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Blogs – Bloggen bis der Arzt kommt?

Verfasst von SchVVarzer Peter am 19 März, 2009

In seiner ursprünglichen Definition ist ein Blog ein endlos geführtes Tagebuch, mit erheblich meinungseingefärbter Note, durch den unmittelbar mit seiner Person verbundenen Blogbetreiber. Wer bei „Tagebücher“ nun gleich an Konrad Kujau und seine gefälschten Hitlertagebücher denken muss, mag auf den ersten Blick vielleicht den Eindruck eines Schelms vermitteln – aber liegen bei zahlreichen Blogs Wahrheit und Lüge wirklich weit auseinander?

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Was für ein Sinn, welcher Nutzen stecken also dahinter – teilweise bis der Arzt kommt – zu bloggen?

Böse Zungen behaupten, der einzige Nutzen, den Blogs bringen, ist das Füllen des Internets mit unnützen Texten und Beiträgen zu Themen die keinen Menschen interessieren, somit das Erschweren der gezielten Suche nach wirklich nützlichen Informationen.
Dies mag auf eine Vielzahl der Blogs, insbesondere – aber nicht nur auf jene mit der Lycos-Duftmarke – zutreffen. Ob die Blogs um Lycos jemals eine Bereicherung waren? Ich meine, nimmt man eine kleine Gruppe Despoten, (da schließe ich mich nicht aus) die locker in jedes Wirtshaus passen würden, aus: NEIN! Und dennoch können es diese zänkischen Geister nicht lassen zu bloggen – ein wahres Phänomen.

Blogs die sich mit Medien welche das Bloggen erst ermöglichen, also Hardware, Betriebssysteme, Internet etc. befassen, stellen sicher die ein oder andere hilfreiche Information bereit, gerade ich als Neu-Mac-User habe davon schon öfters partizipiert und profitiert, aber schaut man sich die ganzen Blogs der Götter um Apple/Mac, Linux-Bastler und Microsoft-Masochisten ein wenig genauer an, fühlt man sich um Jahrzehnte in eine Zeit zurückversetzt, als man pickelgesichtig Superman oder Micky Mouse las, und Präservative noch als Werkstoff des Installateurs zum Abdichten von Rohren hielt. Gegen die Streitigkeiten dort heben sich das ehemalige Lycos-Forum und die Blogs um Lycos als Diskussionsplattformen mehrfach promovierter Theologen ab.

Bloggen kann aber durchaus Sinn machen, nämlich, sowohl für kleine, als auch für große IT-Unternehmen.

Für kleine Unternehmen dienen Blogs dazu, neue Kunden durch Online Marketing zu gewinnen, da man mit Blogs plus wertvollen Content recht easy Links aufbauen und somit auch Besucher generieren kann. Auch Social-Media-Marketing ist durch Blogs interessant geworden. Für große Unternehmen sind Blogs ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung, in etwa wie E-Mail-Marketing. Besucher können über Neuigkeiten (zum Beispiel neue Produkte) informiert und zu neuen Käufen bewogen werden.

Hier hängt der Erfolg nicht allein von der investierten Zeit und Arbeit ab, sondern auch von Faktoren wie den Themen der Blogs, Qualität der Content, Connections mit anderen Bloggern usw. Wer einen richtigen Nischenmarkt findet, der kann mit Blogs sogar Geld verdienen – je nach Nische und Geschick sogar recht ordentlich.

Für den Business Bereich darf man also bedenkenlos konstatieren: Bloggen, mit entsprechendem Know How, wie ich wann und wo, was platziere, macht durchaus Sinn!

Persönliches, privates Bloggen, denke ich, hat zum einen als netter, teilanonymer, kostengünstiger – wenn man die investierte Zeit mal abzieht – und manchmal informativer und innovativer Treffpunkt zum Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten, wenn auch nicht immer Gleichdenkenden, seine Berechtigung als moderne Form von Zeitvertreib im Internet.

Ob damit aber auch etwas bewegt werden kann? Ich denke, ohne die emotionale Komponente eines direkten Gesprächs oder einer Begegnung wohl eher nicht. Und damit meine ich natürlich auch die so oft angesprochene und bemühte potentielle Klientel des wie auch immer definierten „intellektuellen Mittelstandes“.

Ich lese zwar keine Superman-Hefte mehr, da ich mittlerweile ein solcher für meine Frau bin, Micky Mouse nur noch heimlich, wenn ich mich unbeobachtet fühle, und welcher Art „Rohrdichtungen“ Präservative nun wirklich sind, muss mich auch nicht wirklich interessieren, würde ich es doch in wenigen Stunden wieder vergessen haben und außerdem hat der Papst sie eh’ verboten. :-D
Also mache ich einfach das weiter, was ich nie konnte und nie lernen werde: BLOGGEN!!! ;-)

Die ob dieser Drohung Suizidgefährdeten unter den Lesern kann ich allerdings ein wenig beruhigen. Da ich nicht immer Zeit und Muße habe oder finden möchte, meinen geistigen Müll hier abzuladen, und mich nicht wie andere ausschließlich darauf beschränken werde, interessante Themen aus dem Internet (Links) mit drei Sätzen kommentiert als Diskussionsgrundlage einzustellen, sondern unter Zuhilfenahme meines Restverstandes noch ein wenig Input abliefern möchte, werden sich meine Beiträge in Grenzen halten.

In diesem Sinne sage ich all meinen Freunden: „bleibt mir gewogen“. Denen die mich nicht mögen (Feinde wäre der fasche Begriff, denn ICH pflege keine Feindschaften, allerhöchstens Auseinandersetzungen) sei gesagt: „Bitte bleibt mir erhalten, sonst macht es doch gar keinen Spaß mehr“ :-) , ich verspreche auch, „mein Recht“ zur „Dummheit“ nicht mehr grenzenlos auszuschöpfen.

Ach ja, noch was: Natürlich schaue ich des Öfteren in alle Blogs rein, wäre doch schade, wenn ich meine Beerdigung verpasse. ;-)

SchVVarzer Peter


4 Antworten zu “Blogs – Bloggen bis der Arzt kommt?”

  1. Mac 5 sagte

    Ich habe vieles gelesen in zahlreichen Blogs, in die ich über Google zu den unterschiedlichsten Themen gestolpert bin, ich sage das, ohne zu schmeicheln, Deiner gehört zu den Highlights der Wortwahl.

    Auch in der Konsequenz Deines Intellekts bist Du nicht jedem verständlich. Das liegt am Verstand. ;-) )

    Manche Festplatten kann man auch dann nicht essen, wenn sie nicht virenverseucht sind. Der Kellner entscheidet, was er aus der Küche serviert. Ein gutes Essen wird er jedem Koch abnehmen, auch wenn der ein schmutziges Handtuch über die Schulter geworfen hat. Dem frisch gebadeten Liftboy vor der Pfanne gegenüber wird er sich nichts anmerken lassen, wenn dessen Kartoffeln anfangen zu kokeln, wenn dieser die Nase zu hoch trägt.

    Liebe Grüsse nach Määähntz

    GLG MC-5

  2. Mac-Zeppelin sagte

    Hi Peter, danke für die Einladung. Sieht ganz nett aus, schaue mir alles später mal in Ruhe an. Kaum hast du paar Monate nen Mac, machst du schon die Schau wie ein Alter, aber Microsoftmasochisten finde ich gut. ^^ Recht hast du schon, wie die sich hier bei uns im Forum in der Wolle haben, ist nicht mehr feierlich. Sollen die sich doch freuen den richtigen Computer zu haben und die armen Microsoftmasochisten in Ruhe lassen. Geil das Wort. Hast du dir schon EyeTV 3.1.1 runtergeladen? Das Arbeiten ist nun deutlich flotter geworden und die Filme werden auch nicht mehr hinten abgeschnitten, wenn es zu viele Kapitel sind.
    Melde mich wieder, bye Du Superman du, hihi

    GLG
    Andy

  3. Lieber emmsiefeif, genau das und nichts anderes wollte ich lesen *grins*

    Im Ernst: Ich finde viele von uns nehmen sich viel zu wichtig und erst Recht die (geschliffene) Ausdrucksweise. Es ist sicher schön mit Worten jonglieren zu können, sie je nach Situation und eigenem Gusto als Speerspitze einer verbalen Waffe oder Amore-Pfeil zielgerecht in Herz und Seele des Gegenüber zu setzen. Worte sind die gefährlichste und zugleich einzige Waffe die den Menschen ohne sichtbare Spuren töten lässt- ohne Waffenschein und rezeptfrei. Worte sind mächtiger als alles andere was der Mensch bisher zu schaffen in Lage war. Manchmal höre ich Menschen gerne beim Schweigen zu …

  4. Andy, Du bist ja schneller als der Schall. Danke für den Kommentar und dein Interesse!
    EyeTV 3.1.1 habe ich schon downloadet und installiert. Werde morgen einen Film aufzeichnen und brennen, mal schauen ob es dann funzt. Auf jeden Fall berichte ich Dir. Gespannt warte ich darauf, dass Du das neue MacBook Dein Eigen nennen darfst, objektive Ergebnisse über die Laufzeit des neuen Akkus interessieren mich auf jeden Fall.8 Stunden wäre optimal, aber mit 7 Stunden könnte ich auch noch gut leben. :-)

    LG
    Peter

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