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Weblog-Archiv für 20. März 2009

Althaus wieder Spitzenkandidat – die richtige Entscheidung?

Verfasst von SchVVarzer Peter am 20 März, 2009

Dieter Althaus zum Spitzenkandidaten gekürt

Das Wort „Schuld“ kam dem thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus -jedenfalls soweit öffentlich bekannt – bis dato (noch) nicht über die Lippen, obwohl sogenannte „Lippenbekenntnisse“ zum täglichen Geschäft unserer Volksvertreter gehören. Von „Verantwortung“ spricht Herr Althaus im Zusammenhang mit dem von ihm verursachten Tod der 41-jährigen slowakischen Skiläuferin Beata Christandl, davon, dass ihn dieser Vorfall geprägt habe, auch wenn er sich nach eigenen Aussagen an nichts erinnern kann. Wollen wir das einfach mal glauben, wohl wissend, dass Politiker  im allgemeinen doch gerade davon geprägt sind – wenn es darauf ankommt, sich an nichts mehr erinnern zu können.
Politisch geprägte Erinnerungslücken  zu unterstellen wäre in diesem Fall dennoch unangebracht und fehl am Platz,  ist dies doch angesichts des schweren Schädel-Hirn-Traumas medizinisch betrachtet kaum verwunderlich.

Dieter Althaus wird sich mit dem Vorfall irgendwann auch gefühlsmäßig beschäftigen müssen. Ein Mensch ist durch sein fehlerhaftes Verhalten ums Leben gekommen, ein Mann wurde Witwer und der 1-jährige Sohn der verunglückten Halbwaise, dies wird ihn unweigerlich nach allen psychologischen Kenntnissen  einholen.
Von der Österreichischen Justiz wegen verlässiger Tötung verurteilt, hat er den Urteilsspruch des Gerichts  bereits angenommen.

Mit überwältigender Mehrheit wurde er nun in Abwesenheit von der thüringischen CDU als Spitzenkandidat für die nächste Landtagswahl nominiert. Als Ausdruck von Loyalität in einer solch schwierigen Situation, in der Dieter Althaus wohl noch nie steckte, ist dies sicher ehrenwert und menschlich das einzig richtige Zeichen seiner Partei. Aber auch politisch? Haben seine Parteifreunde, die Führungskräfte der thüringischen CDU aber wirklich ernsthaft geprüft, ob Althaus für sein Land, für die Menschen dort und schlussendlich auch für seine Partei nach allem, was sich ereignet hat und vor allem angesichts dessen, was im persönlich-psychologischen Bereich noch aufgearbeitet werden muss, dauerhaft und zukunftsorientiert die richtige Besetzung für ein solch hohes Amt ist?
Ist Dieter Althaus, der fahrlässig den Tod eines anderen Menschen zu verantworten hat, dafür von der österreichischen Justiz auch hart betraft wurde, aber selbst noch immer nicht von Schuld spricht, moralisch integer genug, gerade in Krisenzeiten, ein Bundesland zu führen?

Berechtigte Zweifel sind sicherlich mehr als angebracht.

Aber selbst wenn Herr Althaus zu seiner einstigen psychischen Stärke (politisch hat ihn ja seine Partei mit ihrem klaren Votum gestärkt) zurück finde sollte, so bleibt doch die Unwägbarkeit, was passiert, wenn seine Erinnerung vollständig zurückkehrt.
In schwere Depressionen verfallen,  das Leben und den privaten aber auch politischen Alltag nicht verkraften zu können, wären die fatalen Folgen für das Land mit seinen Menschen aber auch für die CDU im Besonderen und die Politik im Allgemeinen.

In einer Zeit in der das Land wie die übrige Welt von einer Rezession bedroht ist, bedarf es einer Führungspersönlichkeit, die voller Kraft ist und all seine Sinne dauerhaft und zuverlässig beisammen hat.

Die CDU, das Land Thüringen und Dieter Althaus wagen sich auf einen schweren Weg.

Ob diese Entscheidung richtig war, lässt sich hier und heute schwer beurteilen, so bleibt uns nur, Herrn Althaus für die psychologische Bewältigung als auch für seine private-, und im Sinne der Menschen des Landes Thüringen, politische Zukunft alle Gute zu wünschen.

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The day after tomorrow … – von Schrankdackel

Verfasst von SchVVarzer Peter am 20 März, 2009

The day after tomorrow – oder Nachlese zu Lycos

Wir schreiben das Jahr 2029, die Internet-Wissensplattform Lycos iQ ist schon lange Vergangenheit und nur selten noch erhält man, sucht man im Internet nach etwas bestimmten, einen Treffer mit dem Hinweis auf diese alte Wissensplattform.

Da kommt einem irgendwann zwangsweise die Frage in den Sinn, was ist eigentlich geworden aus den damaligen Usern und vor allem, was ist geworden aus den heiß geliebten Moderatoren?

Ich habe weder Zeit noch unnütze Kosten gescheut und einmal recherchiert, erstaunlich was dabei heraus gekommen ist!
Selbstverständlich war es mir nicht möglich, zu ermitteln was aus ALLEN geworden ist, dennoch habe ich in Erfahrung gebracht, wie es den bekanntesten Usern und Moderatoren so ergangen ist, oder sagen wir – ergangen sein könnte.

Allen voran *hehe* – Sofitware, als deaktivierter User erlangte er wohl mehr Bekanntheit, als zu seinen aktiven Zeiten in LiQ – er hat sein berühmtes senffarbenes Sakko in einen weißen Sack für Kleiderspenden gesteckt, da es für ihn Zeit wurde, sich vom alten Muff zu befreien.
Eine Zeitlang schrieb er unter dem Synonym FALLEN ANGEL für National Geographics. Sein letzter Artikel „Reisen in die Vergangenheit, lohnt sich das überhaupt?“ war jedoch nur ein mäßiger Erfolg, versteht sich von selbst, wen interessiert es in der heutigen Zeit noch, was 2008/9 bei LiQ passiert ist?
Sein neuestes Projekt befasst sich mit einem Hilfsfond für verwaiste, ehemalige Moderatoren von Lycos – auch hier erscheint mir der Erfolg doch eher zweifelhaft.  :-D

Kommen wir zu einem User, der im Jahre 2009 ob seinem übermäßigen Humor dauerhaft deaktiviert wurde: Gruftie65
Er hat sich, angelehnt an seine gruftige, humorige Art einen Job als Schreiber für Büttenreden im Düsseldorfer Karneval organisiert – ok, der Düsseldorfer Karneval ist eh’ ein Fall für sich und doch eher Geschmackssache, da von der falschen Rheinseite …
Auf jeden Fall ist er heute das, was er damals angab zu sein – ein GRUFTIE. ;-)

Der zynische Hiob hat ein trauriges Ende gefunden. Da er ein fanatischer Liebhaber der lateinischen Sprache war und diese Sprache heute mittlerweile als tote Sprache gilt, hat ihn irgendwann der Wahnsinn heimgesucht, und er hat seinem Leben selbst ein jähes Ende gesetzt. Laut Augenzeugen sollen seine letzen Worte:  Brenne Lycos, brenne! – gewesen sein.
Bushyasta soll ihm übrigens, als stets treuer Gefährte, seine Pfeife als Tränenvase gereicht haben.

Womit wir nun nahtlos den Übergang zu  Bushyasta, dem ewigen Studenten hergestellt haben. Er ist von seinen Eltern enterbt worden, da sie es nicht mehr einsahen, dass er sich auf ihre Kosten ein laues Studenten-Leben machte; zwar hat er noch versucht, sich aalgleich  mit Ausreden heraus zu winden, jedoch ohne Erfolg. Letztendlich musste er einen 1€-Job bei der Stadt annehmen, um wenigstens noch seinen Pfeifentabak und eine neue Pfeife bezahlen zu können (die alte war leider nach dem warmen Erlebnis mit seinem besten Freund auf der Strecke geblieben), leider ist es auch heute noch so, dass Führungspositionen nur sehr selten an Studiums-Trödler ohne Abschluss vergeben werden, vielleicht sollte man das mal in einem Symposium für Philosophie ausdiskutieren? Thema: Arbeit adelt – ich bleibe lieber bürgerlich.

Da hätten wir dann noch unseren Bordarzt vom Traumschiff  iQ-Suprise:
„Pille“ alias Hartmut006, er lässt sich heute in einem getunten, goldfarbenen Rollstuhl, mit Cabrioverdeck, von seiner Enkelin im Altenheim durch die Gänge schieben.
Wobei sich bei ihm eines nicht geändert hat, an guten Tagen ist er Hartmut, an anderen besteht er darauf, Cäsar, Paulchen Panther oder gar Charlie’s Tante zu sein. Ach ja, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass er sich vorn an seinem Rolli einen Schutzschild hat anbringen lassen, damit er abgeschirmt ist gegen die Angriffe von geistigem Diarrhö, der anderen Heimbewohner. :-D

Der schwarze Peter, jener Pinselschwinger aus Laubenheim, hat sich wider erwarten nicht darauf verschworen, alles schwarz zu malen – er soll, so Gerüchten zufolge, nach Afrika gereist sein, auf der Suche nach der Gruppe von Aleeke (http://lycosia.wordpress.com/2009/03/07/aleeke-oder-2000-jahre-spater/), weil er noch immer an das Gute im Menschen glaubt.
Bekannt ist allerdings auch, dass man ihm auf einem Treffen der ehemaligen User von iQ einmal gefesselt hat, um ihm sein freches Mundwerk mit einem Kilo Seife auszuwaschen.
Tja, ein umfangreiches Wissen ist noch keine Weisheit und sowas kommt von sowas. :-D

Schrankdackel hat sich bei einem Kieferchirurgen eine Reihe Stahlzähne anfertigen lassen, damit sie bei ihren Wadenbissen nicht mehr so schnell abgeschüttelt werden kann. Ja, ja auch ein Schrankdackel kommt in die Jahre. Allerdings sei gesagt, dass ihr Gekläffe noch immer weit über den heimischen Gartenzaun hinaus zu hören ist.

Honorata hat bei einem von Aldi veranstaltendem Käsekuchen-Wettberb irgendwann mal den 1. Preis gewonnen.
Zusammen mit WideBlueSky soll sie die Sekte der „Degenerierten Lycostreuen“ gegründet haben.
Man munkelt allerdings, dass sie in ihrem „Verein“ die beiden einzigen Mitglieder sind …

Rhus-toxic hat die Schließung von LiQ nie ganz verwinden können, noch immer trauert er seinem Traum-Job Moderator hinterher. In seiner Verzweiflung schrieb er seine Memorieren „Meine Erfolge als Moderator bei Lycos iQ“ und druckte diese 100.000-fach, in der letzten Woche wurde er auf dem Hamburger Fischmarkt gesichtet, als er versuchte dort sein Werk an den Mann zu bringen – immer noch in der stillen Hoffnung, dass es denn dann doch nach so vielen Jahren, eventuell noch ein Bestseller wird oder wenigstens den Gutenbergpreis verliehen bekommt.

Vom Kosmopoliten und zänkisch provokanten Waschweib Ironsofa konnte man zuletzt in der Presse lesen, dass er auf einer seiner unzähligen Reisen verschwunden ist, weil er in Frankreich – seinem Heimatland – nicht in der Lage war, in seiner Muttersprache nach dem Weg zu fragen. Nun wir wollen mal nicht kleinlich sein, es gibt Dinge, die kann man ohne weiteres verkraften. :-D

M800 hat nach Erreichen des Rentenalters eine  Motorrad-Gang gegründet, wobei er sich mittlerweile darauf beschränkt im Beiwagen mitzufahren, da seine rechte Hand doch durch Arthrose (die Ärzte sagen, dies käme durch zu häufiges Drücken des Deaktivierungsbuttons, zu iQ-Zeiten) zu arg geschädigt sei, als dass er noch in der Lage wäre, selbst zu lenken. Allerdings macht er immer noch die Marsch- bzw. Routenpläne, denn auch heute noch liebt er es, zu bestimmen wo es lang geht.

Quatermass hatte, so erzählt man sich,  irgendwann eine Maß zu viel und hat sich kurzerhand entschieden, sich nun vollständig den Klingonen anzuschließen, denn die sprechen nicht nur so wie er zu später Stunde bei Lycos iQ immer schrieb – nein sie bergen in sich die gleichen Eigenschaften, die er sich zu eigen gemacht hat: sie sind gemein, bösartig und hinterhältig – aber wer war das nicht irgendwann in guten alten Lycos-tagen?

Erinnert sich noch jemand an Mibi, den jungen Burschen, der jeden siezte und über Nacht durch das kopieren von Links zum Einstein wurde?
Er ist heute mit 33 jüngster Prof. Dr. Dr. Dipl.-Journ. – allerdings behaupten böse Zungen, er hätte diese Titel kopiert – ich sage: Frech kommt weiter!

Dann gab es noch einen Gast, der sich später Teefilter nannte und sich mit folgender Frage unvergessen machte:


Ist die Bewerbung in Ordnung?

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum Kaufmann im Einzelhandel

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Kumpel hat gesagt, dass sie ausbilden, deswegen möchte ich mich bei Ihnen um eine Lehrstelle bewerben.

Ich gehe noch zur Schule, also 8. Klasse, höre aber jetzt auf, weil mir das zu anstrengend wird.

Ich hab sogar schon ein Praktikum in einem Geschäft gemacht, wo ich aber nur im Lager arbetien durfte. Das hat mir aber ganz gut gefallen. War ganz lustig so… Ich bin Raucher und deswegen bewerb ich mich in Ihrem Zeitungsladen. Da ich auch nicht sehr anspruchsvoll bin, denke ich, dass Ihr Geschäft genau das richtige für mich ist.

Zum Bewerbungsgespräch kann ich immer von ca. 15 bis ca. 20 Uhr kommen, weil ich meist nicht vor 12 Uhr von der Schule zurück bin.

Mit freundlichen Grüßen

(Verfasser: Gast/Teefilter)

Er hat nicht nur den Ausbildungsplatz bekommen, er hat den Kiosk sogar übernommen und bildet auf unkonventionelle Art und Weise heute selber aus:  Er lässt arbeiten. :-D

Nun zu guter letzt noch unser WAHRER Einstein hoch-irgendwas, Grandpa Wolf, er hat ja damals bei einem Punktestand von 111.111 aufgehört Fragen zu beantworten – Recht hatte er, denn eines ist doch jedem bekannt: Die Bereitschaft, auf alle Fragen zu antworten,
ist ein untrügliches Zeichen der Dummheit.
Nein, Spaß beiseite, er beantwortet heute mit unermüdlicher Energie die Fragen seiner zahlreichen Enkelkinder und dies zeugt nicht von Dummheit, sondern von grenzenloser Geduld, na ja – wer sich so lang bei LiQ darin geübt hat, zu versuchen auch die dümmsten Fragen zu beantworten, dem sollte dies nicht allzu schwer fallen.  ;-)

Wie auch immer wir es drehen, MORGEN ist HEUTE schon GESTERN!
Darum beachte: Gott gebe allen, die wir kennen,
zehnfach zurück, was sie uns gönnen. :-D

LG

Schrankdackel

Veröffentlicht in Humor, Lycos/Lycos IQ, Satire | Verschlagwortet mit : , , , , , , , , , | 13 Kommentare »