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Weblog-Archiv für 18. Juli 2008

Lycosia NEWS

Verfasst von SchVVarzer Peter am 18 Juli, 2008


Immer die gleiche Leier, immer dieselbe Musik, nur neue Zöpfe, andre Köpfe – unsere wunderbaren Politiker.
Unsere wunderbaren Politiker kämpfen sich, zum Beispiel jetzt bei G8, von Gipfel zu Gipfel. Die Radler der Tour de France tun dies auch. Während die Politiker stets die richtigen Rezepte parat zu glauben haben, arbeiten unsere Radler oft mit ganz besonderen Rezepturen.

Berühmte Menschen rennen unserer Weltkanzlerin in Berlin die Bude ein, respektive, wie Barack Obama fast das Brandenburger Tor.

Ronald Reagan – die älteren der Leser werden sich vielleicht noch erinnern: das war der Schauspieler, der acht Jahre lang durchaus erfolgreich den amerikanischen Präsidenten gab. Damals, zu Zeiten des kalten Kriegs, Reagan stellte sich in Berlin hin und rief, Gorbatschow solle das Tor aufmachen. Gut. Das besorgten ein wenig später dann die Leipziger Montagsdemonstranten.

Merkel meint jetzt zu Obamas Ansinnen erstmal: Ach, du kriegst die Tür nicht zu. Tor bleibt für Obama vorläufig geschlossen. Weil: Es zieht. Es zieht die konservative Kanzlerin wahrscheinlich eher zum konservativen Präsidentschaftskandidaten McCain hin. Obwohl Frau Merkel der Mister Schwarzenegger vom Namen her sicher noch genehmer wäre.
Ach ja Österreich. Die EM ist zwar (vorbei) gelaufen, aber im Blickpunkt stehen unsere alpenländischen Schluchtenjodler weiterhin.

Erst: Diese Österreicher aus der Provinz! Da hätten wir den Ami-Arnie, „der wos in der Steiermark das Licht der Bodybuilding-World erblickte“, um im Slang zu bleiben. Sodann wurde er „Conan, der Barbar“, „Terminator“ (Hasta la Vista, Baby – nimm schon mal Platz auf dem Stuhl, hier geht alles schnell und elektrisch) und schließlich Gouverneur von Kalifornien. Sowas nennt man Rollenzusammenführung – könnte man glauben.

Jetzt deutet sich eine Seelenverwandtschaft an zum Löscher Peter, der in Kärnten geboren wurde und Vorstandschef von Siemens ist. Auch der Löscher fing angeblich ganz harmlos an, seine Mutter Ines hat dem Berliner „Tagesspiegel“ erzählt, er habe auf dem Bauernhof nahe Villach im Stall geholfen. Das erinnert uns schwer an die „Heidi“-Saga, wir wissen nur noch nicht, wer dann die Rolle des Alm-Öhis spielen soll, vielleicht der geschasste Österreichische Bundeskanzler Gusenbauer.
Der Peter sei gerne Ski gefahren berichtete Mutter Löscher weiter. Jetzt scheint er eher Schlitten zu fahren, und zwar mit der Belegschaft von Siemens. Einige wenige von denen, so um die knappe 17.000 weltweit, will er feuern.
„Hasta la Vista, Baby“.

Und dann: Große Koalition habe fertig. Oder, um es mit dem Wiener Schmäh auszudrücken: Küss die Hände – Ende.

Ach ja, diese Österreicher! Eine aparte Ausdrucksweise kann man ihnen wirklich nicht absprechen.
Der Löscher hat sein Management als „Lehmschicht“ bezeichnet. Sehr kreativ. Da müssen wir doch direkt an Claire Waldoff (1884 – 1957) denken, in den zwanziger Jahren in Berlin berühmte Chanteuse und Vorkämpferin der Lesben-Bewegung: „Wer schmeißt denn da mit Lehm – der sollte sich was schäm‘…“

A propos Chanteuse. Unser Freund, der kleine französische Präsident, hat immer wieder lustige Sachen auf Lager. Medienmäßig macht er derzeit schwer den Affen. So hatte letzte Woche Donnerstag der Anchorman des französischen Fernsehsenders TF1, seit Jahrzehnten eine Ikone der Branche, seinen letzten Arbeitstag. Er hatte einen tödlichen Fehler begangen: Er hatte Sarkozy kritisiert. Und wir dachten immer, so was dürfte nur Berlusconi.
Andererseits hat’s der kleine Chauvi… Pardon, der kleine Sarko auch nicht leicht. Seine aktuelle Frau Carla Bruni singt öffentlich. Nun kann man zwar sagen, dass dies immer noch besser ist, als wenn unsere Kanzlerin strippen würde. Aber Nein! Das geht nun wirklich zu weit.

Also zurück zu wirklich interessanten und schönen Frauen, unserer Carla Bruni. Wenn das Schule macht, dass Partnerinne/Partner berühmter Menschen öffentlich singen, hätten wir da noch ein paar Vorschläge.
Für die Freundin von Osama bin Laden, wenn er eine hat: „Sympathy For The Devil“. Für die Frau von Horst Seehofer: „Nur nicht aus Liebe weinen – es gibt auf Erden nicht nur den einen“. Zur besseren Hälfte von Klaus Wowereit könnte passen: „Ein Freund, ein guter Freund“. Bei Horst Köhler denken wir sofort an: „Schwanenkönig“. Verdient hat sich Gerhard Schröder: „Es geht eine Träne auf Reisen“. Für Angela Merkel singt Udo Lindenberg: „Mädchen aus Ost-Berlin“.
Special für Kurt Beck: „Spiel mir das Lied vom (SPD) Tod“. Und für den Lebensgefährten von Guide Westerwelle: „Ich hab‘ den Frosch geküsst“.

Last but not least fanden wir für die Lycos-Community: „Keine Panik auf der Titanic“. Die Weihmichler Version wäre dann sicher „Ein ehrenwertes Haus“.

Ach ja, um ein Haar hätte ich es fast vergessen: in Weihmichl hat die Platte von Freddy Quinn „Junge komm bald wieder“, schon tiefe Spurrillen.

Veröffentlicht in News der Woche, Politisches, Satire | 18 Kommentare »