Noch eine Woche, dann haben wir die Wahl. Haben wir denn überhaupt eine Wahl?
Farbenprächtig kommen sie uns daher, die ambitionierten Möchtegern-Volksvertreter, die Wahlliste erinnert mehr an eine RAL-Karte denn seriösen Parteien.
„Schwarz-Rot-Gelb“ kennen wir ja schon seit den Gründungstagen der Republik, an die „Grünen“ hat man sich ebenso gewöhnt, wie deren Turnschuhe aus den Ministerien verschwunden sind und gegen Armani-Anzüge eingetauscht wurden. An die „Blut-Roten“ möchte man sich lieber nicht gewöhnen, denn wo Lafontaine drauf steht, ist immer noch genug SED drin. Nicht anders verhält es sich mit den „Braunen“, außer dass da auch draufsteht was drin ist – Menschenverachtung, Rassismus, Gewalt und sehr, sehr viel Dummheit. Schlichte Gemüter würden sagen „Braun, wie Sch … eben ist“.
Daran ändert die Tatsache, dass die Republikaner sich nun hinter der Farbe „Blau“ verstecken, absolut nichts.
Die Grauen Panther gingen in Insolvenz und nennen sich seit dem schlicht und einfach „Die Grauen“. Bei Apple war man da innovativer, nach Panther kam Tiger, mittlerweile sind sie über den Leoparden schon beim Snow Leoparden angelangt. Die „Grauen“ wären sicher froh, so viele Stimmen zu erhalten, wie der Snow-Leopard seit seinem Erscheinen verkauft wurde.
„Orange“ kommt die ÖDP daher, aber deren Wählerschaft dürfte genau wie jene der spirituellen „Violetten in jedes Zweitliga-Stadion passen.
Ach ja, „Weißblau“ hätten wir auch noch anzubieten, aber hinter diesen Farben steckt mehr als nur eine Partei, neben regionaler Heimatverbundenheit ist „Weißblau“ schon fast eine Religion, eine Philosophie, aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.
Tja, allerorten wogt ein „bunter“ Wahlkampf, wobei es nie zu spät scheint, sich eines Besseren zu besinnen. Das hat zum Beispiel die „schwarze“ Politikerin Vera Lengsfeld getan. Die Deutsche Presse-Agentur schreibt dazu: „Nach ihrem provokanten Busenplakat setzt die Berliner CDU-Direktkandidatin nun auf ein braves Motiv. Auf ihrem zweiten Plakat posiert sie neben einem weißen Hund, einer Labradordame namens Amy. Der Slogan lautet: Politik ohne Maulkorb.“
Wie schaffen wir nun den Übergang zum Burda iQ Schattenkabinett? Stimmt! Bei Lycos iQ, unter dessen Flagge Burda immer noch segelt, gibt es doch auch einen Labrador. Der ist zwar schwarz, soll uns aber nicht stören und mit dem Maulkorb, das kennen wir ja bei Burda iQ/Lycos iQ zu Genüge.
Wie aber könnte ein solches Burda iQ-Schattenkabinett aussehen?
Im Bundesministerium für Arbeit und Soziales könnte ich mir als Nachfolgerin von Olaf Scholz sehr gut Fellknäuel vorstellen, und das meine ich absolut ernst. Sie ist eine der wenigen Burda IQ-Praktikanten, deren Arbeit auch eine soziale Handschrift erkennen lässt.
Das war es aber auch schon an Ernsthaftigkeit, alles Weitere ist nun eher traurig.
Um Brigitte Zypries im Bundesministerium der Justiz zu beerben, könnte man den ehemaligen Lycos iQ Moderator mit Hang zum „Besonderen“, Bushyasta, von der Reservistenbank holen und reaktivieren. Qualifikation? Mehrere abgebrochen Studien, zuletzt Kaffeemamsell und Laufbursche in einer Anwaltskanzlei.
Wolfgang Tiefensee ins Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung könnte der Top Burda iQ-User Tapozone folgen. Wer mit einer Kamera im Auto Verkehrssünder filmt und zur Anzeige bringt, schafft auch das bisschen Arbeit in diesem Ministerium.
Keiner weist eine bessere Qualifikation zum Bundesminister für Bildung und Forschung auf, als unser guter Hvenator. Wer so zielgenau erkennt und erklärt: „iQ ist ein guter Querschnitt durch die Gesellschaft. Und was hier so manche als „Deutsch“ verkaufen…. an manchen Tagen (insbesondere während der Ferienzeit) halte ich die 20 % (Anm. d. Redeaktion: damit sind Analphabeten gemeint) für eine valide Schätzung..“, ist die Idealbesetzung ein Volk nicht nur für dumm zu verkaufen sondern auch noch als dumm zu bezeichnen. Annette Schavan könnte dies nicht besser machen!
Wer so fleißig Fragen zur Sexualität deaktiviert und immer schön auf „Bravo“ verweist, ist sicher auch prädestiniert für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der richtige Job für Maja1st. Der Akt des Zeugens wird verboten und in Bälde nennt man sich nur noch Bundesministerium für Frauen und Senioren. Wer so viele Kinder gezeugt hat, wie Ursula von der Leyen, wird somit überflüssig – sie könnte ja Erfahrung mit Kindern und Familie mitbringen.
Beim Bundesministerium für Gesundheit fallen einem sofort Hauntres8019 und Zitronenschnitte ein. Ooops, was die beiden mit Gesundheit zu tun haben? Bei deren Aktivitäten wird einem oftmals so schlecht, dass man am liebsten sofort den Arzt rufen würde. Möchte man bei den beiden Damen das Klischee vom „dummen Bauern“ bedienen, käme auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Frage. Aber! Da fragen wir uns doch glatt: „Wer schützt die Verbraucher vor diesen beiden?“
Das Bundesministerium der Verteidigung, sowie das Bundesministerium des Innern wird künftig vom Superminister M800 verwaltet. Wolfgang Schäuble würde ob der neuen Überwachungsmöglichkeiten und der diesbezüglichen Aktivitäten des M800 seinen Rollstuhl in den Rhein werfen und sich für den Friedensnobelpreis ins Gespräch bringen. Das Heer Franz Josef Jungs mit seinen veralterten Waffen müsste modernster Internettechnologie weichen. Zusammen mit seiner Staatssekretärin Honorata stünden sie dann für den Slogan „Verfolgen und Mobben statt erschießen und kloppen“.
Finanzen sowie Wirtschaft und Technologie würden ebenfalls zu einem Superminsterium zusammengelegt. Christoph Mohn wird’s schon richten, wer einmal die Titanic versenkt hat, schafft dies auch ein zweites Mal. Karl Theodor zu Guttenberg wird überflüssig, der Mann ist einfach zu klug und belesen für die Rumpeltruppe im Burda IQ-Kabinett, und Peer Steinbrück wird zu Genüge damit beschäftigt sein, die SPD wieder über die 5 Prozent zu bringen.
Mit vielen Worten nichts sagen, bei brenzligen Fragen geschickt ausweichen, immer höflich und smart daherkommend sich nie aus der Ruhe bringen lassen, es allen recht machen wollen und Versprechen abgeben, die nie gehalten werden können oder sollen.
Dazu noch die Nerven besitzen, sich tagein tagaus mit einer untauglichen Rumpeltruppe abzuquälen. Aus diesem Holz muss unsere Kanzlerin geschnitzt sein. Sagte ich Kanzlerin? Ach was, Kanzler wird er in unserem Schattenkabinett.
Hoch lebe Kanzler Marc (MTG).
Sicher werden sich nun einige Leser Fragen, wo denn zynischer_Hiob abgeblieben ist. Kein Platz für ihn in diesem Schattenkabinett?
Leute lasst Euch gesagt sein, zynischer-Hiob ist es vollkommen egal, wer unter ihm Kanzler wird.
Zum Glück ist dies hier nur ein wirklich nicht ernst zu nehmendes Schattenkabinett, nicht ernst zu nehmen in vielerlei Hinsicht.
Oder um es mit den Worten von Georg Leber (früherer Verkehrsminister, Postminister und Verteidigungsminister) zu sagen: „Ein Minister ist ein Staatsdiener mit eintägiger Kündigungsfrist.“ 😉
In diesem Sinne, allen noch einen schönen Sonntag mit viel Herbstsonne.
Peter
Und hier noch ein musikalischer Beitrag zum Thema Schattenkabinett, einer Gruppe junger Menschen aus Ginsheim-Gustavsburg bei Mainz:



