Glaubenskrieg – Windows oder Apple/Mac?
Verfasst von SchVVarzer Peter am 26 März, 2009

Glaubt man Marktforschern, steht Apple, nicht nur mit dem iPhone, sondern auch mit seinen Rechnern eine rosige Zukunft bevor. Das Design ist recht gelungen und kommt beim Kunden, gerade wegen seiner Schlichtheit, insbesondere aber wegen seiner Funktionalität, gut an. Die Leistung ist in allen Belangen auf gleicher Höhe oder gar über der von Microsoft, das Betriebssystem OSX aber Microsoft immer noch weit überlegen, und Dank des Umstiegs auf Intel und weiterer, früher ausschließlich dem PC vorbehaltener Hardware, lassen sich nun auch für den Laien problemlos Leistungsvergleiche anstellen – man muss nicht mehr Apple mit Birnen vergleichen, steht man vor einer Kaufentscheidung.
Aber warum der „DOSe“ wie Microsoft Betriebssysteme (OS = Operation System), die früher noch auf MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) aufbauten, mittlerweile aber den NT-Kernel nutzen (ursprünglich als Codenamen „N-Ten“, später in „New Technology“ umgedeutet, im Weiteren Windows 2000/XP/Vista und demnächst wohl schlicht Windows 7) von Mac-Usern gerne spöttisch genannt werden, Adieu sagen und auf Apple/Mac umsteigen- nur weil die Jünger Steve Jobs’ uns dies täglich vorbeten?
Ich persönlich, seit 1986 mit Unix, DOS, Windows und Linux vertraut, kannte zwischenzeitlich fast jeden Bug von Microsoft mit Namen, Uhrzeit des Erscheinens, Auswirkungen und Optionen des Debuggens, einschließlich meiner Nervenzusammenbrüche und aller Therapieren, in deren Folge ich immer wieder neue, meist Rezeptpflichtige, (teure) Software zu kaufen hatte, die mich schlussendlich doch wieder auf die Couch eines „Windows-Psychologen“, zumindest aber zu einem teuren kostenpflichtigen Support, brachten.
Warum also die Braut auf den Mond schießen, die man in- und auswendig zu kennen scheint, nur weil einem da so ein teures Luxusweibchen namens Mac suggeriert, zuverlässiger alltagstauglicher, schlanker, weniger (Speicher) hungrig und garantiert kein Kunstgebilde voller Silikon (LED’s und unnötiger Buttons) zu sein?
Ich liebe doch mein Windows, die (zugegebenermaßen) kaum noch auftretenden „Blue Screens“, das ständige Aufhängen irgendwelcher Programme und dem meist damit verbundenem Neustart des Rechners. Ich schätze den Minutenzeiger meiner Uhr, der mich alle fünf Minuten daran erinnerte, meine Arbeit zu speichern, damit diese mir bei einem Systemabsturz erhalten bleibt. Und wie sehr liebe ich doch diese Hacker, Kracker, Kacker oder wie immer sie sich nennen, mit ihren immer wieder innovativ auf Microsoft zugeschnitten Viren, welche mir aufzeigen, dass ich doch mal wieder 100 Euro für den falschen Virenschutz ausgegeben habe. Ganz zu schweigen von diesem „Wow-Effekt“, welcher Dienst nach dem Aufwecken aus dem Ruhezustand mal wieder eingestellt wurde.
Microsoft hat mir so viel Freude bereitet, ich konnte mich erfolgreich um die Erziehung der Kinder – oder waren es Hunde, ich weiß es gar nicht mehr genau – drücken, schließlich war ich doch ständig gezwungen Windows neu aufzuspielen, zumindest aber stundenlang zu debuggen, was dem gleich kam, Sonntagsspaziergängen wich ich galant aus, das Microsoft Servicepack XXX mit 188 nachfolgenden Downloads wollte doch downloadet und installiert werden. Sex? Um Gottes willen! Da lies sich immer ein „fatal error“ vorschieben, zur Not war man gerade bemüht Bill Gates persönlich auf seiner Sprachbox zu erreichen – sozusagen Sex auf seiner vollendeten Ebene. MS eben, oder SM? Der Übergang scheint fließend.
Und plötzlich kommt da so eine sauteure „Dame“ daher, behauptet, alle Kosmetik, Schminke, Wonderbra’s und Silikonkissen seien nur Augenwischerei und letztendlich Zeitvergeudung an die falsche Braut. Zugegeben, sie wirkt, wenn auch ein wenig schlicht, - seriös, elegant geformt, keine Kurven die etwas zu versprechen scheinen, dass nicht „alltagstauglich“ wäre. Eine wahre Verführung, ich gebe es unumwunden zu.
Aber dafür meine treue „Hure“ verlassen, die mir jahrelang ihre künstlichen Ti…. zeigte, ich diese aber nie wirklich anfassen durfte, ohne zumindest drei Mal in Folge den Reißverschluss ihres Gehäuses hoch- und wieder runter gezogen zu haben, um zu verifizieren, ob noch alle „Steckkarten“ in der richtigen „Buchse“ stecken?
Nennen wir es Zufall. Ich musste aus versicherungstechnischen Gründen in einem relativ kurzen Zeitfenster 2.000 Euro für ein neues Notebook investieren. Ungefähr 25 auf MS-OS basierende Notebooks gingen im Laufe der Jahre durch meine Hände, vier davon nannte ich just zu diesem Zeitpunkt mein Eigen. Vier Microsoft Notebooks! Heute weiß ich, dass ist ungefähr so, als möchte man Jenny Elvers, Daniel Kübelböck, Verona Ackermö…, ähm, Pooth und Hella von Sinnen gleichzeitig zuhören und entertainen.
Einen iPod, ein iPhone und einen iSchrankdackel (meine Frau) hatte ich ja schon. Eieiei, dachte ich mir, da fehlt noch ein „i“.
Erleichtert wurde mir meine Entscheidung durch M800, diesem Tausendsassa von Moderator bei Lycos iQ. Dieser Mann war immer präsent, nie versagte sein Computer, jeder Schuss ein Volltreffer, selbst wenn der Server von Lycos „down“ lag, M800 war mit seinem Mac da und deaktivierte was das Zeug hielt. Spätestens jetzt war mein Entschluss klar, diese Braut muss ich auch haben.
MacBook Pro heißt nun meine „elektronische Braut“ , ihre wohlgeformten Rundungen nennt sie, bescheiden wie sie nun mal ist, 17“ Unibody. Neun Monate sind wir schon ein Paar. Ja liebe Leser, richtig kombiniert, Nachwuchs haben wir auch schon. In guter alter Tradition, nannten wir den kleinen „iMac“, mittlerweile ist er schon 24“ groß und wenn alles gut geht, bekommt er im Frühsommer noch ein Geschwisterchen …
Ich gebe zu, die neue Braut war nicht ganz preiswert, sie mochte ihren Garten (Software) gepflegt haben, auch das Haus (OS) braucht von Zeit zu Zeit einen neuen Anstrich, aber mein Leben ist, seit ich sie kenne, um vieles angenehmer, unbeschwerlicher, reicher und leichter geworden.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen: Mein ultimatives, bestes und einzig wahres „Betriebssystem der Welt heißt „Schrankdackel“ (Janine) und dieses tausche ich gegen NICHTS auf der Welt.
Und hier geht es zu den 10 Mac-Mythen
10 Mac-Mythen




Schrankdackel sagte
Bluescreen, Neustart, Totalausfall …
Wenn ich die vergangenen Jahre Revue passieren lasse – stimmt alles.
Himmel! – Ich vergaß, es geht hier um das Betriebs-System eines Computer – bzw. des allgegenwärtigen und hochgepriesenen APPLE!
Was ich mir nicht alles schon anhören musste über dieses unfehlbare Betriebs-System!!!
Apple, Apple über alles!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und auch die ständigen Versuche, mich davon zu überzeugen, dass es sich doch um das ultimative Nonplusultra handelt!
HA!!!!! – Keinen Nummernblock kann man da bekommen, das „Outlook“ ist grau – so empfinde ich es zumindest – keine bisschen Farbe – nicht mal ein klitzekleines Bisschen!!!
Das Leben ist BUNT uns so will ich auch meinen PC!
Will keinen Appel in bunte Eierschalen packen um dies zu erreichen und ich will mir auch kein Handy (Telefonzelle im Trolly-Format) anschaffen, damit ich mit einem Upgrade dieses nun dann doch – via Bluetooth einen Nummernblock bekomme – warum auch?
Ich arbeite mit MS – Bluescreen hab ich nur zu Zeiten von Win 98 erlebt – das ist doch längst passe`!
Trotzdem höre ich tagtäglich:
Apple ist geil, Apple Apple über alles!
Da bekommt man (Frau auch) doch auf Dauer einen am Appel!!!
Aber was so ein rechter Schrankdackel ist, der hält solche Lobeshymnen auf so ein spartanischen Computer aus, der steckst das weg – wie nix!
Ein Schrankdackel lässt sich auch in einem Apple-Store verscheißern:
Sie fahren nur einen Toyota? – Ja das ist auch ein Auto …
Ich sage nur:
Solang es für den Lamborghini (so sehen ihn die Apple-User) unter den Rechnern keinen serienmäßigen Nummernblock, keine Farbe nach Wahl und keinen Karten-Slot gibt, lasse ich mich gern auf den Arm nehmen – das geht nämlich mit Schrankdackeln!
Was nützt einem ein vornehmer Dobermann, der nicht von Natur aus schön ist, sondern den man erst kupieren muss, damit er nach etwas aussieht?
Kompromisse waren gestern, ich arrangiere mich gern mit so einer Appel-Kitsche, das bedeutet aber nicht, dass ich sie essen muss!
Zu Deutsch – so ein Rechner darf hier gern seinen – ach so minimalen -Strom speisen, wenn ICH ihn denn nicht benutzen muss!
Schlussendlich will ich es mal vereinfacht ausdrücken – für mich muss etwas nicht perfekt sein um es zu lieben, darum halte ich es auch mit meinem SchVVarzen Peter so gut aus – wenn man ihn einmal gezogen hat, dann lebt man mit ihm oder man lässt es bleiben!
ICH lebe und liebe Dinge, die NICHT (Micorsoft & SchVVarzer Peter) perfekt sind!!!
hartmut006 sagte
Damit das nicht zur Familiengeschichte verkommt erlaube ich mir einige, wenn auch unwichtige Worte, den einzigen Apple den ich wirklch mag ist der der Beatles
Wenn sich ein Dackel mit einem Dobermann vergleicht dann, ja was dann? Der eine Hund groß, schlank, elegant und von schöner Gangart, der andere Wauwie? Man sieht ihn weniger als dass man ihn hört.
Jedes weitere Wort erübrigt sich und würde den Wuffi-Halter beleidigen, aber das möchte ich nicht.
LG Hartmut