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Liberty City NEWS: Die Zeit

Verfasst von SchVVarzer Peter am 29 März, 2009

Natürlich meinen wir damit nicht die Wochenzeitung „Die Zeit“, wie regelmäßige Besucher dieses Blogs sicher schon ahnen. Nein! Die Zeit wurde umgestellt. Richtig müsste es ja heißen: „Die Uhren wurden umgestellt“. Den die Zeit bleibt ein Phänomen des menschlichen Bewusstseins, Zeit wird empfunden.
Um diese individuellen Empfindungen mit anderen Individuen kompatibel zu machen wurden die Uhren erfunden.

Aber was für ein Unsinn! Ich stelle mir gerade vor, Schrankdackel stellt bei uns im Haus alle Uhren um und soll sich dann im Spätherbst, wenn die Uhren wieder zurückgestellt werden müssen, noch erinnern, wo diese zuvor alle standen, das Chaos wäre vorprogrammiert.
Also stellen wir von Liberty City lieber die ZEIT um, einmal im Jahr vor, einmal im Jahr zurück. Krummbeinigen Dackeldamen zu erklären, wann vor- und wann zurückgestellt wird, habe ich mir allerdings schon lange abgewöhnt – bei uns im Haus gibt es nur noch Funkuhren.

Die gibt es bei der Bahn auch, nur nutzt es dort wenig, dabei war doch gerade die Bahn vor rund 120 Jahren, neben dem Militär natürlich, verantwortlich dafür, dass man in der zunehmend industrialisierten Welt über 15 Zeitzonen in fast allen Ländern, je nach Region sicher sein konnte, größtenteils auf eine landeseinheitliche Zeit zu stoßen. Zuvor waren die Fahrt mit der Kutsche oder der Spaziergang in ein benachbartes Dorf nicht selten auch eine Zeitreise – jeder Kirchturm „machte“ seine eigene Zeit, so wie die Bahn heute immer noch.

Zeit wird es auch für Hartmut, gemeint ist nicht unser lieber kauziger Grinch, der darf sich mit seinem neuen Blog alle Zeit der Welt lassen – was lange währt …
Nein! Die Rede ist von Hartmut Mehdorn, seines Zeichens (noch) Bahnchef. So weit kann man die Zeit gar nicht mehr zurückstellen, wie es Zeit für ihn gewesen wäre, seinen Hut zu nehmen. Ob restriktive Informationspolitik der Bahn, Bespitzelung von Mitarbeitern, das ominöse Verschwinden von Mails der Gewerkschaftler Deutscher Lokomotivführer, seine Ablehnung der Wanderausstellung „Sonderzüge in den Tod“ und „Zug der Erinnerung“ und der damit verbundenen Erhebung von Stations- und Trassenpreisen für die rollende Ausstellung, oder die Einführung eines neuen Preissystems (2002), die Einstellung des InterRegio bzw. Abkopplung von Großstädten.
Herr Mehdorn, unser Zug der Erinnerung an Sie pfeift es wie heißen Dampf aus allen Kesseln: „It’s time to say goodbye“!

Zeit wird es auch für die SPD, noch 6 Monate, dann wird die Zeit für unsere Volksvertreter in Berlin wieder neu justiert, so der Wähler will und für klare Mehrheiten sorgt, auf vier Jahre. Nur weiß man leider nie, wird die Zeit in Berlin vor- oder zurückgestellt, oder bleibt sie einfach nur stehen.
Im Erich-Ollenhauer Haus würde man die Zeit gerne zurückstellen, sagen wir mal, so 30 Jahre. In eine Zeit als die 5 Prozent noch einzig für die FDP eine Hürde darstellten, das Volk den Worten eines Helmut Schmidt bedingungslos Vertrauen konnte und für niemanden die Zeit der Parteizugehörigkeit ablief, nur weil er es wagte seine Bedenken gegen eine Zusammenarbeit mit Personen wie Lafontaine oder Gisy offen kundzutun.
Bei der CDU, ob der desaströsen  Entwicklung der SPD auf den Faktor Zeit zu setzen, in der Hoffnung, der Wähler habe ein Langzeitgedächtnis, könnte ins Auge gehen. Im Wahlkampf wird so manche Leiche verbuddelt und neue werden ausgegraben. Bis zum „heißen“ Herbst vergeht noch viel Zeit, wer sie nicht bei Zeiten nutzt, darf sich nicht wundern, wenn es dann mal neuerlich heißt: „It’s time to say goodbye“!

„ Time to say goodbye“ hat Bayerns Beckstein schon hinter sich, wie lange dem Seehofer Host noch Zeit bleibt – niemand weiß es genau, in Bayern gehen die Uhren bekanntlich anders und bei der Bundestagswahl wird sich zeigen, dass die Abstrafung der CSU durch den Wähler bei den Landtagswahlen nur von kurzer Dauer (Zeit) war.

Zeit wird es auch für die FDP das „Projekt 18“ zu verwirklichen, nie war die Gelegenheit günstiger – könnte man denken. Nun muss es Guido Westerwelle nur noch gelingen, dem Wähler zu vermitteln, dass mit „Projekt 18“ das erklärte Wahlergebnis in Prozenten gemeint ist, und nicht etwa die politische Volljährigkeit seiner Person.

Ja ja, die Zeit, was waren das noch Zeiten, als die Grünen im Plenarsaal um die Wette strickten, Babys dort Milch von glücklichen Müttern tranken, der Turnschuh zum unbedingten Muss eines Ministers gehörte und man schneller rotierte als Politiker ihre Meinung ändern können. Alles vorbei, die Grünen sind schon lange in der Realität der Politik angekommen, da nutzt es auch nichts Roger Whittaker’s „Schön war die Zeit“ zu trällern und mit verklärtem Blick auf gemeinsamen Regierungsjahre mit Gerhard und der SPD zurückzublicken. Die Zeiten ändern sich, auch wenn viele Politiker in der Zeitschleife gefangen bleiben, bei Helmut Kohl stand sogar 16 Jahre die Zeit still.

Aber die Zeit 100 Jahre zurückzustellen, dass schafft nur Oskar mit seinen „Linken“.
Die haben nicht mal bemerkt, dass sie auf ihrer Zeitreise in die Vergangenheit an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Engels und Marx vorbeigerauscht sind. Und keiner scheint bei denen in der Lage, die Zeitmaschine auf ihrer Rückwärtsreise abzustellen.
In Verbindung mit Oskar Lafontaine stellt sich der Begriff „Die Linken“ für uns in einem ganz neuen Licht dar.

Wo wir gerade bei den Linken sind. Für das abgekoppelte Lycos iQ, seine Moderatoren und Administratoren, vor allem aber Christoph Mohn, bleibt ja bekanntlich noch Zeit bis Ende Juni, einen Investor zu finden, für eine Plattform die täglich mehr heruntergewirtschaftet wird, eine geschätzte Million Euro zu investieren.
Ansonsten heißt es auch dort: „It’s time to say goodbye“!
Dazu kann ich nur sagen: Zeit ist ein kostbares Gut, wer sie bei Lycos iQ verschwendet, darf sich nicht beschweren.

So liebe Leser, auch meine Zeit neigt sich für heute dem Ende, vielleicht finde ich doch noch eine Uhr, deren Zeit manuell umgestellt werden muss, nicht auszudenken, ich käme nur wegen einer Uhr die nicht richtig tickt zu meiner eigenen Beerdigung zu spät.

Ach ja, zum Schluss sollte doch erwähnt werden, in fast ganz Europa wurden heute Nacht die Uhren eine Stunde VOR gestellt, im Vatikan sogar um ein ganzes Jahr von 1408 auf 1409.

Euch allen noch eine schöne Zeit,

Euer Schvvarzer Peter

12 Antworten zu “Liberty City NEWS: Die Zeit”

  1. Grinch sagte

    Ach ja? Was an mir ist kauzig bitte? :-) -.-

  2. Lieber Hartmut, der Duden meint dazu unter anderem: „auf liebenswerte Weise sonderbarer, eigenbrötlerischer Mann“.
    Also passt schon zu uns …*fg*

  3. IsabelRose sagte

    Dann wollen wir doch mal dem Schrankdackel eine Brücke bauen, „lach“…

    Im Frühjahr stellt man die Stühle vor das Haus (also 1 Std. vor) und im Herbst holt man sie zurück ins Haus (Fakt: 1 Std. zurück).

    Alles klar liebe Dackeline?^^

    Guten Start in eine neue und hoffentlich für Alle gute Woche,
    liebe Grüße

  4. miamicool sagte

    Hallo an alle.
    In einer „unabhängigen nonchalanten Welt“ in der jedes Individuum sein eigenes Wohlbefinden anstrebt, in einer Welt wo „ pseudo-Punkte“ mehr Wert haben als Freundschaften, in einer Welt wo die Zeit nur als mögliche „finanziell Gewinn erbringende Möglichkeit“ gesehen wird:
    Was kann man den erwarten von manchen Menschen, die nur auf das eine stehen, und das ist nicht „das eine schöne“, sondern auf Geld, Gold oder Diamanten.
    In Betracht von dessen was man erwarten könnte und von dem was man eigentlich bekommt, sollte man erkennen, das es vielleicht der „Verstand“ von gewissen Menschen ist, der uns in solchen „Situationen“ bringt, wo die Vernunft keinen Sinn mehr erkennen kann.
    Deshalb und aus anderen Gründen, die Möglichkeit abzulenken durch eine „einfache Methode“ genannt: Zeitumstellung.

    Wie immer C.U. und bleibt cool together
    Miamicool.

  5. Hartmut sagte

    Hallo Peter, oh Du mein Lieblings-Peter, :-)
    vielen Dank für den Artikel über meinen Namens-Vetter, Du hast damit scheinbar das erreicht was Deutschland wollte, er tritt zurück , ich bin fest davon überzeugt dass Dein Artikel ihn dazu bewogen hat. Manchmal reicht der kleine Anstoss eines Malermeisters um Geschichte zu schreiben. So schreibt man Geschichte, was kann es Dich noch interessieren dass Du in einem besonders wertvollen Blog nur Häme geerntet hast? Oder anders formuliert,
    was stört es eine Eiche wenn sich eine Wildsau an ihr schrubbert? :-)

    Dein grüner Kauz :-)

  6. Die Diskussion um seine Nachfolge ist schon in vollem Gange. Bei aller berechtigten Kritik an Hartmut Mehdorn, darf nicht vergessen werden, dass er die Bahn von einem maroden Staatsbetrieb zu einem profitablen Logistikunternehmen geführt hat. Sein Nachfolger tritt in jeder Hinsicht kein leichtes Amt an.

    Vielleicht steht ja Gesine Schwan nach der Wahl zum Bundespräsidenten zur Verfügung.

    Der Schwanenexpress rollt – Komm zu Schwan, fahr mit der Bahn. ;-)

    Wäre ein Beitrag zur „Frauenquote“ und Rudi Völler könnte sich freuen, dass seine alte Frisur durch Frau Schwan bei der Bahn eine neue Renaissance erfährt. :-D

    Loddar Matthäus soll sich auch schon als neuer Bahnchef ins Gespräch gebracht haben. Er meinte, soviel Rauch um nichts wie eine alte Dampflok bringe er allemal zustande, zudem erinnerte er an die „Frankenquote“.

  7. Volker13 sagte

    Pink Floyd musst du live gesehen haben, keine krächtzende, verzerrende PA, Röhrenverstärkung und feinstes Satelitensytem, unglaublich real!

    Ohne den verstorbenen Keyboarder bedauerlicherweise nie wieder erreichbar. Dafür gibts Thomas Blug, der von Floyd nicht weit weg ist, etwas Funk und Jazz einmischt und mit Santana ablöscht.

    Gruss aus der virtuellen Ferne, keep alive. (-;

    Volker13

  8. Schrankdackel sagte

    Hallo Isabel,
    hab Dank für die Eselsbrücke, aber bei uns bleiben die Stühle ganzjährig VOR dem Haus. ;-)
    Peter hat wieder maßlos übertrieben, ER ist derjenige, der Probleme mit den Uhren hat, wenn sie nicht ein Rädchen haben, damit man sie umstellen kann, dann haben sie schon verloren. :-D
    Liebe Frühlingsgrüße nach Berlin!!!

  9. Volker, das kann ich uneingeschränkt bestätigen. 1977 erlebte ich Pink Floyd in Frankfurt das erste Mal live, damals natürlich noch mit Rick Wright. Ein absolutes Erlebnis – real eben.

    Gruß in die virtuelle V13 Welt, also keep alive ;-)

  10. jau sagte

    Hallo, manchmal frage ich mich was in dem Kopf eines Mod so vorgeht, die Frage nach dem Ausnahmefussballer war eine reine Wissensfrage über die schon Doktorarbeiten geschrieben wurden, du deaktivierst sie einfach, Nihilismus pur, oder nur das Minderwissen einer Frau?
    Es war/ist eine überaus interessante Frage wie dieser Mann ein so überragender Fußballer werden konnte obwohl er als Techniker eher eine Null war.Ich möchte also dass Du diese Frage wiedereinstellst, habe auch keine Hemmungen auf diesen Mißstand an anderer Stelle hinzuweisen. Eine Kopie dieser MN geht an andere User und an den Mod meines Vertrauens, den Schritt an den Support behalte ich mir vor falls Du wirklich Dein offensichtliches Minderwissen auf diesem Gebiet zu gibst MfG

  11. jau sagte

    Das war eine PN die ich an zitronenschnitte geschickt habe, als Antwort kam das:
    Hallo Ziegelrot

    Wegen ihrem Verhalten auf dieser Plattform und der Tatsache der Beleidigung und Bedrohung von Mitarbeitern des Moderationsteams haben wir beschlossen auf Ihre weitere Anwesenheit bei Lycos iQ zu Gunsten des Communityfriedens auf dauer zu verzichten.

    Ihr Account wird umgehend deaktiviert.

  12. Sorry, aber jedes Wort über die Moderation von Lycos ist Zeitverschwendung. So viel geballte Dummheit auf einen Schlag in verantwortlicher Position, und dies auf einer Plattform die angeblich Wissen publizieren möchte, dürfte im ganzen Internet einmalig sein. Die Moderation ist in großen Teilen nichts anderes als die früheren (teils kriminellen) Drückerbanden von Bertelsmann – nur in neuem Kleid und einem anderen Medium, aber für die gleiche Familie tätig.

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