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Archive for September 2009

Gebrauchsanweisungen

Verfasst von: tilleulenspiegel - 17 September, 2009

Es ist wohl an der Zeit, dem SchVVarzen Peter nicht nur dafür zu danken, daß er mich in diesen Blog zum Schreiben eingeladen hat, sondern auch für seine unendliche Mühe, mir das Prozedere zu erklären.

Was dem armen Kerl blühen würde, konnte er natürlich nicht ahnen.

Am besten beschreibe ich es mit einem Filmtitel: Denn sie wissen nicht, was sie tun. Er wußte es auch nicht. 🙂

Ich habe mich jahrelang, um nicht zu sagen jahrzehntelang, erfolgreich davor gedrückt, Gebrauchsanleitungen zu lesen.

Der Gebrauch meiner ersten Waschmaschine wurde mir erklärt – seither bleibe ich bei der Marke.

Dasselbe trifft auf den Trockner zu, die Spülmaschine, den Staubsauger, den Backofen, den Herd, die Kaffeemaschine und natürlich meinen Mann. 🙂

Ich glaube, ihr müßtet inzwischen meinen Grundgedanken dabei verstehen – vermeide Gebrauchsanweisungen.

Selbst beim normalen Computergebrauch konnte ich mich bisher erfolgreich drücken, da ich meine männlichen Familienmitglieder fragen konnte, wobei ich deren Gemeckere über meine Unfähigkeit, Gebrauchsanweisungen zu lesen, billigend in Kauf nahm.

Da sie Familienangehörige sind, finde ich es nicht so schlimm, daß ich keine Ahnung habe.

Nun aber hat mich mein Schicksal ereilt, ich fürchte fast, es hat mich überholt.

Ich blogge (bis vor kurzem kannte ich nicht einmal dieses Wort) – und meine beiden Männer sind im Augenblick nicht greifbar. 😦

Das heißt, ich versuche zu bloggen, was bedeutet, daß der arme SchVVarzePeter dauernd den von mir aus Unkenntnis der Dinge verzapften Unsinn ausbügeln muß. (Ich kann zwar schreiben, am besten aber auf einem leeren Blatt Papier, ohne Computeranweisungen rechts und links, ohne Spalten, in denen ich vorher, nachher oder zwischendurch was anklicken muß, ohne das Gefühl, wenn Du Dich jetzt vertippst und verklickst, kannst Du eine Millisekunde später Deine Unfähigkeit schwarz auf weiß nach Hause tragen. Na ja, das nicht, ich sitze ja an meinem Schreibtisch. Nur der Beweis wäre erbracht, welch eine Närrin ich bin.)

All das ist mir peinlich, unendlich peinlich.

Denn der arme SchVVarzer Peter ist viel zu höflich, um mich anzumeckern oder mir die Wacht am Rhein anzusagen. Die sage ich mir schon selber an.
Ach übrigens, das Polierzeug zum Putzen des Heiligenscheins, den ich ihm verpaßt habe, schicke ich ihm mit der Schneckenpost. 🙂

Und deshalb schoß mir ein neuer, furchterregender Gedanke durch den Kopf: Du mußt die Gebrauchsanweisung für Deinen Computer und für den Gebrauch des Blogs lesen.

SchVVarzer Peter hatte mir eine Gebrauchsanleitung angeboten, die ich zunächst abgelehnt hatte. Ich fürchte, ich muß ihn bitten, sie mir zu schicken.

600 Seiten lang, wie er sagte – ich schaffe bestimmt 1/2 Seite pro Tag.

Die Alternative wäre, ich schreibe auf einem leeren Blatt Papier und schicke dem SchVVarzenPeter den fertigen Artikel rüber. 🙂

Für ihn ist das Einstellen in den Blog eine Kleinigkeit.

Ein guter Gedanke. Ich werde mal drüber nachdenken.

Vielleicht kann ich mir ja doch die Gebrauchsanweisungen ersparen.

Jetzt verkrümel ich mich erst einmal beschämt in mein Bett und ziehe meine Narrenkappe bis weit über die Augen – ohne Gebrauchsanweisung. Schnief.

Bis morgen.

Eure TillEulenspiegel 🙂

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Fruehschoppen

Verfasst von: tilleulenspiegel - 16 September, 2009

Vielen Dank an alle, die unsere letzten Artikel kommentiert haben, die uns widersprochen oder zugestimmt haben.
Einen besonderen Dank an alle, die geholfen haben, meinen ersten Gedankengang „Wie das Leben so spielt“ weiterzutragen und neue Ideen eingebracht haben.

Das hat sich, ohne daß ich es geplant hatte, zu dem entwickelt, was ich liebe – einem Frühschoppen.

Gut, wir sitzen nicht am runden Tisch und schauen uns beim Reden in die Augen, doch dank moderner Technik können wir ganz schnell miteinander kommunizieren.

Ich hatte gehofft, an anderer Stelle im Internet auch solch eine Möglichkeit gefunden zu haben, doch leider waren dort Meinungen nicht erwünscht.

Wie aber soll ich, sollen wir unser Wissen erweitern können, wenn nicht durch einen Meinungsaustausch?
Eine Meinung entsteht meiner Meinung nach 😉 aus einem gelebten Leben, aus gemeisterten oder nicht gemeisterten Situationen, aus Erfahrungen.
Die daraus gebildete Meinung gibt anderen die Möglichkeit, entweder etwas Positives mit nach Hause nehmen oder etwas Negatives mit der Kenntnis der Meinung vermeiden zu können. Es mag nicht immer klappen, aber wenn es in einer Situation hilft, war der Austausch gut.

Ich denke, solange wir mit Schwung und Begeisterung, analytischer Abwägung, mit Herz und Verstand diskutieren, philosophieren, uns heftig widersprechen, uns zustimmen, uns die Köpfe heiß reden, wieder abkühlen und bei all dem fair bleiben, daß wir sehr wohl alle zusammen am Frühschoppen hier teilnehmen sollten.

Ich würde mich sehr über weitere Diskussionen freuen und werde mich bemühen, neue Steine des Anstoßes von meinen Streifzügen mitzubringen.

Eure
TillEulenspiegel

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Burda iQ läuft wieder, aber viele Fragen bleiben offen

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 15 September, 2009

Burda iQ ist wieder online.

Gleichzeitig funktioniert die Lycos-Shopping-Seite wieder, sowie die Lycos-Mitgliederseiten.
Da hat einer in Amerika oder Korea wieder den Schalter umgelegt.
Auch eine neue Seite von Lycos.de gibt es, mit dem Hinweis, daß vereinzelt Probleme auftreten können.

Mehr dazu hier: Blog Sofitware

Anstatt die User ehrlich zu informieren, geht offensichtlich direkt nach dem Burda iQ wieder vollständig verfügbar ist, die Punkteschieberei durch die Moderation weiter. Aufklärung tut Not, lapidare Erklärungen von Praktikanten helfen niemandem und lancieren lediglich weitere unnötige Spekulationen.

Praktikanten werden Punkte zugeschoben

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Burda iQ – Sofitware informiert!

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 15 September, 2009

Weitere und wie immer gut recherchierte Informationen zur derzeitigen Situation um Burda iQ und Lycos in einem aktuellen Artikel auf dem Blog Sofitware!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön Dir lieber Matthias, dass Du Dir hier die Mühe machst, vielen Usern von iQ den Sachverhalt über diese peinliche Panne von Burda anschaulich zu erklären.

LG

Peter

Blog-Sofitware

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Burda iQ und die soziale Verantwortung für die Community Lycos iQ …

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 15 September, 2009

Himmel was ist nur passiert? Lycos sperrt seine User aus und dies ohne Ankündigung! Mensch Leute bei Burda, wo bleibt Eure soziale Verantwortung für die vielen bei iQ gestrandeten Seelen? Ihr könnt diesen doch nicht so einfach den Boden unter den Füßen wegziehen!

Was sollen diesen Menschen nur ohne Burda/Lycos iQ machen?

Hauntres8019 könnte bei der neu gewonnenen Freizeit doch glatt auf die Idee kommen ihren Hauptschulabschluss nachzuholen …

Zitronenschnitte könnte, dem Milieu in Frankfurt angepasst, eine Sexhotline eröffnen – aber formuliere bitte Dein „Anliegen“ richtig …

Immas/Honorata, wem soll sie nun ihre gesammelten Werke an PN, Mails und Screenshots weiterleiten, wo kann sie nun intrigieren …

Blaues_Salz wird sich möglicherweise vor lauter Frust noch mehr Speck auf den Leib futtern …

Zynischer_Hiob, der arme Mann wird an seinem eigenen Gift jämmerlich verrecken …

Hartmut007, er kann nun nirgendwo mehr seine geklauten Texte einstellen und mit fremden Wissen prahlen, möglicherweise wird er nun die Menschen in seinem sozialen Umfeld anpöbeln, wo es doch keine iQ-User mehr dafür gibt …

M800, könnte nun mit seinem Moped über die Autobahn jagen um nach doppelten Nummernschildern Ausschau zu halten …

MTG wird vielleicht doch noch ein Theologiestudium beginnen, um seinen Wunsch „geistlicher“ zu werden erfüllen zu können …

Und der SchVVarze Peter wird auf seinen alten Tage nun doch noch anstreichen müssen, wenn er über keinen mehr lästern kann …

Diese Aufzählung wäre beliebig fortzuführen, aber ein wenig Freiraum für die Phantasieen der Leser wollen wir schon noch lassen. 😉

NEIN, NEIN und nochmals NEIN, lieber Hubert Burda, habe Mitleid und mach das Portal wieder auf – oder noch besser: SCHLIESSE ES FÜR IMMER!!

P.S

Sollten Euch heute verstärkt Menschen mit weißem Stock und Armbinde begegnen, seit höflich zu ihnen, helft ihnen – denn die Moderatoren haben heute Ausgang.

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Burda iQ/Lycos iQ (vorübergehend?) vom Netz genommen …

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 15 September, 2009

Wieder einmal eine technische Panne oder doch mehr? Warten wir’s ab!

Ich schätze mal in knapp 10 Monaten haben wir einen Babyyboom bei den iQ-Usern – falls sie überhaupt noch wissen wie das geht, aber ein hilfreicher Moderator wird es ihnen sicherlich erklären …*gg

Screenshot 2

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Wie das Leben so spielt

Verfasst von: tilleulenspiegel - 13 September, 2009

Was bedeutet das eigentlich?

Das Leben selber kann ja wohl nicht spielen, es sei denn, wir geben dem Leben ein Gesicht, wie es Menschen mit einer hoeheren Instanz machen: alter Mann mit Bart als Beispiel. Trotzdem spielt aber auch dann nur ein Bild unserer Vorstellung.

Wenn das Leben also nicht selber spielt, weshalb haben wir dann das Gefuehl, dass uns das Leben mitspielt?
Kann es sein, dass wir passiv sind, dass wir vieles deshalb wahrnehmen als „mitgespielt“, und fuer das wir dann Bezeichnungen finden muessen wie Schicksal, es ist eben passiert, da kann man nichts machen, dumm gelaufen, c’est la vie?

Weshalb sind wir so haeufig passiv? Entsteht die Passivitaet durch das Gefuehl, zwischen den zwei markanten Punkten des Lebens, dem Geborenwerden und dem Sterbenmuessen, nicht selber handeln zu koennen?
Natuerlich ist der Anfang des Lebens verbunden mit einem Akt der Passivitaet – wir koennen uns ja nicht selbst erschaffen.
Aber das verpflichtet uns doch nicht, von da an mit haengenden Schultern und gesenktem Haupt durchs Leben zu trotten.
Wenn ich mir einen Saeugling ansehe, ist der voller Energie und willens, sein Leben selber in die Hand zu nehmen.
Er ist allerdings auch noch nicht entmutigt worden.

Liegt in diesem Entmutigtwerden eine Spielanleitung fuer das Spiel des Lebens? Und weshalb erkennen wir es nicht schneller und aendern aktiv etwas?
Ich nehme nur ein Beispiel: Lycos IQ.
Da werden permanent User vors Schienbein getreten, deaktiviert, runtergemacht, im Spinnennetz aus Verrat, Lug und Trug gefangen. Weshalb lassen sich User das gefallen, statt zu sagen „es reicht, ich hoere auf“?

Was in uns laesst uns abwarten?
Ist es die Furcht, den ersten Schritt zu tun, weil wir das unangenehme Bekannte kennen, aber Angst vor einem unbekannten Neuen haben und deshalb eine Chance nicht wahrnehmen?

Ich kenne auch nicht alle Antworten auf diese Frage, werde aber weiterhin leise und laut darueber nachdenken.

Wer haette Lust, mir bei der Beantwortung zu helfen? Ich wuerde mich ueber alle Gedanken und Kommentare sehr freuen.

Eure TillEulenspiegel

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Top Autor Miamicool erhält Verstärkung!

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 12 September, 2009

Wer glaubt, Burda/Lycos iQ wäre der Magnet dieses Blogs und Quotenbringer, liegt gewaltig daneben und hat sich in den Qualitäten meines lieben und treuen Kollegen sehr verschätzt. Nein! Der Top Autor des Blogs ist Miamicool und seine Beiträge sind auch Spitze – weit vor Beiträgen über Burda/Lycos iQ.

Mit seinem Beitrag Wie kann man Geld verschenkt bekommen, hat er dieser Tage die Schallmauer von 10000 Klicks durchbrochen. Nur gut 100 Klicks dahinter folgt ein Beitrag vom SchVVarzen Peter, Gesäß-Violine der Woche – Helmut Kohl und seine „Neue“, Maike Kohl-Richter. Weitab auf dem dritten Platz findet sich der Artikel Lycos/Lycos iQ – the never ending story … wieder, dicht gefolgt von einem weiteren Beitrag Miamicool’s ,Umziehen für Hartz4. Auch der Artikel auf Platz 5 hat nichts mit Lycos/Lycos iQ zu tun.

Nur ein Artikel mit Lycos zum Thema und zwei Artikel von Miamicool in den Top Five, da sage einer wir wären lycoslastig und Miamiocol nur ein Mitläufer.

Lieber  Freund und Weggefährte Miamicool, meinen aufrichtigen Glückwunsch, DU hast hier mit Top-Themen den Nerv der Zeit getroffen. Ich freue mich schon auf weitere Beiträge von Dir.

Und damit Du künftig nicht mehr so alleine bist, die Qualität des Blogs weiter steigt und die Themen vielfältiger werden, habe ich Dir zwei kluge, intelligente und humorvolle Damen zur Seite gestellt.

So freuen wir und auf erfrischende Beiträge der beiden neuen Autorinnen Irminadu und TillEulenspiegel.

Allen Lesern ein schönes Wochenende und den beiden neuen Autorinnen einen guten Start und viele vergnügliche Stunden bei Liberty City!

Peter

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Es gibt Dinge, die sollten Schule machen!

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 8 September, 2009

Krankenstand:

Wir akzeptieren ab sofort keine ärztliche
Krankenstandsbestätigung als Beweis
Ihrer Krankheit. Wenn Sie in der Lage sind
zum Arzt zu gehen, können Sie auch zur
Arbeit kommen.

Operationen:

Operationen sind Ihnen untersagt. Solange
Sie Mitarbeiter dieser Firma sind,
brauchen Sie all Ihre Organe. Es ist Ihnen
untersagt etwas entfernen zu lassen.
Wir haben Sie intakt eingestellt. Etwas
entfernen zu lassen bedeutet fristlose
Kündigung.

Urlaub:

Jeder Mitarbeiter hat 104 freie Tage pro
Jahr. Diese heißen Samstag und Sonntag.

Eigener Tod:

Das ist der einzige Grund, der Ihre
Abwesenheit entschuldigen kann. Sie sind
verpflichtet dies 14 Tage im Voraus
anzukündigen, da Sie ja Ihren Nachfolger
noch einschulen müssen.

Toilettennutzung:

Es wird zu viel wertvolle Arbeitszeit auf
den Toiletten vergeudet. In Zukunft
wird die Toilette in alphabetischer
Reihenfolge laut Plan benutzt. (Alle die mit
„A“ beginnen zwischen 08:20 und
08:40, dann die mit „B“ usw.)
Sollte es Ihnen
nicht möglich sein in Ihrer zugewiesenen
Zeit Ihr Geschäft zu verrichten, müssen
Sie bis zum nächsten Tag warten, wenn Ihr
Name wieder an der Reihe ist. In
extremen Notfällen können Sie mit einem
Mitarbeiter tauschen, sofern Sie die
schriftliche Einwilligung Ihres Vorgesetzten
haben. Die Toilettenzeit ist mit
drei Minuten begrenzt. Danach ertönt ein
Signalton, die Türe öffnet automatisch
und das Klopapier wird eingezogen.

Mittagspause:

Dünne Leute haben eine Stunde, um mehr essen
zu können, damit Sie gesünder
aussehen. Normale Leute haben eine halbe
Stunde um Ihre Figur zu erhalten. Dicke
Leute haben fünf Minuten. Das reicht um eine
Diätpille zu schlucken und ein
Slimfast zu trinken.

Kleidungsvorschrift:

Sie haben sich entsprechend Ihres Gehaltes
zu kleiden. Wenn Sie Designer Anzüge
oder Markenartikel tragen gehen wir davon
aus, dass Sie keine Gehaltserhöhung
brauchen.

Danke für Ihr loyales Verhalten gegenüber
der Firma. Wir sind dazu da, Ihnen
eine positive Arbeitserfahrung zu geben.
Darum richten Sie alle Fragen,
Kommentare, Befürchtungen, Beschwerden,
Frustrationen, Irritationen,
Aggressionen, Ängste, Vorschläge usw. an
jemand anderen und nicht an uns.

Wir wünschen Ihnen einen weiterhin
produktiven Tag.

Ihre Geschäftsleitung

(Verfasser unbekannt)

Posted in Humor | 6 Comments »

Knigge, Pappritz & Co

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 4 September, 2009

Vorwort:

Wer den Knigge kennt, als Kind bei den Eltern schon das Buch „Der gute Ton“ im Bücherschrank gefunden und darin gelesen hat, der kann getrost zur Tagesordnung über gehen und sich das Lesen dieses Artikels sparen. All jene, an denen diese Literatur Zeit ihres Lebens vorbei gegangen ist, sollten sich vielleicht einen Augenblick  nehmen und ein wenig für’s weitere Leben dazu lernen.

Nun aber zum eigentlichen Artikel. Knigge & Pappritz! Anstand und Moral

Wer sind die, was sind die, kann man die vielleicht essen?

Der gute Freiherr von Knigge hat seinerzeit ein Werk über den Umgang mit Menschen geschrieben, später wurde sein Werk zu einer modernen Benimmfiebel umgeschrieben; ebenfalls Autorin eines solchen Benimmwerkes war Frau Pappritz.

Sicherlich gibt es noch viele andere erwähnenswerte Autoren, die sich Gedanken um das menschliche Miteinander und vor allem um Anstand, Benimm und Sitte gemacht haben. Und das ist auch der Punkt, auf den ich hier hinaus will.

Der gute alte Anstand!

Offensichtlich ist er in unserem heutigen Zeitalter von Internet, elektronischer Daten- und vor allem POSTübermittlung, fast gänzlich irgendwo im Nirwana des Internet-Datentransfers auf der Strecke geblieben – leider.

Hat denn niemand mehr gelernt, dass man etwas, das man persönlich mitgeteilt bekommen hat, nicht immer und überall an die große Glocke hängen muss?

Wenn der Versender einer  PRIVATEN  (ich betone hier privat, keinesfalls meine ich Mitteilungen, mit geschäftlichem oder offiziellen Inhalt) Nachricht wollen würde, dass diese öffentlich publiziert wird, dann könnte er sich an die bekannte Boulevard-Zeitung mit den blutroten Lettern wenden und nicht den Weg über eine persönliche E-Mail oder Privatnachricht wählen.

Oft beinhaltet ein solcher Schriftverkehr, private, ganz persönliche Gedanken, die man einer Person seines Vertrauens mitteilt und die keinesfalls für eine breite Masse gedacht sind.

Es geht hier aber nicht um die Verfasser solcher Nachrichten, sondern um diejenigen, die völlig vergessen was sich gehört. Nämlich um jene Menschen, die sich nicht darum scheren, ob das Gegenüber vielleicht, durch das Weitergeben einer solchen Mitteilung, in eine peinliche Situation gerät, ja vielleicht sogar Dritte  ob gewollt oder ungewollt, kompromittiert oder schlimmstenfalls gefühlsmäßig ernsthaft verletzt werden.

Oftmals bekommen solche Nachrichten durch Weitergabe an Dritte, eine völlig neue und vom Schreiber ungewollte Bedeutung. Mitunter werden Nachrichten, die eigentlich PRIVAT waren, vor der Veröffentlichung bis zur Unkenntlichkeit verändert, so dass der eigentliche Gedanke oder ursprüngliche Sinn verloren geht bzw. auf der Strecke bleibt. Dies ist fast so wie bei dem alten Kinderspiel „Stille Post“, welches wohl jeder, der nicht im Webzeitalter groß geworden und seine Kindheit vor dem Bildschirm verbracht hat, noch kennen wird.

Hier frage ich mich ernstlich, was haben solche Mitmenschen für eine Erziehung/Kinderstube genossen? Offenbar keine oder nur eine sehr unzureichende, denn sonst wüsste man, dass sich etwas Derartiges nicht gehört! Ich betrachte so etwas als persönlichen Übergriff in die  Privatsphäre, denn nichts anderes ist es in meinen Augen.

Leider passieren solche Dinge fast ausschließlich im Internet und mit Menschen, die man persönlich nicht kennt und wahrscheinlich auch nie kennen lernen wird.

Denn eines ist sicher, jemand der so etwas tut und sich persönlich mit dem Verfasser auseinander setzen müsste, würde es sich höchstwahrscheinlich dreimal überlegen, eher er solche hirnlosen Dinge täte. Eine persönliche Konfrontation ist um vieles komplizierte als das anonyme Internet, in dem man sich hinter einem falschen Namen verstecken kann; denn hier werden selbst die dümmsten Hinterwäldler zu Dr. Dr. oder Professoren.

Hier meint man nun vielleicht es gäbe keine Steigerung von Dreistigkeit, Frechheit, Impertinenz mehr?

Oh doch!

Noch viel viel schlimmer sind jene, die das zugespielte „Material“ ohne Gewissen oder gar Skrupel veröffentlichen!

Ich bin grad nicht sicher, ob ich in meinem Wortschatz passende Worte für solche Individuen (auf das Wort Mensch möchte ich in diesem Zusammenhang verzichten) finde…

Nun, ich habe sie gefunden und glaube es passt wenn ich schreibe, solche anstandslosen, ethisch und moralisch verkommenen Kreaturen sind:

Dumm, dümmer, pathologisch hirnlos!!!

Autoren von Benimmliteratur, Großmütter, Großväter, Eltern und alle, die versucht haben gute Erziehung zu vermitteln, würden sich im Grabe herum drehen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich abgrundtief schämen, für all die degenerierten und armseligen Lebewesen, an denen die Worte „Menschliches Miteinander“ –  „Anstand“ und vor allem „Moral“ abperlt, wie Wasser an einer Lotusblume.

(Autorin und © dieses Beitrags: Schrankdackel)

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