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Archive for 28. Oktober 2009

COSMiQ – Neue Verpackung für einen stinkenden Fisch …

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 28 Oktober, 2009

Nun ist es raus, aus Lycos iQ wurde COSMiQ.

In einem atemberaubenden Tempo (knapp 5 Monate) hat es der neue Betreiber, Hubert Burda Medien, geschafft, mit der Domain umzuziehen und als Bonus obendrein hat man auch gleich überall Lycos iQ durch COSMiQ ersetzt.

Das war so, vor allem in der kurzen Zeit, nicht zu erwarten.

Danke COSMiQ Team!

Danke Hubert Burda Medien!

Bei diesem Tempo dürfen die jüngeren unter den Usern auch noch damit rechnen, zu Lebzeiten in den Genuss weiterer Veränderungen zu kommen.

Natürlich hat es der Community-Manager Marc Talman-Gros nicht versäumt, auch auf die Hintergründe hinzuweisen. So können wir im COSMiQ Blog unter anderem lesen:

„Vertragliche Gründe erfordern nun eine Änderung des Namens und der Web-Adresse.“

Stimmt! Hatte man dies doch glatt vergessen und musste erst durch die peinliche Abschaltung von Lycos iQ am 15. September 2009 wieder daran erinnert werden.

Ob man im Hause Burda von selbst darauf kam, oder erst der freundliche und zudem kostenlose Support von Sofitware Hilfe zur Selbsthilfe ergab, entzieht sich unserer Kenntnis.

Leser des Blog Sofitware waren auf jeden Fall schon vor sechs Wochen informiert.

http://blog-sofitware.de/blog/33/lycos-iq-abgeschaltet-und-offline-das-ende#more-33

Ich finde, die folgende Aussage des COSMiQ-Teams sollte man sich einmal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Daher lassen wir sie als Schlussaccord auch unkommentiert so stehen.

„ Gemeinsam bilden wir einen dynamischen Wissenskosmos, der überall und zu jeder Zeit auf fast alle Fragen hilfreiche Antworten gibt.“

„ COSMiQ = [kosmik]. Der neue Name steht also auch für gewohnte Stärken, smarte Experten, schlaue Köpfe und schnellstmögliche Hilfe.“

Posted in Lycos/Lycos IQ | 23 Comments »

Stanford-Prison-Experiment

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 28 Oktober, 2009

Bewerbung und Verhaftung

Auf eine von den Wissenschaftlern geschaltete Zeitungsannonce in Palo Alto meldeten sich über 70 Studenten. Bei diagnostischen Interviews und einem Persönlichkeitstest wurden 24 Studenten aus der Mittelschicht ausgewählt, die normale, durchschnittliche Ergebnisse erzielten. Es wurden 15 Dollar pro Tag in Aussicht gestellt. Die ausgewählten Studenten wurden durch Münzwurf zufällig in zwei Gruppen eingeteilt – Wärter und Gefangene. Die Gefangenen mussten im Vorfeld Dokumente unterschreiben, in welchen sie freiwillig auf einige ihrer Grundrechte verzichteten, solange sie im „Gefängnis“ waren.

Ein paar Tage später wurden die Gefangenen „verhaftet“: Echte Polizisten nahmen sie öffentlich wegen bewaffneten Raubes und Einbruchs fest, klärten sie über ihre Rechte auf und brachten sie auf die Polizeiwache. Dort warteten sie mit verbundenen Augen in Untersuchungszellen. Von dort wurden sie dann zum Institut überführt und nach Aufnahme ihrer Personalien in extra für dieses Experiment eingerichtete Zellen gesperrt.

Die drei Zellen befanden sich im Keller der Universität. Die Originaltüren der eigentlichen Laborräume waren durch extra angefertigte Gittertüren ersetzt worden. Das Flurstück davor war „Gefängnishof“ und wurde an den Enden mit Holzwänden geschlossen. Durch feine Löcher in diesen Wänden wurde das Geschehen im Innern gefilmt. Durch die Sprechanlage wurden die Experimentteilnehmer abgehört. Es gab keine Fenster, dafür aber ein so genanntes „Loch“. Das Loch war eine Art Wandschrank, welcher mit Aktenordnern befüllt nunmehr eine Größe von 62×62 cm² hatte und bei geschlossener Tür absolut dunkel war.

Ereignisse im „Gefängnis“

Diejenigen, die Wärter darstellen sollten, wurden mit Uniform, von der Polizei geliehenen Gummiknüppeln und Sonnenbrillen ausgestattet; die Gefangenen wurden alle von dem „stellvertretenden Anstaltsleiter“ persönlich begrüßt. Danach wurde jeder Gefangene entlaust und dazu gezwungen, eine schwere Fußkette, einen Nylonstrumpf über dem Kopf und „Gefängniskleidung“ (Krankenhaushemd ohne Unterwäsche) zu tragen.

Die Gefangenen erhielten Nummern, die sie statt ihrer Namen zu verwenden hatten. Diese Nummern waren auch auf der Vorder- und Rückseite ihrer Kittel angebracht. Im Falle eines Ausbruchs, so wurden die Wärter informiert, würde das Experiment abgebrochen werden. Ansonsten hatten die Wärter die Freiheit, eigenständig Regeln auszuarbeiten und alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um Ruhe und Ordnung im „Gefängnis“ zu wahren.

Die Gefangenen wurden immer zu dritt in eine Zelle gesperrt. Die Zellen waren nur so groß, dass gerade drei einfache Pritschen darin Platz hatten. Toiletten gab es in den Zellen nicht. Wenn ein Gefangener auf die Toilette musste, so musste er erst die Erlaubnis eines Wärters einholen. Dann wurde er mit verbundenen Augen auf die Toilette geführt, damit er den Ausgang nicht sieht.

Anfangs probierten beide Parteien ihre Rollen erst aus, um zu sehen, wo ihre Grenzen lagen. Die Wärter riefen die Gefangenen zu beliebigen Tag- und Nachtzeiten aus dem Bett zu Zählappellen. Einerseits sollten die Gefangenen dadurch mit ihren Nummern vertraut gemacht werden und andererseits wollten die Wärter dadurch den Gefangenen ihre absolute Macht demonstrieren. Außerdem setzten die Wärter zur Bestrafung gern Liegestütze ein.

Bereits am Morgen des zweiten Tages brach ein Aufstand aus. Die Gefangenen blockierten die Zellentüren, rissen ihre Nummern von den Kitteln und zogen sich die Strümpfe vom Kopf. Die Wärter schlugen den Aufstand nieder, indem sie mit Feuerlöchern eisiges Kohlendioxid in die Zellen sprühten und die Gefangenen dadurch zwangen, die Türen freizugeben. Danach wurde allen Gefangenen die Kleidung und Betten entzogen. Ab diesem Zeitpunkt demütigten die Wärter die Gefangenen bei jeder Gelegenheit, alles wurde zum Privileg. So mussten die Gefangenen nach dem Zapfenstreich um 22:00 Uhr, wenn das Licht aus und die Zellen geschlossen waren, die Eimer in den Zellen für ihre Fäkalien benutzen, da die Wärter ihnen den Gang zur Toilette verweigerten. Dadurch roch das Gefängnis nach kurzer Zeit stark nach Kot und Urin, was die Atmosphäre in dem stickigen Kellergewölbe noch näher an die eines echten Gefängnisses brachte.

Es wurde eine „Privilegierte Zelle“ mit den Gefangenen eingerichtet, welche sich nicht oder kaum am Aufstand beteiligt hatten. Diese bekamen Kleidung und Betten zurück und bekamen darüber hinaus Essen in Anwesenheit der Anderen, während diese nichts bekamen. Nach einem halben Tag wurden die privilegierten mit den sanktionierten Gefangenen gemischt. Dies sorgte für Verwirrung und die Rädelsführer des Aufstandes hielten die Privilegierten für Spitzel. So brachen die Wärter die Solidarität unter den Gefangenen und verhinderten so weitere koordinierte Aktionen der Gefangenen.

Eskalation und Abbruch des Experiments

Das Experiment geriet sehr schnell außer Kontrolle. Nach drei Tagen zeigte ein Gefangener extreme Stressreaktionen und musste entlassen werden. Einige der Wärter zeigten sadistische Verhaltensweisen, speziell bei Nacht, wenn sie vermuteten, dass die angebrachten Kameras nicht in Betrieb waren. Teilweise mussten die Experimentatoren einschreiten, um Misshandlungen zu verhindern. Nach nur sechs Tagen (zwei Wochen waren ursprünglich geplant) musste das Experiment abgebrochen werden; insbesondere, weil die Versuchsleiter feststellten, dass sie selbst ihre Objektivität verloren, ins Experiment hineingezogen wurden und gegen den Aufstand der Gefangenen agierten.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment

Weitere Links hierzu:

http://www.prisonexp.org/deutsch/

http://www.artikel-online.de/Artikel/Sonstiges/stanford-gefaengnis-experiment.aspx

Posted in Diskussionen, Lycos/Lycos IQ | 7 Comments »

 
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