein bekannter Blogger würde sicher den Slogan „He He, zwanzig Prozent für die SPD – außer auf Kurt Beck, der ist doch bald weg“ kreiert haben.
Parteiforscher wollen aber nun herausgefunden haben, dass es aber gar nicht am dem „Praktiker Kurt Beck“ liegt, sondern an seiner Partei. Ach! Der ist auch noch in einer Partei?
Ganz unparteiisch sehen wir da unseren Bundespräsidenten.
Als Horst Köhler vor vier Jahren sein Amt als Bundespräsident antrat, war er der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Seither scheut er nicht davor zurück, sich mit Reden und Interviews in die Tagespolitik einzumischen.
So hat er sich auch jetzt wieder in das politische Tagesgeschehen, mit der Forderung die Agenda 2010 fortzusetzen, eingemischt.
Mein lieber Schwan, der Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Gut so!
Uns schwant da schon folgender Slogan der zweitgrößten deutschen Baumarktkette im Mai nächsten Jahres: „20 Prozent auf alles – Schwanenfutter kostenlos“.
20 Prozent mehr Können müssten unsere Jungs auch wenigstens am Donnerstag gegen Portugal an den Tag legen, nur 20 Prozent mehr Leistung ist zu wenig und dürfte zu 100 Prozent für eine Heimfahrkarte reichen, da helfen auch 50 Prozent Ermäßigung der Bahn nichts.
Bei einigen Kickern ist es leider so, wenn sie begriffen haben, dass zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät – dann werden sie Trainer.
Und wer nicht schreiben kann, versucht sich bei Lycosia City.:-P
In diesem Sinne allen noch eine schöne Woche und viel Spaß am Donnerstag beim Fußball.
Euer Lycosia City-Team
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