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Archive for November 2009

Allen Lesern eine besinnliche 3. Adventwoche …

Verfasst von: Liberty City-Team - 29 November, 2009

… wünscht das Team von Liberty City

Und hier eine kleine Geschichte von Schrankdackel. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind zwar rein zufällig, dennoch gewollt. 😉

Nun war es also wieder mal soweit, Weihnachten …

Eigentlich war es ja immer schon das schönste Fest des Jahres und ich entsinne mich, dass ich als Kind immer besonders aufgeregt war. Was würde ich geschenkt bekommen und wo war es versteckt, eigentlich waren dies für mich, bis zu einem bestimmten Alter, existenzielle Gedanken, die meine gesamte Vorweihnachtszeit bestimmten.

Heute hat sich dieses Bild allerdings gewandelt, es gibt durchaus Wichtigeres, in meinem Leben als Geschenke oder der geheime Ort, an dem sie versteckt sind, manchmal ist es traurig, wie sehr sich doch die Optik im Laufe eines Lebens verschiebt.

Ich saß am Küchentisch, trank meinen ersten morgendlichen Kaffee und genoss die herrliche Stille, der Mann der mir die Welt erklärt befand sich noch im Land der Träume und unsere Hunde taten es ihm gleich.  Ich seufzte, ich liebte diese stillen Minuten frühmorgens, denn mein Herzallerliebster dudelte mich, seit dem Zeitpunkt an dem er beschlossen hatte, dass nun für ihn Weihnachten sei (ich fand Ende Oktober eindeutig zu früh, aber wen interessiert das schon), täglich von morgens bis zum späten Abend mit Weihnachtsklängen zu. Dieses Schneeflöckchen, Weißröckchen konnte ich mittlerweile rückwärts und es verfolgte mich sogar im Schlaf! Warum kam es nicht endlich geschneit, vielleicht würde Peter dann damit aufhören, es bzw. den Wettergott mit diesem vermaledeiten Song beschwören zu wollen!

Ja, weiße Weihnacht, dachte ich, das wäre ja mal was, aber ich konnte mich, wenn ich die letzten 25 Jahre Revue passieren ließ, nur an ein Weihnachtsfest erinnern, an dem dies der Fall war und man am 1. Weihnachtstag durch den frisch gefallenen Schnee einen Spaziergang machen konnte. Ich gebe zu, dass ich eigentlich jedes Jahr den lieben Gott auf innigste Weise darum gebeten habe, es doch bitte schneien zu lassen, aber irgendwas muss ich bei meinen beschwörenden Gebeten wohl falsch gemacht haben; hörte ER denn dieses fürchterliche Gedudel mit dem Peter mich quälte nicht?

Während ich meinen viel zu heißen Kaffee schlürfte, dachte ich darüber nach, was ich an diesem Weihnachten denn Feines kochen könnte. Würde es nach meinem Altargeschenk gehen, gäbe es wieder so eine furztrockene Pute, weil er die schon bei seiner Mutter immer bekommen hatte, aber in der Vergangenheit war es bei uns immer so gewesen, dass selbst ein Babyputer zu viel für uns zwei gewesen war und unsere Hundenasen sich über den Rest hermachen durften.

Meine Idee war es, in diesem Jahr vielleicht mal auf Entenbraten oder Weihnachtsgans – mein Traummann behauptet, er würde keine Gans mögen – umzusteigen, ich konnte mir nicht vorstellen, dass mein Herzblatt den Unterschied zum Truthahn bemerken würde. Eigentlich ging es ihm ja immer nur um das Drumherum, Klöße, Rotkraut und vor allem eine gute Soße. Ja, die Soße war für ihn das Wichtigste!

Ob er wohl bemerken würde, wenn ich ihm überhaupt kein Geflügel sondern einen Wildhasen präsentieren würde? Vermutlich nicht, bestenfalls würde er bei dem strengen Wildgeschmack verwundert bemerken, dass die Pute wohl irgendwie nicht mehr in Ordnung sei.

„Hach …“ – ein neuerlicher Seufzer entfleuchte mir, am liebsten würde ich es ja mit Scarlett O‘Hara halten und das Ganze auf morgen verschieben; da allerdings hatte ich wohl keine Chance, Weihnachten lässt sich nicht verschieben und kommt in jedem Jahr pünktlich an.

Verstohlen blickte ich auf die Küchenuhr, meine Güte, es war ja schon gleich Mittag und ich saß immer noch gedankenversunken bei meinem Kaffee und versuchte verzweifelt einen Essensplan zu entwerfen. Wenn ich so weiter machte, käme ich niemals rechtzeitig in die Läden um meine Einkaufsliste – die es ja noch nicht einmal gab – abarbeiten zu können.

Einkaufen an Weihnachten war auch so etwas, das ganz sicher nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörte. Ich hasste es, zwischen schreienden Kleinkindern, hektischen, genervten Müttern und Ehemännern, die irgendwie immer an der falschen Stelle, mit den Worten: Nicht weggehen, ich komme sofort wieder …  – auf einem der Gänge stehen gelassen  wurden, weil sie eh für den Einkauf eher hinderlich, denn zu gebrauchen waren. Warum konnte man die eigentlich nicht für die Zeit des Einkaufs in der Nähe der Kassen deponieren, damit sie dann zum Bezahlen und Taschen tragen parat waren?

Ich schaltete meinen Fernseher an, der praktischer Weise in der Küche stand und wie nicht anders erwartet, landete ich inmitten von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – ach ja, solche Wunsch-Haselnüsse könnten mir auch gefallen, ein schöner Schimmel und ein Prinz  – ach neee, mir fiel ein, dass ich ja schon ein Prinzchen hatte, das schlafend in seinem Bette lag und von Schneeflöckchen und Weißröckchen träumte, währenddessen ich wie die Eule aus dem Film am Küchentisch saß und nicht wusste, was ich kochen sollte.

Irgendetwas fing auf einmal leicht an, in mir zu brodeln, warum blieb das mit dem Weihnachtsgedöns eigentlich immer an mir hängen? Irgendwie hatte ich, frustriert wie ich war, nicht schlecht Lust, meinem Prinzchen mal meine Version von dem Filmklassiker Stirb langsam“ nahe zu bringen, die Gedanken schob ich allerdings schnell wieder beiseite, Weihnachten war doch schließlich das Fest der Liebe und des Friedens und ohne ihn wäre Weihnachten nicht mal halb so schön …

Plötzlich vernahm ich, dass die Tür vom Prinzengemach sich öffnete und mein Angebeteter in sein Schlappen stieg, die Hunde erhoben sich auch schwanzwedelnd und liefen ihm entgegen. Mir schwante, dass es nun mit der Ruhe vorbei sein würde …

Mein Schnuckelchen kam schlaftrunken in die Küche geschlurft, drückte sich ein krächzendes „Moin“ zwischen den Lippen hervor, zog sich am Kaffeeautomaten einen Kaffee und verschwand mit der Tasse in seinem Büro.  Und es dauerte für mein Empfinden auch nur unwesentlich länger als den Bruchteil von Sekunden, als – wie konnte es anders sein, mein „Lieblings-Song“  von diesem schrecklichen Schneeflöckchen – erklang (hatte ich weiter oben geschrieben, dass Weihnachten ohne ihn nicht mal halb so schön wäre? Ich sollte das noch einmal überdenken!).

Ich versuchte es verzweifelt zu ignorieren und ertappte mich dabei, wie ich leis vor mich hin summte: Eins, zwei, drei – Freddy komm vorbei …

Janine! – ermahnte ich mich selbst – reiß Dich zusammen!!!

Plötzlich hatte ich die ultimative Eingabe das Weihnachtsmenü betreffend, ich würde gar nichts von den traditionellen Weihnachts-Gerichten kochen, sondern einfach ein paar tolle Rindsrouladen zubereiten, da war genügend Soße für meinen Schatz dabei und Rotkohl und Klöße passten auch. Ja genau, so würde ich es machen.

Die Einkaufsliste war mit diesem Einfall nun schwupp die wupp geschrieben und ich begab mich gut gelaunt ins Badezimmer, trotz aller Weihnachtshektik, eine halbe Stunde im Bad musste einfach drin sein. Während ich mich vor dem Spiegel um die Restauration meiner Altbaufassade bemühte, ertönte im Hintergrund bestimmt zum zehnten Male das musikalische Schneebettel-Gebet und überrascht stellte ich fest, dass ich leise mitsang.

Hach, das Leben an sich und vor allem Weihnachten konnte ja doch recht schön sein, im Gegensatz zu vielen Anderen hatte ich ja nicht einmal Stress damit, dass Opa, Oma, Lieblings-Onkel und Tanten bei uns einfielen, die hatten wir schon lang nicht mehr und wir konnten Weihnachten ganz besinnlich zu zweit verbringen.

Ich war gerade dabei, meine Lippen nachzuziehen, als der Gedanke an das Weihnachtsgeschenk, welches Peter in diesem Jahr von mir bekommen würde, dafür sorgte, dass ich mir den Lippenstift auf die Zähne schmierte, weil ich breit grinste. Ich hatte mir etwas ganz Besonderes für ihn ausgedacht!

Weil wir ja keine Verwandtschaft mehr hatten und wir somit von typischen Geschenken wie Socken, Krawatten und Parfümklassikern wie 4711 verschont blieben, hatte ich mir schon während des Sommers überlegt, dass mein Peterchen mit Sicherheit vor Freude Luftsprünge machte, würde er zu Weihnachten einen selbstgestrickten Wollpulli mit Rentiermuster bekommen. Ich hatte mich also im Hochsommer bei 35°C im Schatten immer dann, wenn er unterwegs war, hingesetzt und an einem solchen Teil gestrickt. Da ich aus Unwissenheit zu viel Wolle gekauft hatte, waren auch noch ein paar passende Wollsocken und eine Mütze mit Ohrklappen dabei heraus gekommen.

Ich freute mich schon jetzt diebisch auf sein Gesicht, wenn er seine Pakete auspacken würde.

Von nun an lief alles wie geschmiert.

Der Einkauf wurde in Rekordzeit erledigt, ich kochte das Essen vor, packte Peters Geschenke schnell noch ein, richtete eine festliche Tafel herdas machte ich immer ganz für mich allein – Peter war das nicht so wichtig, wenn denn am nur Ende genügend Soße für ihn da war, dann war er zufrieden.

Der Baum stand wie immer auf der Terrasse und wartete nur darauf, dass die Lichter endlich brannten und ich war mit mir und der Welt im Einklang.

Der Heilige Abend konnte kommen, ich war bereit!

Nachdem der letzte Rest von Tageslicht verschwunden war, alle Lichter in und ums Haus brannten, erklangen die letzten Töne von Schneeflöckchen, Weißröckchen  – ich hatte es irgendwann im Laufe des Tages aufgegeben, mitzuzählen, wie oft es sich schon wiederholt hatte  – und ging über in das traditionelle Glockengeläut.

Endlich, es war so weit! Bescherung!!!

Voller Vorfreude machte sich der Mann der mir die Welt erklärt, über seine Pakete her – das Gesicht welches er zog, auf Leinwand gebannt würde einen Kunstpreis erhalten. Es erklang ein kurzes, scharfes und dennoch prägnantes „Oh!“ – nicht dieses langgezogene „Oooohhhhh…“, welches normaler Weise erklingt, wenn sich jemand sehr freut.

Dennoch er hat seinen Pulli, die Socken und auch die Mütze tapfer angezogen und ich bekam Bauchweh von meinen Lachsalven.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass wir beide uns sehr ähnlich sind und ich bekam von ihm – wie konnte es auch anders sein –  einen Satz wollene Medima-Unterwäsche, mindestens drei Nummern zu groß, damit ich länger was davon haben würde. Sprich damit ich da noch hinein wachsen konnte …

Um einen bildlichen Vergleich der Größe anzuführen, wenn ich, als wir uns kennenlernten, die Ausmaße eines schnittigen Sportwagens hatte, so rechnete er vermutlich jetzt damit, dass ich zukünftig das Volumen eines Doppelstockbusses erreichen würde – na ja, wenn ich mittlerweile auch nicht mehr dem schnittigen Sportwagen entsprach, sondern eher einem Kombi, so fand ich persönlich die gekaufte Größe ein wenig, wenn nicht gar reichlich übertrieben.

Wer ein bisschen Phantasie besitzt wird sich vorstellen können, welches Bild wir beide abgaben!

Peter mit schiefer Mütze auf dem Kopf und Rentierpulli, bei dem die Ärmel ein wenig lang geraten waren, dafür der Bereich um den Bauch ein wenig eng und um die Hüften reichlich zu kurz und ich in wollenen knielangen Riesenunterhosen, die ich ständig daran hindern musste, mir auf die Knöchel zu rutschen. Perfektioniert wurde das Ganze eigentlich nur noch dadurch, dass wir im Haus immer Birkenstocklatschen tragen, so selbstverständlich auch jetzt!

Wir hatten Spaß wie selten, wir sahen aber auch zu dämlich aus in unseren Outfits.

Nachdem wir uns einigermaßen beruhigt hatten, zogen wir uns um, und aßen unsere Rouladen und dieses Mal war Peters „Ohhhh!“ voller Begeisterung, weil es reichlich Soße gab, die mir zudem noch fantastisch gelungen war. Anschließend machten wir uns fertig, damit  wir unseren alljährlichen  Verdauungs-Spaziergang zum Heiligen Abend machen konnten.

Und man mag es kaum glauben, aber als wir die Tür öffneten, erwartete uns eine herrlich weiße Winterlandschaft, wir hatten bei unserer Herumalberei und dem guten Essen gar nicht bemerkt, dass es zu schneien begonnen hatte! Es war einfach wunderbar!

Die Schneeflocken tanzten mit uns und den Hunden um die Wette, wir schnappten uns Mützen und Besen und tollten auf dem Hof herum wie die Kinder.  Auf der Dorfstraße rutschten die letzten Autos die Straße entlang, alle wollten möglichst schnell nach Hause – nur wir nicht!

Konnte es etwas Schöneres geben?

So etwas nennt man wohl perfekte Weihnachten!!!

Bleibt nun zum Schluss nur noch zu erwähnen, dass dies alles schon ein paar Jahre her ist und ich mich seither niemals mehr mit Meuchelgedanken getragen habe, wenn ich ab Ende Oktober mit Schneeflöckchen, Weißröckchen zugedudelt wurde. Dieses Musikstück ist mir mittlerweile – ob der schönen Erinnerung – heilig und ich kann mir Weihnachten gar nicht mehr ohne vorstellen. Ehrlich gesagt, mir würde etwas fehlen, wenn es nicht so wäre – ich freu mich drauf! Ach ja, in die Medima-Unterwäsche bin ich bis heut nicht reingewachsen und Peters Pulli ist unter mysteriösen Umständen irgendwann im Wäschetrockner gelandet, weiß der Geier, wie das passieren konnte …

© Janine Markus 2009

Posted in Geschichten, In eigener Sache | 15 Comments »

Mal ein ganz anderes Thema

Verfasst von: tilleulenspiegel - 19 November, 2009

Nach den Querelen der letzten Wochen habe ich lange überlegt, welches Thema vielleicht weniger Aggressionen hervorrufen könnte als die bisherigen.

Bis ich dann endlich auf etwas stieß, das sozusagen noch immer vor meiner Nase liegt und deshalb auch so schwer zu sehen war:

Advents- und Weihnachtszeit

Damit niemand Angst haben muß, auf dem üblichen oder unüblichen Schmalz auszurutschen – ich will keinen Aufruf starten, diese Zeit, in der die meisten Familienstreitigkeiten stattfinden, nun auf „ Engel komm raus“ zu verklären.
Und damit möchte ich auch hier um Frieden bitten, auch wenn es langweilig sein mag. 😉

Nein, ich wüßte lieber von euch, was ihr mit dieser Zeit verbindet.

Welche lustige Begebenheiten euch einfallen, was ihr vermißt, was ihr gut vermissen könnt.

Sucht ihr ein verlorenes Rezept für eine bestimmte Plätzchensorte, die Füllung einer Weihnachtsgans, eine Advents- oder Weihnachtsgeschichte aus der Kinderzeit, die euch im Kopf rumschwirrt, die ihr aber nicht mehr orten könnt – irgend etwas das mit Weihnachten zusammenhängt.
Eine Anleitung, um kleine Wichtel für den Baum noch rechtzeitig mit den Kindern zu basteln?
Irgend etwas?

Vielleicht koennten alle mithelfen, die dieses Blog lesen???

Macht eurem Ärger über Konsumerdruck Luft – regt euch über den neuesten 2 Meter LCD Dingsbumsfernseher für das Zimmer eines Zehnjährigen auf ;-), der ohne das Statussymbol nicht leben kann.
Ich bin der Meinung, in so harten Zeiten sollte man seine Ansprueche runterschrauben, da tun es auch 1 m. 🙂 🙂 🙂

Eure Kritik an Lebkuchen in den Geschäften im August ist ebenso willkommen wie das lustvolle Stöhnen aus einem vollgefutterten Bauch: „Dann esse ich die am liebsten!“

Gibt es eine Geschichte, die uns doch das Herz wärmen würde?
Und ich meine nicht die Geschichte vom Mädchen mit den Schwefelhölzern – bei der Geschichte heule ich immer. *schnief*

Ich würde mich über eure Erinnerungen, Rezeptvorschläge oder Rezeptsuche, lustige Begebenheiten oder solche, über die man erst nach Jahren lachen kann, sehr freuen.

Mir ist vor vielen Jahren der mit elektrischen Kerzen bestückte und ansonsten voll geschmückte Baum bei der letzten Kontrolle umgekippt, nur weil ich den Baum um schlappe 10 Grad drehen wollte, weil er aus dem neuen Blickwinkel noch besser zur Geltung hätte kommen sollen. Ich sehe die verdam….. Kerzen noch heute am umgekippten Baum brennen. Es ist aber nicht eine zerbrochen – also bitte!!!! 🙂

Und damit liebe Grüße aus der Weihnachtsbäckerei – heute ist Schwarz-Weiß-Gebäck dran.

Eure TillEulenspiegel

PS
Fast vergessen, dabei sehr wichtig: Peter hat das wunderschoene Bild der Seiffener Kirche eingestellt. Er war nur zu bescheiden, das zu erwaehnen.
So, es sollen naemlich doch alle wissen. 🙂 🙂 🙂 Danke!!!

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Ein bewegendes Schicksal – Zeit zum Nachdenken …

Verfasst von: SchVVarzer Peter - 13 November, 2009

Der Tod jedes von seiner Familie und Freunden geliebten Menschen ist zweifelsfrei eine Tragödie für diejenigen die ihn geliebt, gemocht oder geschätzt haben. Wenn der Tod aber unter so dramatischen Umständen eintritt wie bei dem Nationaltorhüter Robert Enke, ist er umso mehr ein Schock, der dann oft dazu führt, dass zuvor Geheimgehaltenes und Verdrängtes zutage tritt. Robert Enke litt unter Depressionen, eine Krankheit von der Schätzungen zufolge fast jeder 10. erwachsene Mensch hierzulande betroffen ist. Vor diesem Hintergrund grenzt es schon fast an ein Wunder, dass er – zumal über einen so langen Zeitraum – fähig und in der Lage war, konstant solche sportlichen Höchstleistungen zu vollbringen. Es muss davon ausgegangen werden, dass viele Spitzenathleten in einer ganz ähnlichen Lage waren oder noch sind – das zum Glück nicht so tragisch endende aber ähnlich gelagerte  Schicksal von Sebastian Deisler dürfte vielen noch in Erinnerung sein oder gerade jetzt wieder in Erinnerung gerufen werden.

Aber auch in anderen Bereichen wie Beispielsweise Wirtschaft und Showbusiness gibt es genügend Anzeichen, dass manche Top-Leute heimlich elend leiden – es ist ein Teufelskreis.

Nicht wenige mögen nun argumentieren: „Sicher, aber einer wie Robert Enke, war privilegiert, prominent, hatte Geld, ein Umfeld das ihn stützte und beistand, er stand auf der Sonnenseite des Lebens, ihm ging es doch weit besser als anderen, die chancenlos in der Gosse krepieren oder schon in ein Umfeld ohne wirklichen Perspektiven hineingeboren wurde.“ Diese Betrachtungsweise ist sicher verständlich und auch nicht falsch, aber sie führt nicht weiter. Klar, einer wie Robert Enke war privilegiert, dies half ihm offenbar auch eine zeitlang, aber dann eben doch nicht mehr.

Der Tod von Robert Enke hat ganz intensiv damit zu tun, dass sich die sogenannte „moderne Gesellschaft“ im Wesentlichen in zwei Gruppen gliedert: die „Starken“ und die „Schwachen“. Wobei sich nicht zwangsläufig ausschließt, dass jemand reich und privilegiert ist, und dennoch schwach, also krank.

Für Schwache gibt es aber in unserer sogenannten modernen Gesellschaft, einer gnadenlosen Leistungsgesellschaft, kaum Platz, sie werden bestenfalls geduldet.

Nicht von ungefähr kommt das Nostalgiedenken vieler in der DDR aufgewachsnen Menschen, denn bei allen Ungerechtigkeiten in dieser Diktatur gab es eines in diesem Maße wie im „Westen“ nicht – den permanenten Leistungsdruck, den täglichen Kampf um’s Überleben, sowohl materiell als auch emotional.

Wer krank ist oder auch nur empfindlich, hat es in unserer Gesellschaft meist ziemlich schwer. Für „Mimosen“ ist kein Platz. Gefragt sind Robuste – wobei absolut nichts gegen Robustheit spricht, im Gegenteil. Allerdings darf die Robustheit nicht über Leichen gehen.

Das traurige Fazit aus der tragischen Geschichte um Robert Enke lautet, dass es allzu oft inhuman zugeht unter den Menschen heutzutage und dagegen gibt es bisher und sicher auch in naher Zukunft kein schlüssiges Rezept. Es bleibt allein der dringende Appell, aufmerksam zu sein und sich zu kümmern um diejenigen, die laut oder stumm nach Hilfe rufen. Es bleibt aber auch die Warnung, dass es kein gutes Ende nimmt mit einer Gesellschaft, wenn sie ausschließlich auf das Recht des Stärkeren setzt oder gar über Leichen geht.

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, Zeit der Besinnung, aber auch wieder eine Zeit die viele aus unterschiedlichen Gründen unter Druck setzt – möge die Besinnung mit den Menschen sein.

In diesem Sinne, allen ein schönes Wochenende mit ein wenig Licht im Herzen, in diesen grauen Novembertagen.

SchVVarzer Peter

Posted in Diskussionen, Verschiedene, Wie das Leben so ... | 43 Comments »

COSMiQs mehr als peinliche Seite

Verfasst von: tilleulenspiegel - 11 November, 2009

Das wahre Gesicht von COSMiQ?

Ich werde meiner Aussage untreu und beschäftige mich doch wieder mit COSMiQ. Peter, das tut mir leid. 😉

Diese Frage war der Stein des Anstoßes:

http://www.cosmiq.de/qa/show/2219736/Betreibt-cosmiq-de-offiziell-eine-Forenpartnerschaft-mit-ElitePartner/

Zunächst dachte ich ja, was ist denn jetzt los und schaute aus Interesse mal rein. Doch dann wurde mein Interesse geweckt.
Es gibt die Firma Elite Partner:
http://www.elitepartner.de/, und sie gehört lt. Aussagen zu Burda.

Seltsam, jetzt werden Liebesfragen deaktiviert mit dem Hinweis, sich an ElitePartner zu wenden.

Bis vor wenigen Monaten noch wurden Liebes- und Sexfragen deaktiviert mit dem Hinweis, sich an http://www.frag-beatrice.de/ zu wenden.
Nun muß ich gestehen, daß mich diese Seite nie interessiert hat und ich dummerweise auch nie nachgeforscht habe, weil ich einfach der Aussage der Moderatoren gefolgt bin, daß Liebes- und Sexfragen gegen die guidelines verstoßen.

Da war ich ganz schön blöd, da obrigkeitshörig.
Ja, ich bin auf einen uralten, miesen Trick der Betreiber reingefallen!

Ich bin aber jetzt endlich auf die Website gegangen, nicht weil ich Probleme hätte oder nach der langen Zeit einen neuen Mann suchte, nein, ich habe mir mal das Impressum angesehen, da mein Mißtrauen geweckt war.
Und siehe da: frag-beatrice.de wird von Gütersloh aus betrieben.

http://www.frag-beatrice.de/impressum.php

Gütersloh???
Etwa Bertelsmann???

Weshalb wurden all die Liebes- und Sexfragen deaktiviert, die man durchaus vernünftig auch hätte beantworten können?
Etwa nur um Werbung für frag-beatrice.de machen zu können?

Wurde Wissenschaft der Werbung geopfert?

Aber es kommt noch besser!

Wer sich die Frage oben durchliest oder im Gegensatz zu mir noch bei COSMiQ angemeldet ist, wird feststellen, daß Liebesfragen nicht mehr deaktiviert werden mit dem Hinweis auf frag-beatrice.de, sondern auf einmal mit dem Hinweis auf ElitePartner.de.
Dazu kommt, daß seit dem 15. Oktober 2009 ein neuer User
http://www.cosmiq.de/exp/show/Elitepartner
angemeldet ist. 😉 😉 😉

Und nun wird es peinlich:
http://www.cosmiq.de/qa/show/2219548/Gibt-es-Erfolgstipps-fuer-eine-dauerhaft-glueckliche-Beziehung/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2219533/Welche-Eigenschaften-sollte-der-ideale-Mann-bzw-die-ideale-Frau-mitbringen/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2208264/Moegen-Maenner-nur-schlanke-Frauen/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2208259/Sind-optische-Vorlieben-abhaengig-vom-Bildungsniveau/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2208240/Wieviel-veraten-bestimmte-Aeusserlichkeiten-ueber-den-Charackter-eines-Menschen/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2208230/Gefallen-Maennern-akademische-Berufe-bei-Frauen/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2193285/Gibt-es-Kleinigkeiten-die-beim-Kennenlernen-stoeren/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2193032/Muss-es-immer-gleich-beim-ersten-Date-funken/

http://www.cosmiq.de/qa/show/2161844/Wie-wichtig-sind-optische-Uebereinstimmungen-bei-der-Partnersuche/

Und all das wird gespeichert unter
· Partnerschaft
· Single
· Beziehung
· partner
· partnervermittlun…
oder sehr ähnlichen tags.

Widerlich und plump!
Es wird von offizieller Seite zugegeben, daß das Ganze ein Versuchsobjekt ist.

Ein Versuchsobjekt, das ich für ziemlich brisant halte.

Wir müssen also zunächst mal feststellen, daß offensichtlich die guidelines von vornherein so ausgelegt wurden, daß Liebes- und Sexfragen nicht erlaubt waren, weil man auf ein bestimmtes Unternehmen hinweisen wollte, also Werbung machen wollte.

Und jetzt werden weiterhin Liebes- und Sexfrage deaktiviert, die gut von Usern beantwortet werden könnten, nur daß die Moderatoren nun offensichtlich auf ElitePartner hinweisen müssen.

Peinlich, peinlich.

Für mich hat COSMiQ seine Glaubwürdigkeit verloren.
Ein Forum, das aus Wissen- Spaß- Erklärungsfragen laut Betreiber besteht, sollte nicht hinterrücks dazu mißbraucht werden, Werbung einzustellen.

Ich habe nichts dagegen, daß ein Hörsaal oder ein ganzes Institut von der Firma XYZ gestiftet wird und eine Plakette oder eine Statue des großzügigen Stifters an passender, gut sichtbarer Stelle angebracht wird, aber ich habe was dagegen, daß unter dem nun aufgedeckten Mantel der Werbung Fragen deaktiviert werden, deren Beantwortung von allgemeinem Interesse hätte sein können.

Und nun frage ich mich, welche anderen Sparten zu Burda gehören?
Und welche Antworten von Moderatoren wegen einer Werbung und nicht wegen Aufklärung, Erklärung oder aus wissenschaftlichem Interesse gegeben werden, was sowohl die Antworten als auch die Moderatoren auf einen Schlag unglaubwürdig macht, und wo in Zukunft statt mit einer vernünftigen Antwort mit heimlich eingespeister Werbung gerechnet werden muß.

Vielleicht kann jemand meine Wissenslücke füllen.

TillEulenspiegel

Schaut mal die Kommentare zu dieser Frage an:
http://www.cosmiq.de/qa/show/2208230/Gefallen-Maennern-akademische-Berufe-bei-Frauen/

vicdorn:
Ist das hier legal? Vergleicht mal den Usernamen mit der Site zu der hier Fragen gestellt werden…

.. das sieht mir doch sehr nach Schleichwerbung aus. Habe schon den MB gedrückt.

ElitePartner:
Hallo Vicdorn! Sehr schade, dass Du den Auftritt des EliteForums hier mißverstehst. Es geht darum den Benutzern eine möglichst große Bandbreite an Antworten zu Ihren Fragen zu geben. Zudem ist die Benutzung des EliteForums kostenlos für jedermann zugänglich und somit haben wir Schleichwerbung auch nicht nötig. Vielleicht schaust Du einfach mal rein 😉 http://www.elitepartner.de/forum

Viele liebe Grüße,
Tanja vom EliteForum

vicdorn
Wieso Missverständnis? Wenn das nicht offiziell von Cosmiq genehmigt ist, IST das Schleichwerbung und verstößt somit gegen die Regeln.

ElitePartner:
Das ist offiziell von Cosmiq genehmigt 😉

esse_est_percipi:
Nach derzeitigen guidelines von cosmiq.de => Werbung/Spam

Nun frage ich mich, wann die guidelines geaendert werden.

Posted in COSMiQ, Verschiedene | 67 Comments »

Hiobs wundersame Wandlung vom Saulus zum Paulus?

Verfasst von: tilleulenspiegel - 10 November, 2009

Ich konnte und kann es noch immer nicht glauben: http://iqmindless.wordpress.com/ ist geschlossen.
Wie wortgewaltig doch der Abschied eines Mannes sein kann, den manche Menschen (fast) als Kriminellen ansehen.

Hier der Originaltext.

„Ok, ernsthaft. Wir haben uns während unseres Urlaubs entschlossen, an dieser Stelle den Blog zu schliessen. Es machte keinen Sinn mehr. Die „Gegenseite“ zeigte sich bei allem Enthusiasmus extrem vernunftresistent. Ein weiterer Grund für diesen Schritt ist die Tatsache, dass wir „uns kaum noch von den anderen unterscheidet„, wie ein treuer Leser uns wissen lies. Wir sind in der Wortwahl, in den Themen so abgerutscht, dass wir uns letztendlich selbst nicht wiedererkannten.
Sorry dafür – aber wer bis zu einem gewissen Alter nicht merkt, dass er von Idioten umgeben ist, merkt das aus einem gewissen Grund nicht. Wir wurden glücklicherweise darauf aufmerksam gemacht und konnten gerade so eben noch die Notbremse ziehen.“

Ich habe mir so meine Gedanken zum wortgewaltigen Abschied gemacht. 😉

Ok, ernsthaft. Wir haben uns während unseres Urlaubs entschlossen, an dieser Stelle den Blog zu schliessen.
Wir??? Wer schrieb denn noch als Zynischer_Hiob?

Es machte keinen Sinn mehr.“
Etwas ohne mind = Hirn hat noch nie Sinn gemacht.

„Die „Gegenseite“ zeigte sich bei allem Enthusiasmus extrem vernunftresistent.“
Richtig! Denn eine Vernunft, die User nach Belieben plötzlich einen Tritt in den Hintern gibt, kann und wird nie meine Vernunft sein.
Zynischer_Hiob hat natürlich bewußt wieder Menschen mit dieser Formulierung in die Irre geführt – übrigens ein Hinweis für übelste Propaganda, denn er behauptet unverblümt mit dieser Aussage, daß er bzw. seine Aussagen Vernunft haben. Was zählt, ist wohl nur die Staatsvernunft, aber auf das Thema möchte ich nicht noch einmal eingehen.
Der Schuß ging nach hinten los: Ohne Hirn = „mindless“ – keine Vernunft. 😉

„Ein weiterer Grund für diesen Schritt ist die Tatsache, daß wir „uns kaum noch von den anderen unterscheidet„, wie ein treuer Leser uns wissen lies.“
Glaubt eigentlich irgendwer, ein so selbstgerechter und selbstherrlicher Mensch, der sogar Jugendliche genüßlich mit dem Absatz in den Boden stampfte, würde plötzlich auf einen „treuen Leser“ hören?
Eines kann man mit Sicherheit sagen: menschlich wie „die anderen“ ist Zynischer_Hiob sicherlich nicht geworden.
Wo kein Hirn, da keine Erkenntnis.

Es geht lustig weiter:
„Wir sind in der Wortwahl, in den Themen so abgerutscht, dass wir uns letztendlich selbst nicht wiedererkannten.“
Stimmt, aber das geht schon seit Ewigkeiten so und ist keine Überraschung. Ich fand eure! Themen und eure! Wortwahl schon immer mehr als mies. Nur daß euch das sogar aufgefallen ist…..
Grosse Schnauze, nur verletzend, aber da „mindless“ eben nichts dahinter.

„Sorry dafür – aber wer bis zu einem gewissen Alter nicht merkt, dass er von Idioten umgeben ist, merkt das aus einem gewissen Grund nicht. Wir wurden glücklicherweise darauf aufmerksam gemacht und konnten gerade so eben noch die Notbremse ziehen.“
Ich weiß schon seit langer Zeit, daß ich eine Närrin und keine Idiotin bin. Ich habe ja auch iq.mindless nie zu meiner Homepage gemacht. 🙂 🙂 🙂

Aber es ist schon stark, daß Zynischer_Hiob in seinem Abgesang seine Anhänger im nachhinein als Idioten bezeichnet, denn er schreibt explizit
„wer bis zu einem gewissen Alter nicht merkt, dass er von Idioten umgeben ist, merkt das aus einem gewissen Grund nicht. Wir wurden glücklicherweise darauf aufmerksam gemacht…..“

Er – netterweise schreibt er auch gleich im Pluralis majestalis 😉 oder, falls „wir“ stimmt, fragt man sich wieder, ob da mehrere Personen als Zynischer_Hiob geschrieben haben, was den Verdacht wiederum auf Bushyasta lenken würde ;-)- mußte darauf aufmerksam gemacht werden, daß er von Idioten umgeben war!

Andere Blogs wie dieser waren weit weg, kommen also nicht in Frage.

Laßt euch das mal auf der Zunge zergehen! 😉
Aber natürlich – ohne Hirn nix los.

Ich nehme dem Zyniker die Wandlung vom Saulus zum Paulus nicht ab.
Meine Vermutung geht in die Richtung, daß höhere – nicht Höhere – Mächte ihm sein Schandmaul endlich gestopft haben.

Und die User, die anschließend jeweils ihr eigenes Epitaph für Hiobs Blog geschrieben haben – so stelle ich mir auch gelangweilte, tieftraurige, noch nach Blut lechzende Römer vor, als die Zeit der mörderischen Spiele im Circus Maximus vorbei war – können versichert sein: ich mache nicht die Moderatoren von COSMiQ für die Schließung des hirnlosen Blogs verantwortlich. 😉

TillEulenspiegel

Posted in Narrentalk, Verschiedene, Wie das Leben so ... | 12 Comments »

 
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