Es ist wohl an der Zeit, dem SchVVarzen Peter nicht nur dafür zu danken, daß er mich in diesen Blog zum Schreiben eingeladen hat, sondern auch für seine unendliche Mühe, mir das Prozedere zu erklären.
Was dem armen Kerl blühen würde, konnte er natürlich nicht ahnen.
Am besten beschreibe ich es mit einem Filmtitel: Denn sie wissen nicht, was sie tun. Er wußte es auch nicht. 🙂
Ich habe mich jahrelang, um nicht zu sagen jahrzehntelang, erfolgreich davor gedrückt, Gebrauchsanleitungen zu lesen.
Der Gebrauch meiner ersten Waschmaschine wurde mir erklärt – seither bleibe ich bei der Marke.
Dasselbe trifft auf den Trockner zu, die Spülmaschine, den Staubsauger, den Backofen, den Herd, die Kaffeemaschine und natürlich meinen Mann. 🙂
Ich glaube, ihr müßtet inzwischen meinen Grundgedanken dabei verstehen – vermeide Gebrauchsanweisungen.
Selbst beim normalen Computergebrauch konnte ich mich bisher erfolgreich drücken, da ich meine männlichen Familienmitglieder fragen konnte, wobei ich deren Gemeckere über meine Unfähigkeit, Gebrauchsanweisungen zu lesen, billigend in Kauf nahm.
Da sie Familienangehörige sind, finde ich es nicht so schlimm, daß ich keine Ahnung habe.
Nun aber hat mich mein Schicksal ereilt, ich fürchte fast, es hat mich überholt.
Ich blogge (bis vor kurzem kannte ich nicht einmal dieses Wort) – und meine beiden Männer sind im Augenblick nicht greifbar. 😦
Das heißt, ich versuche zu bloggen, was bedeutet, daß der arme SchVVarzePeter dauernd den von mir aus Unkenntnis der Dinge verzapften Unsinn ausbügeln muß. (Ich kann zwar schreiben, am besten aber auf einem leeren Blatt Papier, ohne Computeranweisungen rechts und links, ohne Spalten, in denen ich vorher, nachher oder zwischendurch was anklicken muß, ohne das Gefühl, wenn Du Dich jetzt vertippst und verklickst, kannst Du eine Millisekunde später Deine Unfähigkeit schwarz auf weiß nach Hause tragen. Na ja, das nicht, ich sitze ja an meinem Schreibtisch. Nur der Beweis wäre erbracht, welch eine Närrin ich bin.)
All das ist mir peinlich, unendlich peinlich.
Denn der arme SchVVarzer Peter ist viel zu höflich, um mich anzumeckern oder mir die Wacht am Rhein anzusagen. Die sage ich mir schon selber an.
Ach übrigens, das Polierzeug zum Putzen des Heiligenscheins, den ich ihm verpaßt habe, schicke ich ihm mit der Schneckenpost. 🙂
Und deshalb schoß mir ein neuer, furchterregender Gedanke durch den Kopf: Du mußt die Gebrauchsanweisung für Deinen Computer und für den Gebrauch des Blogs lesen.
SchVVarzer Peter hatte mir eine Gebrauchsanleitung angeboten, die ich zunächst abgelehnt hatte. Ich fürchte, ich muß ihn bitten, sie mir zu schicken.
600 Seiten lang, wie er sagte – ich schaffe bestimmt 1/2 Seite pro Tag.
Die Alternative wäre, ich schreibe auf einem leeren Blatt Papier und schicke dem SchVVarzenPeter den fertigen Artikel rüber. 🙂
Für ihn ist das Einstellen in den Blog eine Kleinigkeit.
Ein guter Gedanke. Ich werde mal drüber nachdenken.
Vielleicht kann ich mir ja doch die Gebrauchsanweisungen ersparen.
Jetzt verkrümel ich mich erst einmal beschämt in mein Bett und ziehe meine Narrenkappe bis weit über die Augen – ohne Gebrauchsanweisung. Schnief.
Bis morgen.
Eure TillEulenspiegel 🙂





